Archive for the ‘XTOPIA’ Category
Mit dem Tablet PC jetzt schon Anwendungen für Windows Phone 7 entwickeln

Microsoft hat eine erste CTP von Visual Studio 2010 Express for Windows Phone zum Download bereitgestellt. Im Moment steht die CTP nur in englischer Sprache zur Verfügung. Außerdem werden sich bis zum engültigen Release noch erhebliche Veränderungen ergeben, weshalb Microsoft empfiehlt, diese CTP auf einem separaten Rechner zu installieren. Mit dieser CTP ist es bereits jetzt möglich, Anwendungen für Windows Phone 7 zu erstellen und sich mit den neuen Bedingungen der Programmierung für das kommende Betriebssystem für Mobiltelefone vertraut zu machen, auch wenn noch keine Mobiltelefone verfügbar sind, auf denen die erstellten Anwendungen ausführen lassen.

Trotzdem ist es möglich, die entwickelten Anwendungen zu testen. Visual Studio 2010 Express for Windows Phone enthält einen Emulator, auf dem sich die Anwendung wie auf einem Mobiltelefon anzeigen und nutzen lässt. Wird die CTP auf einem multitouchfähigen Tablet PC installiert, lassen sich auch die Multitouchfähigkeiten von Windows Phone 7 nutzen, da die Multitouchfähigkeit des Hostrechners an den Emulator weitergegeben wird.

Allerdings müssen sich sowohl Anwender als auch Entwickler auf etliche Änderungen einstellen. Einige dieser Änderungen sind vorbehaltlos zu begrüßen, während andere doch erhebliche Zweifel aufwerfen. Hier in zufälliger Reihenfolge einige der Änderungen:

  • Windows Phone 7 unterstützt kein Multitasking mehr. Damit wird es vermutlich nicht mehr möglich sein, unterwegs Musik zu hören, während man gleichzeitig seine E-Mails bearbeitet. Während die nächste Generation des iPhones auch Mulitasking beherrscht, geht Microsoft hier leider den umgekehrten Weg. Der Sinn dieser Änderung erschließt sich mir bislang noch nicht. Die geringfügig längere Lebensdauer des Akkus gleicht den Komfortverlust meiner Meinung nach nicht aus.
  • Es wird erheblich weniger Farbe geben. Der Desktop von Windows Phone 7 ist weiße Schrift auf schwarzem Grund. Weniger bunte Farben einzusetzen macht die Oberfläche sicher besser bedienbar, aber die Farbwahl ist zumindest gewöhnungsbedürftig. Wie sinnvoll sie ist, wird erst der Einsatz in der Praxis zeigen. Auf den allerersten Blick erinnert die Farbwahl an die guten alten Zeiten und DOS und dem Norton Commander mit seiner Blöckchengrafik (na gut, diese Bemerkung ist etwas polemisch).
  • Die Kompaktversion des SQL Servers wird zumindest in der ersten Version unter Windows Phone 7 nicht laufen. Frank Prengel zeigte sich auf der Extopia kompakt aber zuversichtlich, dass nach kurzer Zeit findige Entwickler andere Lösungen für das Speichern strukturierter Daten anbieten werden. Vielleicht C-ISAM für Windows Phone?
  • Es wird nicht mehr möglich sein, “einfach so” Anwendungen zu entwickeln und anschließend zu vertreiben. Alle Anwendungen für Windows Phone 7 müssen ein Zertifikat von Microsoft erhalten und dürfen nur über den Marketplace von Microsoft vertrieben werden. Microsoft hat auch angekündigt, dass die Anwendungen vor der Veröffentlichung durch Microsoft überprüft werden. Ich hoffe nur, dass sich die Überprüfung der Anwendungen nicht auf die Einhaltung formaler Kriterien beschränkt, sondern sich auch auf die Nutzbarkeit der Anwendung erstreckt. Ich habe selbst eine Anwendung für Windows 6.5 vom Marketplace heruntergeladen, die so chaotisch geschrieben wurde, dass mir die Lust auf weitere Käufe auf dieser Plattform derzeit vergangen ist. Außerdem wäre es sicher interessant zu erfahren, welchen Anteil am Verkaufspreis Microsoft verlangt. Hoffentlich ist der Anteil geringer als bei Apple, wo für die Entwickler kaum etwas übrigbleibt.
  • Inhouse-Entwicklungen müssen nicht über den Marketplace installiert werden, sondern für Anwendungen für den eigenen Gebrauch können separate Zertifikate erworben werden. Nähere Informationen sind aber bei Microsoft derzeit noch nicht erhältlich.
  • Bislang konnten die Hersteller von Mobiltelefonen die Startseite weitgehend selbst gestalten und ihren Geräten damit ein einmaliges Aussehen geben. Dies wird unter Windows Phone 7 nur noch eingeschränkt möglich sein. Die obere Hälfte des Startbildschirms wird von Microsoft festgelegt und kann nicht verändert werden. Diese Änderung ist verständlich, da Microsoft möchte, dass die Mobiltelefone sofort als Windows-Handy erkannt werden.
  • Außerdem orientiert sich die Gestaltung der Benutzeroberfläche mehr als früher an den Piktogrammen, die uns auch sonst überall im täglichen Leben begegnen. Während ich andere Neuerungen an der Oberfläche von Windows Phone als eher gewöhnungsbedürftig empfinde, kann ich mir hier schon vorstellen, dass sie die Telefone intuitiver bedienbar macht. Die Oberfläche imitiert jetzt nicht mehr den Desktop des PCs, sondern orientiert sich stärker an den Anforderungen an Mobiltelefone.
  • Schade finde ich, dass Windows Phone 7 keine Eingabe mit dem Stift mehr unterstützt. Bereits jetzt akzeptieren einige Telefone mit Windows 6.5 mobile keine Stifteingaben. Ein Beispiel dafür ist das HTC HD2. Vielleicht liegt es ja an meinen Wurstfingern, aber in einigen Fällen liegen die Elemente so dicht beieinander, dass die Bedienung zum Glücksspiel wird. Ein Beispiel dafür ist die Aufgabenliste von Outlook Mobile. In diesen Fällen würde ich mir schon die Stifteingabe zurückwünschen.
  • Dass Entwickler keinen programmgesteuerten Zugriff auf die Hardware mehr haben werden ist für sich gesehen kein Nachteil und dient der Sicherheit.
Die XTOPIA 08 geht zu Ende – Ein Fazit

