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CrunchPad: Neuer Prototyp vorgestellt

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Gerade mal ein halbes Jahr ist das Projekt alt, das zum Ziel hat, einen Tablet PC für maximal 200 $ zu bauen. OK, bereits im August 2008 war klar, dass dieses Ziel verfehlt wird. Aber auch der jetzt angepeilte Preis von 299 $ ist niedriger, als ich erwartet hätte.

Der zweite Prototyp, der jetzt vorgestellt wurde, ist mit einem 12-Zoll-Bildschirm mit einem Seitenverhältnis von 4:3, 1 GB Arbeitsspeicher und einem Via Nano-Prozessor ausgestattet. Als Massenspeicher dient ein 4 GB-Flashdrive, das das Betriebssystem, den Browser und den Cache aufnimmt. Außerdem ist das Gerät mit WLAN, einer Kamera und einer “Wasserwaage” ausgestattet (so dass das Gerät durch eine einfache Drehung vom Quer- zum Hochformat und zurück wechselt). Trotz der zusätzlichen Akkus, die die Laufzeit des Geräts ohne Netzanschluss deutlich verlängern, ist das Gerät immer noch leichter als ein 10 Zoll-eePC. Als Betriebssystem dient Ubuntu Linux.

CrunchPad: Der Traum vom Web Tablet für 200 $

Vermutlich ein Fall für das Kuriositätenkabinett, aber irgendwie gehört es halt doch zum Thema. Am 21. Juli veröffentlichte Michael Arrington im beliebten Weblog TechCrunch den Aufruf an die Community, gemeinsam einen Tablet PC auf Linux-Basis zu entwickeln, der im Verkauf an den Endverbraucher nur 200 $ kosten soll.

Grundlage des Aufrufs ist die Erkenntnis, dass nahezu sämtliche Aufgaben, die mit dem PC erledigt werden können, auch online durchführbar sind. Aus diesem Grund sollen auf dem Rechner nur FireFox und Skype laufen und auch hardwaremäßig soll er mit WiFi, eventuell einem USV-Port, 512 MB RAM sowie einem 4-GB-SSD-Laufwerk (statt einer Festplatte) eher rudimentär ausgestattet sein.

Zumindest einen Achtungserfolg kann Michael für seine Idee für sich verbuchen – zwei Wochen nach der Veröffentlichung (http://www.techcrunch.com/2008/07/21/we-want-a-dead-simple-web-tablet-help-us-build-it/) hat sein Post einiges an Staub aufgewirbelt: auf den Post gibt es fast 900 Kommentare und auch die Los Angeles Times schrieb in ihrer Onlineausgabe, dass ein solches Gerät, wenn es wirklich einmal auf den Markt kommen würde, für die Zeitungen eine sinnvolle Ergänzung wäre.

Ob die Idee umsetzbar ist, wird die Zukunft zeigen. Auch wenn die Verwirklichung im Moment eher unwahrscheinlich ist, sollten wir nicht vergessen, dass die meisten von uns vor etwas mehr als 1 1/2 Jahrzehnten Linux auch keine Chancen eingeräumt haben. Und Linux ist bis heute ein Nischenprodukt, das aber seinen festen Platz in der Welt der IT gefunden hat. Vielleicht wiederholt sich die Geschichte ja diesmal im Zusammenspiel mit der Hardware.