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Der Tablet PC auf der CeBIT 2010

Als ich auf der Website der CeBIT 2009 nach Tablet PCs gesucht habe, wurde ich nicht fündig. Die Suchmaschine gab mir keinen einzigen Treffer zurück. Zwar wurden auch im letzten Jahr einige Tablet PCs auf der Messe gezeigt, aber die waren der Messe wohl damals noch keine Erwähnung wert.

In diesem Jahr sieht es etwas anders aus. Die Suche nach dem Tablet PC ergibt immerhin 49 Treffer. Das ist ja schon mal beeindruckend und ich habe einige Hersteller auf ihren Ständen besucht. Teilweise sind kleine Hersteller dabei, die nur einen Tablet PC im Angebot haben, der entweder eine Produktpalette aus Handhelds ergänzt oder es handelt sich um sehr spezielle Geräte, beispielsweise einen Tablet PC, der speziell für den Einsatz in infektiösen Bereichen von Krankenhäusern entwickelt wurde. Besonderheiten dieses Geräts namens Elmi Mobile Tablet PC ET 10 Digital Twinhead ist neben der Sicherung gegen Stöße die Resistenz gegen Desinfektionsmittel. Es handelt sich also keinesfalls um ein Gerät für den Massenmarkt.

Aber auch große Hersteller wie Fujitsu stellen den Tablet PC an prominenter Stelle aus. Das Unternehmen steht mit vier Convertibles auf einem Stand, der in der Halle 15 teilweise im Bereich Planet Reseller und teilweise im öffentlich zugänglichen Bereich liegt. Die Tablet PCs im öffentlich zugänglichen Bereich waren die Geräte, die bei meinem Besuch am meisten umlagert waren. Der Mitarbeiter, der mir die Geräte zeigte, hatte Probleme, überhaupt an den Tisch zu kommen. Er äußerte die Meinung, dass die Tablet PCs in den nächsten ein bis zwei Jahren erhebliche Marktanteile erobern werden. Diese Hoffnung begründete er einerseits mit der Multitouchfähigkeit von Windows 7 und andererseits mit dem Aufsehen, das Apple mit seinem iPad erregt hat bzw. noch erregen wird. Dadurch würde die Aufmerksamkeit auf den Formfaktor Tablet PC gelenkt und jeder, der sich für ein solches Gerät interessiert und der nicht nur ein Lifestyle-Gerät sucht, sondern damit auch arbeiten möchte, kann sich eigentlich nur für einen Tablet PC entscheiden.

Ein Besuch im digitalen Klassenzimmer

Microsoft stellt auf der CeBIT ein digitales Klassenzimmer vor. In diesem Klassenzimmer können die Schüler rechnergestützt unterrichtet werden. Eigentlich ist der Zugang zu diesem Klassenzimmer nur Lehrern in Begleitung ihrer angemeldeten Klasse gestattet oder man muss schon Angela Merkel heißen. Obwohl ich beide Zugangsvoraussetzungen nicht erfülle, hatte ich heute trotzdem einmal die Möglichkeit, mir die Ausstattung des Klassenzimmers aus der Nähe anzusehen, nicht nur durch eine Glasscheibe und ich konnte auch einige Fragen stellen.

Microsoft hat einen Raum aufgebaut, in dem in jeder Stunde eine andere Klasse unterrichtet wird. Die jüngsten Schüler besuchen die dritte Klasse, die ältesten befinden sich gerade im Prozess der Berufsfindung. Entsprechend der Altersstruktur werden den Schülern unterschiedliche Inhalte vermittelt. Die Themenbereiche reichen von Datensicherheit im Netz über Astronomie bis hin zur Klärung der Frage, wie viel IT in den unterschiedlichen Berufen steckt. Die Schüler sind sehr konzentriert und mit Begeisterung bei der Sache, was aber wohl auch daran liegt, dass die Lernmethoden neu und daher spannend sind.

