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Darauf hat die Welt gewartet – die Wiedergeburt der Schreibmaschine

Es gibt ja alle möglichen und unmöglichen Gadgets für den Anschluss per USB – von der Briefwaage über den Ventilator bis zur Kügelchenkanone. Aber diese Neuentwicklung stellt wohl den Gipfel der unnützen Geräte dar. Jack Zyklin verkauft bei Etsy eine mechanische Schreibmaschine, die er mit einem USB-Anschluss ausgerüstet hat und die als Tastatur für den Tablet PC oder das iPad dient. Das Gerät kostet nur 550 Dollar. Wenn Sie noch solch ein altes Schätzchen im Keller stehen haben, können Sie es ihm auch schicken und er baut es Ihnen für 200 Dollar um. Wollen Sie lieber selbst Hand anlegen, können Sie bei ihm für 75 Dollar ein USB-Kit für Ihre Schreibmaschine erwerben, so dass Sie sie selbst umbauen können. Na ja, wer’s braucht…

Windows 7 Super-GAU: alle Installationen laufen am 1. Juni ab!

Dr. Windows hat heute die folgende Meldung veröffentlicht:

Schock für Millionen Anwender weltweit:
Das allseits beliebte und gefeierte Windows 7 quittiert am 1. Juni 2010 seinen Dienst – denn es wurde vergessen, das Ablaufdatum des Release Candidate aus der finalen Version zu entfernen.
Zur Erinnerung: Die Vorabversion war als kostenloser Download verteilt worden. Seit 1. März fahren Systeme, auf denen der RC installiert ist, alle zwei Stunden herunter, ab 1. Juni läuft dann gar nichts mehr.
Das zyklische Herunterfahren wurde aus der finalen Version entfernt, aber das endgültige Ablaufdatum wurde schlicht übersehen.
Eine Schlamperei, die Microsoft Millionen kosten dürfte – vom Prestigeverlust ganz zu schweigen.
Das besonders Fatale an dieser katastrophalen Panne: Das Problem ist nicht mit einem Patch zu lösen, denn zum Schutz vor Crackern, welche das Ablaufdatum des RC aushebeln könnten, wurde dieses hart in den Kernel hineinkompiliert.
Microsoft muss also komplett neue Installationsmedien erstellen, und restlos alle Windows 7 Systeme weltweit müssen neu aufgesetzt werden.
Wegen der notwendigen Kernel-Anpassung werden auch alle Seriennummern von Windows 7 ungültig werden.
Wie diese an die Kunden verteilt werden sollen und wie Microsoft überprüfen möchte, welche Kunden zum Erhalt eines neuen Produktkeys berechtigt sind, ist im Augenblick völlig offen.
Wir informieren Sie, sobald es Neuigkeiten gibt.

In der Zwischenzeit hat sich die Pressestelle von Microsoft mit einer Pressemitteilung gemeldet und das Problem noch weiter erläutert. Der Fehler tritt nicht in allen Windows-Distributionen auf, sondern lediglich in den westeuropäischen Sprachen. Die Beseitigung dieser für Microsoft peinlichen Panne wird allerdings mehr Zeit als zunächst angenommen in Anspruch nehmen und wird bis Ende Mai nicht abgeschlossen sein. Microsoft wird daher allen registrierten Nutzern von Windows 7 ein Upgrade auf die japanische Version von Windows 7 zur Verfügung stellen.

Und jetzt beseitigt die Software ihre Bugs selbst?

Und hier noch eine Meldung aus der CeBIT-Schmiede:

Kleine Softwarefehler können große Computerprogramme plötzlich abstürzen lassen und so beispielsweise ganze Flughäfen lahmlegen. Mit Pachika machen Informatiker der Universität des Saarlandes auf der CeBIT 2010 jetzt Schluss mit solchen Super-GAUs. Der Grund: Mit dem neuen Verfahren werden diese Fehler gleich entdeckt und automatisch behoben.

Hintergrund: Pachika ist der ostafrikanischen Sprache Suaheli entnommen und bedeutet so viel wie einsetzen und reparieren. Genau dies macht die neu entwickelte Softwarebibliothek. Sie wird in ein bestehendes Computerprogramm eingefügt und beobachtet dort, ähnlich wie eine Überwachungskamera, was das Programm während seiner Ausführung genau macht. Hängt sich das Programm an einer bestimmten Stelle selbst auf oder stürzt es komplett ab, analysiert das Pachika-System sofort, wie sich der fehlerhafte Programmlauf von den vorhergehenden unterschieden hat. Ohne Eingreifen eines Programmierers repariert das System diese Fehlfunktion dann automatisch.