Nun haben wir Dienstag, die Mittagspause ist vorbei und die ersten Teilnehmer gehen bereits auf die heimreise. Zeit für ein Fazit.

Insgesamt war die Veranstaltung wohl nicht so gut besucht wie sich Microsoft das vorgestellt hatte. Auf jeden Fall war das ICC Berlin einfach zu groß für diese Veranstaltung, so dass es außerhalb der Vortragssääle manchmal doch etwas einsam war. Damit wir uns nicht falsch verstehen – die XTOPIA 08 war trotz allem ein Erfolg. Es gab begeisternde neue Technologien zu sehen, teilweise sehr interessante Vorträge, aber auch die Vorträge, mit denen ich nicht so viel anfangen konnte, wurden durch hervorragende Sprecher gehalten. Ich hätte mir aber doch gewünscht, dass die XTOPIA wie im letzten Jahr im Kosmos stattgefunden hätte.

Alles in Allem hat die XTOPIA viel Spaß gemacht. Jetzt warte ich gespannt auf das Technical Summit, das morgen mit der Prekonferenz beginnt.

Neue Interfaces

Wolfgang Henseler (Syzygy Deutschland GmbH) 

Der Vortrag begann mit einem Überblick über die Entwicklung der Benutzeroberflächen der Rechner, von den ersten Anfängen 1945 bis 1993. Im Jahr 1993 gab es den ersten PDA von Apple, der bereits einige Intelligenz enthielt, aber aus politischen Gründen in der Schublade verschwand.

Derzeit leben wir in einer Welt, in der aus Single Multi wird – aus Singleuser wird Multiuser, als Singletouch wird Multitouch…

Auch die natürlichen Oberflächen, beispielsweise von Surface, sind (noch) nicht alle Arbeitsvorgänge intuitiv, sondern auch die dort erforderlichen Gesten müssen erlernt werden.

Die Schnittstellen zwischen den Geräten werden immer immaterieller, ein Beispiel dafür ist die Übertragung von Daten aus einer Kamera oder einem Mobiltelefon, wenn dieses Gerät auf Surface abgelegt wird.

Herr Henseler stellt eine Reihe studentischer Projekte vor, in denen Studenten die Grenzen des heute machbaren ausloten. Auffällig war dabei, dass diese Projekte eines gemein haben: die Übertragung und Speicherung der Daten wird immer weiter automatisiert und der Mensch verliert mehr oder weniger die Kontrolle über seine Daten bzw. er muss die Daten, die er nicht speichern möchte, manuell löschen. Ich hoffe, dass diese Projekte nicht in dieser Form verwirklicht werden. Trotzdem kann ich den Arbeiten eine gewisse Faszination nicht absprechen.

Surface: Multitouch User Experience

Sprecher: Tom Acland und Wolfgang Tittmann (Neue Digitale)

Die Besonderheit von Surface ist die Natürliche Benutzeroberfläche (NUI = Natural User Interface). Zwischen dem Benutzer und dem Gerät befinden sich keine anderen Geräte wie eine Maus oder eine Tastatur. Stattdessen kann der Anwender direkt die Objekte berühren, die er bearbeiten will. Dadurch sinkt die Hemmschwelle, diese Technik zu nutzen.