Das Klassenzimmer besteht aus zwei Bereichen – einem Bereich, in dem die Schüler an einem Tisch sitzen und jeweils ein Netbook vor sich haben, auf dem die Programme, mit deren Hilfe sie lernen, installiert sind. Das ist so weit noch nicht allzu spannend und dürfte in etwa der Ausstattung in Schulen entsprechen, die das Glück haben, über ein IT-Bugdet zu verfügen. Interessanter ist die “Tafel”. Sie besteht aus einem Whiteboard, das gleichzeitig ein Monitor ist. Die Oberfläche ist mit Teflon überzogen, so dass sie nicht nur als berührungsempfindlicher Monitor verwendet sondern auch mit beliebigen Stiften beschrieben werden und wieder gereinigt werden kann. Vor allem verfügt sie über die Bildschirmtastatur sowie über die Schrifterkennung von Windows 7, so dass handschriftliche Notizen auf dem Whiteboard sowohl als Grafik gespeichert als auch in Text umgewandelt werden können.

Im zweiten Teil des Raumes sind zwei Surface-Tische aufgebaut, so dass auch ein gemeinsames Lernen in Kleingruppen möglich ist. Auch für diese Geräte wurde spezielle Lernsoftware entwickelt, die die Schüler nutzen können. Verständlich, dass die Schüler begeistert von dieser Lernmethode sind, die Surface-Tische sind auch auch für Erwachsene ein echter Eyecatcher.

Microsoft stellt auf diese Weise verschiedene Möglichkeiten vor, wie heute ein IT-unterstütztes Lernen möglich ist. Allerdings stehen einem verbreiteten Einsatz dieser Technologien doch etliche Probleme entgegen. Zunächst einmal fehlt es der öffentlichen Hand verbreitet an den notwendigen finanziellen Mitteln, die derzeit lieber für die Rettung maroder Banken oder für die massenhafte Verbreitung von Beton (Beispiel dafür ist der Um- bzw. Neubau des Stuttgarter Bahnhofs) ausgegeben werden. Außerdem fehlt es noch an der erforderlichen Software, für deren Planung die althergebrachten Lehrmethoden über den Haufen geschmissen werden müssen. Letztendlich stellt sich noch die Frage, ob die Lehrer in der Lage sind, sich an die neuen und flexibleren Lernmethoden einzulassen. Allgemein gelten die Lehrer ja doch eher als unflexibel, aber vielleicht hat die öffentliche Wahrnehmung wie so häufig nicht viel mit der Realität zu tun.

Leider kann ich im Moment noch keine Bilder liefern, da ich leider eine Kamera ohne Mini-USB-Anschluss mithabe und daher die Bilder nicht auf den Rechner bekomme. Ich werde die Bilder aber nachliefern und dann ggf. auch diesen Artikel noch ergänzen. Es lohnt sich also, noch einmal hier reinzusehen.

Kleine und mittelständische Unternehmen profitieren von der Cloud

Und hier noch eine Pressemitteilung von Microsoft:

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die IT-Anwendungen hosted oder über die Cloud beziehen, sind wirtschaftlich besonders erfolgreich. Mehr als 40 Prozent dieser Unternehmen erzielten in den vergangenen zwölf Monaten Umsatzsteigerungen von 30 Prozent oder mehr. Damit liegen KMUs, die auf Cloud- oder Hosted-Dienste vertrauen, deutlich über ihren Pendants, die keine solchen Services nutzen: 90 Prozent davon mussten im gleichen Zeitraum Umsatzeinbußen hinnehmen. Dies ist eine der Kernaussagen einer weltweit durchgeführten Untersuchung unter mehr als 3.000 KMUs, die von Microsoft in Auftrag gegeben wurde. Der “SMB IT and Hosted IT Index 2010″ betrachtet, wie kleine und mittelständische Firmen die Wirtschaftskrise gemeistert haben und welchen Einfluss dabei Informationstechnologien hatten.

 Zusammengefasst: KMUs sind mit einem blauen Auge durch die weltweite Rezession gekommen. 52 Prozent der befragten Unternehmen konnten in den vergangenen zwölf Monaten sogar Umsatzsteigerungen erzielen. (Ergebnisse in 2008: 38 Prozent). Noch deutlicher ist die Situation in Deutschland. Hier berichten zwei Drittel der kleinen und mittelständischen Unternehmen von Umsatzsteigerungen im letzten Jahr. Damit lagen deutsche KMUs weltweit auf Platz 2. Nur chinesische Firmen konnten das Ergebnis noch überbieten.

