Posts Tagged ‘Microsoft’
Microsoft veröffentlicht Origami 2.0 für Vista Tablet PC und UMPC

Bereits Mitte Juni hat Microsoft Origami 2.0 als kostenfreien Download zur Verfügung gestellt.

Das Add-On soll die Stiftbedienung von Windows Vista mit Hilfe einer zusätzlichen Benutzeroberfläche vereinfachen. In diese neue Bedienoberfläche wurden mehrere Programme, Informationen und Funktionen integiert. Dafür bietet Origami einen aufgeräumten Bildschirm als Ersatz für den Standard-Desktop von Vista und ermöglicht den schnellen Zugriff auf die vier Kategorien Musik, Videos, Bilder und Programme. Zusätzlich enthält Origami ein Bild-Kennwort. Dabei sind vier Bilder mit Tieren, Bienen, Käfern und verschiedenen Gegenständen vorgegeben. Um sich anzumelden, tippt man auf einem Bild die einzelnen Gegenstände oder Tiere in einer vorgegebenen Reihenfolge an. Leider hat das Bildpasswort einen sicherheitsrelevanten Schönheitsfehler: auch wenn Vista so konfiguriert ist, dass komplexe Passwörter erforderlich sind, lässt sich Origami so einrichten, dass das Anklicken eines einzelnen Gegenstandes für die Anmeldung ausreicht. Ob diese Sicherheit ausreicht, muss jeder Anwender für sich entscheiden.

Eine Demo zu Origami 2.0 finden Sie unter http://www.microsoft.com/windows/products/winfamily/umpc/demo.mspx. Leider sind die Screenshots in englischer Sprache, auf der deutschsprachigen Microsoft-Website habe ich keine Demo gefunden. Den Download finden Sie unter http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?displaylang=de&FamilyID=b0edd346-75ba-4185-b6aa-0a49940afbde. Voraussetzung ist Windows Vista SP1.

Bill Gates äußert sich zur Zukunft des Tablet PCs

Auch wenn Bill Gates sich kürzlich in die lange Schlange der Arbeitslosen eingereiht hat ;-) können wir wohl mit Fug und Recht davon ausgehen, dass seine Stimme nach wie vor viel Gewicht bei Microsoft hat. Am 27. Juni dieses Jahres veröffentlichte The Seattle Times ein Interview mit Bill Gates. Darin äußert er sich an zwei Stellen über die Zukunft des Tablet PCs, auch ohne dass er explizit danach gefragt wurde.

Er stellt dabei fest, dass es Millionen Nutzer von Tablet PCs gibt und dass sich die Nutzerzahlen nicht im achtstelligen Bereich bewegen. Es sei aber nur eine Frage der Zeit ist, bis sich dies ändert. Er führt weiter aus, dass Aktivitäten in der visuellen Oberfläche bislang noch Investitionen in Nischenbereiche sind. Innerhalb der nächsten zehn Jahre wolle Microsoft aber erhebliche Summen in diesen Bereich stecken, da das Unternehmen davon ausgehe, dass dies der Mainstream der Zukunft sei. Microsoft würde Aufgaben tendenziell länger als andere Firmen bearbeiten.

Im weiteren Verlauf des Interviews äußerte sich Bill Gates zuversichtlich, dass Steve Ballmer und andere Führungspersönlichkeiten bei Microsoft diesen Kurs beibehalten, auch wenn er selbst er selbst das Unternehmen verlassen habe.

Hoffen wir das beste, liebe Leser und glauben wir ihm diesmal, auch wenn wir in der Vergangenheit mit Microsoft schon so manche Überraschung erlebt haben. Woher ich diese Zuversicht nehme? Nachdem in den ersten Jahren nur wenige Unternehmen Tablet PCs produziert haben, wird die Zahl der Anbieter dieser Technologie immer größer; seit diesem Jahr ist mit Dell auch der Größte der Branche mit einem Tablet PC auf dem Markt vertreten. Gleichzeitig werden Tablet PCs inzwischen auch immer preisgünstiger angeboten, so dass die Geräte für immer mehr Anwender interessant werden. Und wenn Microsoft wirklich so gierig ist wie dem Unternehmen häufig vorgeworfen wird, dann wird es sich diesen Kuchen nicht entgehen lassen und das Feld den Linux-Companies überlassen, oder was meinen Sie?

Das vollständige Interview mit Bill Gates lesen Sie unter http://seattletimes.nwsource.com/html/businesstechnology/2008020141_webgatesqa27.html

Online-Sicherheitstraining von Microsoft

Wie sicher sind Sie im Internet unterwegs? Microsoft hat in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität in München eine Simulationsplattform entwickelt, auf der Sie selbst testen können, ob Sie gefährliche Situationen im Netz erkennen können. Die Plattform finden Sie unter http://www.irbi.de. Dort werden häufig benutzte Anwendungen und Webseiten täuschend ähnlich dargestellt. Die Simulation erlaubt es Ihnen, realitätsnah Erfahrungen mit Bedrohungen zu sammeln, die Ihnen in der Online-Welt zwar begegnen können, die aber doch zu selten sind, um sich und das eigene Verhalten ohne zusätzliche Trainingsmöglichkeit wirklich darauf einzustellen. Wichtige Risiken, für die das System Simulationen bereithält, sind beispielsweise die unterschiedlichen Spielarten des Identitätsdiebstahls, wie sie beim Ausspionieren persönlicher Informationen über Internet-Plattformen oder beim Phishing eine zentrale Rolle spielen. Außerdem simuliert das System unterschiedliche Tricks, mit denen Angreifer Viren und Trojaner auf die PCs von Anwendern schleusen.  Sie bekommen ein unmittelbares Feedback, ob Ihre Entscheidungen richtig oder falsch waren.