Handelt es sich hier um schwarze Magie oder um Hexerei? So genau weiß ich das jetzt auch nicht, aber wenn wir die Pressemeldung mal Schritt für Schritt betrachten, löst sich die Frage schon etwas aus. Zunächst einmal beobachtet die Software den Code, den die Anwendung ausführt. Das ist nichts besonderes, sondern wird von jedem Coverage Profiler seit mindestens zehn Jahren erledigt. Anschließend analysiert die Software den Unterschied der Aktion, die zum Absturz geführt hat, von ähnlichen Aktionen, die anstandslos erledigt wurden. OK, dabei kann die Software durchaus auf einen Bug im ausgeführten Programm hinweisen. Aber wie die Software das Programm korrigieren soll, ist mir schleierhaft. Woher weiß sie, das passieren sollte und wie die Anwendung geplant war? Ich kann mir das wirklich nicht vorstellen.

Nebenbei bemerkt sind die Fehler, die eine Anwendung zum Absturz bringen, die “guten” Fehler. Diese Fehler bemerkt der Anwender schließlich sofort. Viel schlimmer sind doch die Fehler, die ein scheinbar gültiges Ergebnis bringen. Stellen Sie sich eine Buchhaltungssoftware vor, die die Umsätze zu hoch berechnet. Dass hier ein Fehler in der Software vorhanden ist, merkt der Anwender im Worst Case erst, wenn er zahlungsunfähig ist. Diesen Fehler bemerkt die Software aber nach den Angaben in der Pressemitteilung nicht.

Intelligente Theke für die kleine Kneipe

Elektronische Schanksysteme sind eigentlich nichts Neues. Bisher waren sie allerdings für Eckkneipen viel zu umfangreich und zu teuer. Forscher der Technischen Universität Clausthal sind jetzt aber mit einer Neuentwicklung auf der CeBIT 2010, die sicher viele Wirte begeistern wird: der “intelligenten Theke” für kleine Kneipen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen besteht das System aus einzelnen Modulen, die nach und nach installiert werden können. Der Einstieg zu einer Kneipe mit cleverer Theke könnte ein Modul sein, welches hilft, den Überblick über verkaufte Getränke zu bewahren und verhindert, dass zum Beispiel zu viel Bier ins Glas gezapft wird. Der Bierverbrauch soll sich so um bis zu acht Prozent reduzieren lassen.

Hinter diesen praktischen Vorzügen steckt natürlich ausgeklügelte IT. Besser gesagt haben die Forscher eine softwarebasierte, dynamische Infrastruktur (Middleware) entwickelt, die garantiert, dass die einzelnen Module wie Zapfhahn oder Kasse sowohl unabhängig betrieben werden, aber auch als Bestandteil eines verteilten Systems mit den anderen kommunizieren und kooperieren können.

So weit die Pressemitteilung. Aber mal ehrlich – die Kneipe, die durchschnittlich acht Prozent zu viel Bier ausschenkt muss vermutlich noch gebaut werden, genau wie das Bierglas, in das durchschnittlich acht Prozent zu viel ausgeschenkt werden können, wohl noch hergestellt werden muss. Außerdem besteht der Charme einer Eckkneipe doch wohl gerade darin, dass dort nicht alles IT-gesteuert ist.

Neu auf der CeBIT 2010 – die singende Glühlampe

Von einer Glühlampe erwarten wir, dass sie Licht spendet – mehr nicht. Sensor Industries bringt mit seiner Singing bulb eine Lampe zur CeBIT 2010, in der im wahrsten Sinne des Wortes Musik steckt mit.

Rein äußerlich unterscheidet sich die Singing bulb kaum von einer herkömmlichen Energiesparlampe. Hinter ihrem Glas verbergen sich neben neun (erhellenden 0,5 Watt) LEDs aber auch ein 2,4-GHz-Wireless-Receiver und ein 2-Watt-Lautsprecher. Dadurch lässt sich die singende Glühlampe beispielsweise vom MP3-Player ansteuern und spendet Licht sowie ungewöhnlichen Musikgenuss.