 ”Ein zentraler Faktor für diesen Unternehmenserfolg war dabei die Nutzung von Informationstechnologien,” erläutert Martin Berchtenbreiter, Senior Direktor Mittelstand & Partner und Mitglied der Geschäftsleitung, Microsoft Deutschland. “Von den Unternehmen, die IT als geschäftskritisch identifiziert hatten, konnten sich 60 Prozent über Umsatzsteigerungen freuen. Firmen, für die Informationstechnologien keine besondere Rolle spielen, hatten es da schon schwieriger. Nur knapp ein Drittel von ihnen erzielte steigende Umsätze”.

 Relevanz der Wolke wächst

 Für kleine und mittelständische Firmen gewinnt das Trendthema “Cloud” zunehmend an Bedeutung. 35 Prozent der befragten Unternehmen bezeichnen  das Geschäftsmodell, Informationstechnologien nach Bedarf anzumieten, als “attraktiv” für ihre individuellen Anforderungen. Was die tatsächliche Nutzung von Cloud Computing anbetrifft, besteht jedoch noch viel Raum für Engagement: Nur ein Fünftel aller KMUs setzt derzeit auf diese Art der Nutzung von IT. Deutsche Unternehmen liegen dabei mit 21 Prozent knapp unter dem Durchschnitt.

 Anders der Bereich des Hostings. Hier ist die Bereitschaft von KMUs, solche Dienste einzusetzen, deutlich stärker ausgeprägt. Derzeit verwenden bereits 65 Prozent aller KMUs gehostete IT-Anwendungen. Von den Unternehmen, die bislang noch keine “Hosted Services” nutzen, spielen 73 Prozent mit dem Gedanken, dies in Zukunft zu tun. 2008 lag dieser Wert nur bei 44 Prozent.

 ”Unsere Auswertung der Befragung lässt den Schluss zu, dass es eine Korrelation zwischen dem wachsenden Focus auf IT und dem guten wirtschaftlichen Abschneiden von Unternehmen gibt – ungeachtet ihrer Größe und dem Land, in dem sie tätig sind”, erläutert Dale Vile, Research Director von Freeform Dynamics. Das Analystenhaus hat die erhobenen Daten der Studie einer genauen Prüfung unterzogen. “Die Ergebnisse untermauern die Ansicht, dass Technologien und gehostete Dienste selbst kleineren Firmen einen messbaren wirtschaftlichen Vorteil bringen. Es erstaunt mich nicht, dass Investitionen in IT beziehungsweise Hosting Hand in Hand mit guter ökonomischer Performanz gehen.”

 Deutschland führt bei Collaboration-Tools

 Im Ländervergleich zeigen sich recht deutliche Unterschiede, was das Vertrauen in Hosted- oder Cloud-Services im Vergleich zu lokal installierter IT anbetrifft. Deutsche KMUs sind besonders vorsichtig, wenn es um Backup-Daten geht. 78 Prozent halten diese Daten “on-premise” also im eigenen Unternehmen vor. In den USA sowie Asien liegt dieser Wert deutlich unter 70 Prozent. Gleiches gilt für die eigene Webseite. Deutsche Firmen betreiben ihre Unternehmensseite gerne im eigenen Unternehmen (61 Prozent), wohingegen Britische KMUs diese Aufgaben zum gleichen Maß auslagern (66 Prozent). Collaboration-Tools werden in Deutschland dagegen gerne gehostet oder über die Cloud genutzt (27 Prozent). Im Hinblick auf die Nutzung von Werkzeugen zur Team-Zusammenarbeit über das Internet liegen Deutsche Firmen damit deutlich über dem Durchschnitt.

 Die Untersuchung “SMB IT and Hosted IT Index 2010″ wurde zwischen November 2009 und Januar 2010 durch die Vanson Bourne Ltd. durchgeführt. Befragt wurden 3.193 kleine und mittelständische Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern in Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Südafrika, Spanien, UK, USA, Australien, China, Indien, Japan, Südkorea und Singapur über unterschiedliche Wirtschaftszweige hinweg.

Auch wenn ich die Euphorie nicht so recht teilen kann (die Gefahren und vor allem der Datenschutz werden werden gerne ausgeklammert) dürfte eines wohl klar sein: die Zukunft liegt in der Cloud, besonders von mobilen Anwendern und damit schwerpunktmäßig von Anwendern der Tablet PCs und Laptops.