Klaus Jansen, Bundesvorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) meint: “Wir begrüßen die Initiative von Microsoft. Der IRBI ist ein wichtiges Werkzeug hin zu einem sicheren Umgang mit dem PC und dem Internet. Die Ludwig-Maximilians-Universität hat eine Methodologie geschaffen, die Psychologie und Verhaltensmuster berücksichtigt, das kann der Schlüssel zum Erfolg sein. Technik allein kann uns hier nicht helfen. Sicheres Verhalten gibt Kriminellen im Netz keine Chance, ein wichtiger Punkt für den BDK.”

Derzeit besteht die Simulation nur aus einem Test, der aus 15 Szenarien besteht. Microsoft plantaber , neue Risiken im Web regelmäßig in IRBI-Simulationen umzusetzen und das System so stets aktuell zu halten.

Die Tablet PC Hardware Guidelines

Microsoft hat recht genau beschrieben, welche Voraussetzungen erfüllen müssen. Sie sind in erster Linie für Hardwarehersteller gedacht. Manchmal ist es aber hilfreich, diese Guidelines zu kennen, wenn es darum geht, das Verhalten des Tablet PC zu verstehen und Anwendungen für den Tablet PC zu entwerfen. Die Richtlinien stellen einen Kompromiss dar zwischen dem Erreichen einer möglichst guten Experience der Endanwender und einer möglichst großen Flexibilität für Hardwarehersteller.

Bitte beachten Sie: die Richtlinien, die Microsoft aufgestellt hat, sind noch erheblich umfangreicher. Ich habe hier nur die wichtigsten Richtlinien extrahiert. Außerdem ist es möglich, dass sich die Richtlinien ändern. Im Zweifelsfall informieren Sie sich auf der Microsoft-Website über die vollständigen aktuellen Richtlinien.

Anforderungen an den Digitizer:

  • Der Digitizer muss an jeder Stelle des Anzeigebereichs des Displays die X- und Y-Position des Stylus exakt angeben, wenn sich die Spitze des maximal 5 mm über der Schreiboberfläche befindet. Ein physikalischer Kontakt ist für die Feststellung der Position des Stylus nicht erforderlich.
  • Wenn der Digitizer aktiv ist, muss er mindestens 100 x pro Sekunde die Stiftposition melden, sowie die Information, ob der Stylus aufgesetzt ist oder nicht. Ist der Digitizer nicht aktiv, kann diese Rate verringert werden, um Strom zu sparen. Sobald der Stift Kontakt zur Monitoroberfläche erhält, muss die Samplerate von 100 x je Sekunde wieder erreicht werden. Microsoft empfiehlt eine Rate von 133 Meldungen je Sekunde.
  • Die Auflösung des Digitizers muss mindestens fünf mal so hoch sein wie die Auflösung der Anzeige der LCDs, mindestens aber 600 DPI. Obwohl eine niedrigere Digitizerauflösung möglich ist, empfiehlt Microsoft eine Auflösung von 1.000 DPI.
  • Die Cursorposition darf innerhalb der gesamten aktiven Oberfläche maximal drei Millimeter von dem Punkt entfernt sein, an dem der Stylus auf die Oberfläche aufgesetzt wird.

Anforderungen an die Powerstati

  • Aus dem Ruhezustand muss der Tablet PC verlässlich in weniger als fünf Sekunden in einen gebrauchsfähigen Zustand hochfahren. Innerhalb dieser Zeitspanne müssen das Bios und der Rechner initialisiert und laufende Anwendungen in den vor dem Ruhezustand vorhandenen Zustand gebracht werden. Die Zeit wird mit der Software BootVis.exe gemessen, das Microsoft als Download bereitstellt. Als normaler Anwender oder Entwickler werden Sie dieses Programm aber nie benötigen.
  • Mit einer vollständig geladenen Batterie muss der Tablet PC den Ruhezustand mindestens 72 Stunden gehalten werden, ohne dass das Gerät an eine externe Stromversorgung angeschlossen wird.
  • Microsoft empfiehlt dringend ein automatisches Ausschalten aus dem Ruhezustand heraus, wenn der Akku fast entladen ist, um einen Datenverlust zu vermeiden.

Anforderungen an die Anzeigemodi

  • Es muss möglich sein, die Anzeigerichtung des Tablet PCs von Hoch- in Querformat und zurück umzuschalten, ohne dass dafür ein Neustart des Rechners erforderlich ist.

Anforderungen an das Verbinden mit der und das Trennen von der Dockingstation

  • Unterstützt der Tablet PC eine Dockingstation, muss es möglich sein, ihn aus der Dockingstation zu entfernen, ohne dass dafür eine Vorbereitung erforderlich ist und ohne dass dadurch Systemstabilitäten auftreten. Alle Geräte, die in die Dockingstation eingebaut oder die mit ihr verbunden sind, müssen das Entfernen des Tablet PC bemerken und sie müssen korrekt funktionieren, wenn der Tablet PC wieder mit der Dockingstation verbunden wird.

CTRL+ALT+DEL oder entsprechende Funktionalität:

  • Ein Tablet PC, an den keine Tastatur angeschlossen ist, muss über einen Hardwaremechanismus verfügen, der der Tastaturkombination Strg+Alt+Entf entspricht.