Sie finden die singende Lampe in Halle 17 auf Stand C35 (D1) im Hong Kong Pavilion

Ein BenQ S6 zieht sich aus

Geben wir es zu: wir alle sehen uns gerne einmal das Innenleben unserer Geräte an. Das Problem dabei ist, dass das Auseinanderbauen meist noch recht einfach geht, schwierig ist nur, beim Zusammenbauen alle Teile wieder an ihrem Platz zu montieren. Das folgende Foto hat eine junge Frau geschossen, die ihren BenQ S6 demontiert hat.

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Das ist noch das züchtigste der Bilder, die Sie hier in voller Pracht finden.

Jimi Hendrix 2.0

Eventuell kennen Sie ja das Konzert, in dem Jimi Hendrix seine Gitarre angesteckt hat. Jimis Begründung war, dass er seine Gitarre und sein Publikum liebt und er dem Publikum etwas schenken möchte, was er liebt. Xavier Lanier von www.gottabemobile.com hat auf Youtube ein Video von jemandem gefunden, der sein iPhone mindestens so liebt wie Jimi seine Gitarre. Viel Spaß beim Ansehen des Videos.

CrunchPad: Spezifikation geändert

Übermorgen ist es ein Jahr her, dass ich das erste Mal über den CrunchPad berichtet habe. Ziel war damals, einen Tablet PC auf Linux-Basis zu erstellen, der nicht mehr als 200 USD kosten sollte. Wie UMPCPortal.com berichtet, wurde die Spezifikation kürzlich zum wiederholten Mal geändert. Positiv ist meiner Meinung nach, dass der CrunchPad jetzt auch ein 3 G-Modem enthalten soll. Schade ist, dass das Gerät nach neuen Schätzungen satte 1,3 kg wiegen wird, was nicht wirklich leicht ist. Nach einiger Zeit, während der man ein Gerät mit diesem Gewicht herumgetragen hat, bekommt man lange Arme. Auch der Preis, der ursprünglich unter 200 Dollar betragen sollte, war nicht zu halten. Inzwischen strebt das Team einen Preis von $ 399 an, also den doppelten ursprünglich angepeilten Preis. Damit ist der CrunchPad nicht mehr wirklich günstig, sondern er ist teurer als ähnlich ausgestattete Geräte, die während der Entwicklung des CrunchPad auf den Markt gekommen sind.

USA: Die Auslieferung des Viliv X70 UMPC verzögert sich

Vorbestellungen für UMPCs von Viliv scheinen unter keinem guten Stern zu stehen. Nach dem Launch des Viliv S5 brach der Server des Importeurs zusammen und machte es den Kaufwilligen unmöglich, ihre Bestellungen abzuschließen. Der Launch des Viliv X70 fiel ins Wasser, weil in der Fabrik nicht alle Komponenten vorhanden waren.

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Die Käufer der vorbestellten 7 Zoll-Geräte erhielten eine Mail, in der sinngemäß folgendes stand: “vielen Dank, dass Sie kürzlich den Viliv X70 bestellt haben. Wir hofften, Ihnen heute die Paketnummer nennen zu können, was aber leider nicht der Fall ist …. die Rezession ist nicht so hart wie vom Hersteller erwartet und MIDs sind in diesem Jahr besonders beliebt. Diese Faktoren haben bei einigen Komponenten zu Lieferschwierigkeiten geführt.”

Eigentlich sollte der X70 seit dem 28. Juli ausgeliefert werden, die Lieferung wurde aber um etwa 2 Wochen auf den 11. August verschoben. Allerdings handelt es sich auch bei diesem Termin um eine Schätzung. Ob die Verzögerungen auch in Europa auftreten werden, ist noch nicht bekannt.

Würden Sie 4.500 Dollar für einen OQO 2+ ausgeben?

Das OQO Model 2+ wurde auf der CES 09 vorgestellt und erzeugte ein großes Echo. Leider musste OQO seinen Betrieb einstellen, bevor das Model 2+ auf den Markt kam. Ein Vorabmodell fand seinen Weg zu eBay, wo es mit wenigen Geboten einen Preis von 4.500 Dollar erzielte. Auch wenn es cool wäre, zu den ganz wenigen Menschen zu gehören, die ein Model 2+ ihr Eigen nennen können, wäre es für mich doch schwer vorstellbar, diesen Preis zu zahlen.