Speed Dating mit dem Geobusiness

Mit einer ungewöhnlichen Veranstaltung macht das Center for Geoinformation auf der CeBIT 2010 auf seine Branche aufmerksam: Es lädt Interessierte am Mittwoch, 3. März, um 17 Uhr zum Speed Dating GeoBusiness ein.

Die Veranstaltung bietet Besuchern in kompakter und unterhaltsamer Form die Gelegenheit, mehr über Geoinformationen und ihre Nutzung zu erfahren. Nach der Themeneinführung anhand eines Praxisbeispiels folgt ein Rundgang, bei dem drei bis fünf Geodaten-Services vorgestellt werden. Neben einem allgemeinen Geoinformationsbereich stehen Themen wie GeoWeb-Services, Sicherheit und Katastrophenschutz oder Stadtmarketing auf dem Programm. Beim anschließenden Get-together besteht die Möglichkeit, Themen aus den Führungen aufzugreifen und sich umfassender zu informieren.

Das dürfte sicher ein interessanter Termin für morgen sein. Ich würde ihn gern wahrnehmen, doch ich bin ja auch morgen noch auf dem Microsoft-Stand engagiert, so dass dieser Termin leider ohne mich stattfinden muss.

Und jetzt beseitigt die Software ihre Bugs selbst?

Und hier noch eine Meldung aus der CeBIT-Schmiede:

Kleine Softwarefehler können große Computerprogramme plötzlich abstürzen lassen und so beispielsweise ganze Flughäfen lahmlegen. Mit Pachika machen Informatiker der Universität des Saarlandes auf der CeBIT 2010 jetzt Schluss mit solchen Super-GAUs. Der Grund: Mit dem neuen Verfahren werden diese Fehler gleich entdeckt und automatisch behoben.

Hintergrund: Pachika ist der ostafrikanischen Sprache Suaheli entnommen und bedeutet so viel wie einsetzen und reparieren. Genau dies macht die neu entwickelte Softwarebibliothek. Sie wird in ein bestehendes Computerprogramm eingefügt und beobachtet dort, ähnlich wie eine Überwachungskamera, was das Programm während seiner Ausführung genau macht. Hängt sich das Programm an einer bestimmten Stelle selbst auf oder stürzt es komplett ab, analysiert das Pachika-System sofort, wie sich der fehlerhafte Programmlauf von den vorhergehenden unterschieden hat. Ohne Eingreifen eines Programmierers repariert das System diese Fehlfunktion dann automatisch.

Handelt es sich hier um schwarze Magie oder um Hexerei? So genau weiß ich das jetzt auch nicht, aber wenn wir die Pressemeldung mal Schritt für Schritt betrachten, löst sich die Frage schon etwas aus. Zunächst einmal beobachtet die Software den Code, den die Anwendung ausführt. Das ist nichts besonderes, sondern wird von jedem Coverage Profiler seit mindestens zehn Jahren erledigt. Anschließend analysiert die Software den Unterschied der Aktion, die zum Absturz geführt hat, von ähnlichen Aktionen, die anstandslos erledigt wurden. OK, dabei kann die Software durchaus auf einen Bug im ausgeführten Programm hinweisen. Aber wie die Software das Programm korrigieren soll, ist mir schleierhaft. Woher weiß sie, das passieren sollte und wie die Anwendung geplant war? Ich kann mir das wirklich nicht vorstellen.

Nebenbei bemerkt sind die Fehler, die eine Anwendung zum Absturz bringen, die “guten” Fehler. Diese Fehler bemerkt der Anwender schließlich sofort. Viel schlimmer sind doch die Fehler, die ein scheinbar gültiges Ergebnis bringen. Stellen Sie sich eine Buchhaltungssoftware vor, die die Umsätze zu hoch berechnet. Dass hier ein Fehler in der Software vorhanden ist, merkt der Anwender im Worst Case erst, wenn er zahlungsunfähig ist. Diesen Fehler bemerkt die Software aber nach den Angaben in der Pressemitteilung nicht.

Online-Unterschriften sparen Kosten und Papier

Modellrechnungen aus dem Bankenbereich belegen: Die vermeidbaren Aufwendungen bei der Erstellung, Bearbeitung, Ablage und Archivierung sowie Beschaffung der Formulare summieren sich auf bis zu zwei Euro je Dokument. Papierloses Arbeiten spart Geld. Kein Wunder, dass die Einbindung eigenhändiger Unterschriften in den digitalen Workflow zunehmend an Bedeutung gewinnt. Eine innovative Lösung zur papierlosen Erfassung im mobilen Einsatz ist das ebenso robuste wie leichte SignPad Compact, das auf der CeBIT 2010 Premiere feiert.

Die Unterschriftensignale werden mit einem aktiven Digitizer aufgenommen, deshalb soll es keine Störsignale geben, wenn man mit dem Handballen das Unterschriftenfeld berührt. Eine spezielle Software verbindet den Inhalt des Dokuments und die Unterschrift direkt nach der Unterzeichung und erzeugt eine eindeutige Kennung, welche spätere Manipulationen dokumentiert. Die Echtheit der Unterschrift kann durch eine Kombi-Prüfung belegt werden, bei der sowohl die statischen als auch die dynamischen (biometrischen) Merkmale mit Referenzdaten einer Unterschrift verglichen werden. Die Idee, die Vorteile von biometrischen Signaturen und kryptografischen Verfahren zusammen zum Einsatz zu bringen, wurde vom IT-Sicherheitsverband TeleTrusT mit dem Innovationspreis 2009 ausgezeichnet.

Intelligente Theke für die kleine Kneipe

Elektronische Schanksysteme sind eigentlich nichts Neues. Bisher waren sie allerdings für Eckkneipen viel zu umfangreich und zu teuer. Forscher der Technischen Universität Clausthal sind jetzt aber mit einer Neuentwicklung auf der CeBIT 2010, die sicher viele Wirte begeistern wird: der “intelligenten Theke” für kleine Kneipen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen besteht das System aus einzelnen Modulen, die nach und nach installiert werden können. Der Einstieg zu einer Kneipe mit cleverer Theke könnte ein Modul sein, welches hilft, den Überblick über verkaufte Getränke zu bewahren und verhindert, dass zum Beispiel zu viel Bier ins Glas gezapft wird. Der Bierverbrauch soll sich so um bis zu acht Prozent reduzieren lassen.

Hinter diesen praktischen Vorzügen steckt natürlich ausgeklügelte IT. Besser gesagt haben die Forscher eine softwarebasierte, dynamische Infrastruktur (Middleware) entwickelt, die garantiert, dass die einzelnen Module wie Zapfhahn oder Kasse sowohl unabhängig betrieben werden, aber auch als Bestandteil eines verteilten Systems mit den anderen kommunizieren und kooperieren können.

So weit die Pressemitteilung. Aber mal ehrlich – die Kneipe, die durchschnittlich acht Prozent zu viel Bier ausschenkt muss vermutlich noch gebaut werden, genau wie das Bierglas, in das durchschnittlich acht Prozent zu viel ausgeschenkt werden können, wohl noch hergestellt werden muss. Außerdem besteht der Charme einer Eckkneipe doch wohl gerade darin, dass dort nicht alles IT-gesteuert ist.

Microsoft und XING vernetzen sich in Outlook 2010

Derzeit kommen Unmengen an Pressemitteilungen von der CeBIT und von Unternehmen, die auf der CeBIT ausstellen. Eigentlich wollte ich es ja nicht machen – aber da ich festgestellt habe, dass viele Leser über Suchmaschinenanfragen in diesen Blog kommen, die sich auf die Themen der CeBIT beziehen. Daher veröffentliche ich hier doch ausgewählte Pressemitteilungen, teils mit mit, teils ohne Kommentar. Wenn ich keinen Kommentar abgebe, bedeutet dies nicht zwingend, dass ich den Aussagen in der entsprechenden Pressemitteilung zustimme, sondern teilweise sind mir die Pressemitteilungen nicht wichtig genug, um etwas eigenes dazu schreiben, teilweise wird mir auch die Zeit und/oder die Energie fehlen, die Mitteilungen zu kommentieren. Ich hatte ja bereits geschrieben, dass ich die ersten drei Tage auf dem Microsoft-Stand bei der Anwenderhilfe stehen werde. Und ein Messetag als Aussteller ist Hardcore – er macht durchaus Spaß, aber er schlaucht auch. Und da die Meldungen aktuell sein sollen, will ich auch nicht warten, bis ich wieder relaxt bin… Egal, hier die erste der Pressemitteilungen:

Erste Partnerschaft für den Outlook Social Connector mit größtem Business-Netzwerk in Deutschland

Unterschleißheim/Hamburg, 1. März 2010. Microsoft Deutschland und das Business-Netzwerk XING haben auf der CeBIT 2010 in Hannover eine Partnerschaft für den Outlook Social Connector angekündigt. Damit wird der Outlook-Posteingang künftig auch für deutsche Nutzer zur Nachrichtenzentrale, die sie über die Aktivitäten ihrer Business-Kontakte auf dem Laufenden hält. Voraussichtlich zeitgleich mit dem für Juni dieses Jahres geplanten Start von Microsoft Outlook 2010 wird das XING-Plugin unter www.xing.com/outlook zur Verfügung stehen. Die aktuelle Version des Outlook Social Connector steht unter http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?displaylang=en&FamilyID=c87e257c-d76f-4785-a09b-af36babd6e32 bereit.

XING ist das bekannteste und meistgenutzte Business-Netzwerk in Deutschland. Über 8 Millionen Geschäftsleute und Berufstätige nutzen XING für Beruf sowie Karriere und pflegen über die vielfältigen Networking-Funktionen ihre Kontakte.

Konkret haben die Nutzer durch die Integration folgende Vorteile:

- Vielzahl von Informationen auf einen Blick: XING-Mitgliedern werden direkt in Outlook Zusatzinformationen wie Profilbild, Position oder Unternehmen anderer Mitglieder angezeigt, mit denen sie Mails austauschen

- Aktivitäten nachverfolgen: Mitglieder sehen in Outlook die Netzwerk-Updates und Statusnachrichten ihrer beruflichen XING-Kontakte und bleiben so auf dem Laufenden über deren Aktivitäten

- Outlook immer aktuell: Die eigenen XING-Kontakte werden inklusive Kontaktinformation und Profilbild in Outlook übernommen. Bei Änderungen der Kontaktdaten werden die neuen Informationen automatisch mit Outlook synchronisiert. Sofern Outlook mit dem Handy synchronisiert ist, werden die Informationen auch dort automatisch auf den neuesten Stand gebracht.

- Das eigene Netzwerk erweitern: XING-Mitglieder können ihr persönliches Netzwerk direkt von Outlook aus erweitern, indem sie Outlook-Kontakte, die noch nicht bei XING sind, per Klick einladen.

Dabei behalten die Nutzer die volle Kontrolle über ihre Daten: Ihre individuellen Privatsphäre-Einstellungen auf XING definieren auch im Zusammenspiel mit Outlook, welche Informationen zur Verfügung stehen sollen und welche nicht.

“Die Kooperation mit Microsoft bringt die Vorzüge des erfolgreichsten Business-Netzwerkes Deutschlands mit denen der im Berufsalltag beliebtesten Kommunikationsform zusammen”, sagte Dr. Stefan Groß-Selbeck, CEO der XING AG. “Es vereint die beiden zentralen Elemente der beruflichen Online-Existenz: das persönliche Netzwerk und das eigene Postfach.”

Outlook Social Connector

Der Outlook Social Connector (OSC) integriert die Kommunikations-Historie sowie Feeds aus Unternehmensnetzen und sozialen Netzwerken in Outlook. Er bringt Freunde, Familie und Kollegen auf einer Ebene zusammen, so dass Nutzer einfacher mit ihnen in Kontakt bleiben können. Durch die Technologie entfällt für den Anwender das Wechseln zwischen verschiedenen sozialen Netzwerken und dem Posteingang, dem Kalender und Anhängen in Outlook. So spart der OSC Zeit und erhöht die Produktivität der Nutzer. Zudem hat der Anwender einen besseren Überblick über seine Kommunikation mit Kollegen, da der Outlook Social Connector diese Informationen in einem Kommunikationsfeld zusammenfasst und übersichtlich darstellt.

“Für die Nutzung von E-Mail, Kalender und Kontakten bietet der Outlook Social Connector viele neue, praktische Funktionen”, erklärt Christian Mehrtens, Direktor Business Group Information Worker der Microsoft Deutschland GmbH. “Durch die Einbindung des größten deutschen Business-Netzwerks XING verbessern und erleichtern wir die berufliche Kommunikation vieler Anwender, wodurch sie wertvolle Zeit gewinnen.”  

Der Outlook Social Connector ist in der finalen Version von Outlook 2010 enthalten. Diese wird noch in der ersten Jahreshälfte 2010 verfügbar sein. Die Beta-Version steht unter http://www.Office.com/beta zum Download bereit. Der Outlook Social Connector ist ebenfalls lauffähig mit Outlook 2003 und 2007. Weitere Angaben zu den Systemvoraussetzungen finden sich unter http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?displaylang=en&FamilyID=c87e257c-d76f-4785-a09b-af36babd6e32. Entwickler können mit dem Outlook Social Connector Software Development Kit (SDK) soziale Netzwerke von Drittanbietern einbinden.

Unter der Voraussetzung, dass der Social Connector wirklich gut implementiert wird, ist das wohl eher eine gute News. Outlook ist eh’ schon mehr als ein Mailprogramm und wird vor allem in größeren Firmen als Kommunikationszentrale verwendet. Mit der Vernetzung mit Xing gewinnt Outlook noch mehr. Es wird weiter zu einer zentralen Anwendung für alle geschäftlichen und auch privaten Kontakte. Ich nutze Xing und Outlook selbst und würde es auf jeden Fall gut finden, wenn beide Plattformen vernünftig miteinander vernetzt würden. Ich werde mir die Beta auf jeden Fall ansehen, wenn ich aus Hannover zurück bin. Hier kann ich es nicht testen, da ich auf dem Laptop die Beta von Office 2010 installiert habe und die Pressemitteilung eindeutig aussagt, dass bislang nur Office 2003 und Office 2007 unterstützt werden.

Neu auf der CeBIT 2010 – die singende Glühlampe

Von einer Glühlampe erwarten wir, dass sie Licht spendet – mehr nicht. Sensor Industries bringt mit seiner Singing bulb eine Lampe zur CeBIT 2010, in der im wahrsten Sinne des Wortes Musik steckt mit.

Rein äußerlich unterscheidet sich die Singing bulb kaum von einer herkömmlichen Energiesparlampe. Hinter ihrem Glas verbergen sich neben neun (erhellenden 0,5 Watt) LEDs aber auch ein 2,4-GHz-Wireless-Receiver und ein 2-Watt-Lautsprecher. Dadurch lässt sich die singende Glühlampe beispielsweise vom MP3-Player ansteuern und spendet Licht sowie ungewöhnlichen Musikgenuss.

Sie finden die singende Lampe in Halle 17 auf Stand C35 (D1) im Hong Kong Pavilion

Wie sag’ ich es meinem Tablet PC? – Philosophen geben Antwort

Erstaunlich: Die Philosophische Fakultät der Friedrich Schiller Universität Jena gehört zu den Ausstellern der CeBIT 2010. Grund: Sie präsentiert Optimierungen für sprachbasierte Anwendungen im IT-Bereich.

Der Lehrstuhl für Indogermanistik informiert gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik im future parc über das ForMaT-Projekt. Hier wird dem User auf den Mund geschaut, um IT-Systeme die Bedeutung hinter der Worthülse erkennen zu lassen. Forschung, die beispielsweise hilft, Übersetzungs- und Verständnishilfen zu leisten oder Textbausteine für Suchfunktionen zu liefern.

Offensichtlich kommen die Jenaer wohl eher mit Grundlagenforschung und es wird noch einige Zeit dauern, bis wir von den Erkenntnissen profitieren können. Wenn es aber möglich wird, die Spracherkennung zu verbessern, wäre dies ein Fortschritt. Windows enthält zwar eine solche Funktionalität, aber ehrlich gesagt ist sie – lassen Sie es mich wohlwollend ausdrücken – grottenschlecht. Sie reicht zwar aus, um den Tablet PC mit gesprochenen Befehlen zu steuern, aber wirklich interessant wird sie erst, wenn es möglich ist, freie Texte flüssig zu diktieren. Hier versagt die Spracherkennung von Windows total. Dragon Naturally Speaking erledigt diese Aufgabe zwar etwas besser, aber bei meinem letzten Versuch mit dieser Software gab es immer wieder Probleme, sobald irgendwelche Hintergrundgeräusche auftraten. Und wer hat schon immer einen schalldichten Raum parat? Würde die Software das Diktat nicht nur erkennen, sondern auch verstehen, könnte sie die nicht gewünschten Nebengeräusche herausfiltern und auf diese Weise die Qualität der Spracherkennung deutlich verbessern.