Ein erster praktischer Einsatzbereich ist der Verkaufsbereich von AT&T. Die Company setzt Surface in fünf US-amerikanischen Filialen ein, wo das Gerät wahlweise vom Kunden oder von einem Verkäufer bedient werden. Ein weiteres Beispiel ist das Sheraton Hotel, das die Geräte in der Lobby aufgestellt hat, damit die Gäste sich Informationen beschaffen können. Die Rio iBar nutzt mehrere Tische mit Surface für Flirt- und Unterhaltungsspiele. Außerdem ist es dort möglich, über Surface seine Getränke zu bestellen.

Die Interaktion geschieht in der Regel über Gesten, auch wenn es möglich ist, eine Maus und/oder eine Tastatur zu verwenden.

Auch wenn im Hinblick auf die Gesten noch viel Forschung erforderlich ist, gibt es doch bereits einige Gesten, die sich zum Quasistandard entwickelt haben. Es gibt aber auch bereits komplexe Gestensprachen, die aber einen Lernaufwand erfordern.

Herr Tiemann führt aus, dass bei der Entwicklung ein überraschend großer Mehraufwand entstand. Dabei hat es sich als sinnvoll erwiesen, die Anwendungen so schnell wie möglich am Tisch zu testen. Die Performanceprobleme wurden eliminiert, indem alle unnötigen Features aus der Software entfernt wurden.

Falsch wäre es, vom Rechnermonitor und der gewohnten Interaktion auszugehen und die vorhandenen Erfahrungen eins zu eins auf das neue Medium zu übertragen. Dafür ist ein Umdenken erforderlich. So ist der Finger hier kein Ersatz für die Maus, sondern die Maus war immer ein Vehikel, um die natürliche Arbeitsweise auf den PC zu übertragen. Die Hand muss als natürliches Arbeitsmittel betrachtet werden.

Microsoft Surface ist ein Tisch mit den Maßen 107 x 53 x 56 cm (L/B/H) und einer Arbeitsfläche mit einer Diagonale von 30 Zoll.

Ein einzelner Nutzer wird sich in der Regel an die Breitseite des Tisches setzen, so dass er die Arbeitsfläche möglichst gut ausnutzen kann. Zwei Nutzer werden sich in der Regel an gegenüberliegende Seiten setzen, vier Nutzer wahlweise jeweils an eine Seite oder an eine Ecke. Dabei ist klar, dass die Arbeitsbereiche der Anwender nicht klar gegeneinander abgegrenzt sein können, sondern dass sie sich überschneiden.

Ein typischer Einsatzbereich von Surface ist eine Beratungssituation, in der sich Fragesteller und Berater gegenübersitzen. Dafür ist es erforderlich, dass die Dokumente gedreht werden können, damit jeder der Gesprächsteilnehmer die Dokumente in der richtigen Richtung betrachten und bearbeiten kann. Diese Interaktion wird erweitert, indem Geräte auf Surface abgelegt werden können und die dann ihre Daten mit Surface oder untereinander austauschen können.

Die Vorteile von Surface liegen in der Mulituserfähigkeit, der einfachen Interaktion sowie die Unterstützung der Interaktion der Nutzer untereinander, wodurch diese Interaktion verbessert wird.

Vectorform stellt Surface vor

Im Ausstellungsbereich der XTOPIA 2008 hat die Fa. Vectorform einen Stand, an dem sie einen Surface-Rechner vorstellt. Nach meinem Wissen ist dies das erste Mal, dass ein solcher Rechner in Deutschland öffentlich gezeigt wird.

Was ist Surface? Es handelt sich hierbei um eine neue Rechnergeneration, die zunächst einmal durch ihre neue Form auffällt. Es handelt sich um einen Tisch, dessen Tischplatte durch den Monitor gebildet wird. Auch die Bedienung geschieht über die Anzeigefläche. Als Betriebssystem dient Windows Vista; für die Entwicklung ist noch ein SDK erforderlich, das die erforderlichen Funktionalitäten bereitstellt. Surface ist multitouchfähig und es ist möglich, die Anzeige stufenlos zu rotieren.

Ich habe mit meiner Kamera ein kurzes Video aufgenommen, das aber leider aufgrund der suboptimalen Lichtverhältnisse recht schlecht zu erkennen ist. Außerdem ist es etwas verwackelt, da ich mit der Kamera ohne Stativ senkrecht nach unten filmen musste. Trotzdem finde ich, dass das Video recht beeindruckend ist.

Es zeigt einen Teil der Funktionalität einer Real World-Anwendung, die derzeit für BMW entwickelt wird. Sie dient dem Zusammenstellen des Wunschautos des Kunden. Nach der Modellauswahl ist es möglich, beispielsweise die Farbe des Fahrzeugs auszuwählen, einfach indem ein “Bauklötzchen” in der gewünschten Farbe auf die Oberfläche gelegt wird. Soll die Farbe doch noch geändert werden, wird einfach ein weiteres “Bauklötzchen” dazugelegt. Auch andere Ausstattungsmerkmale lassen sich mit dieser Anwendung auswählen, auch der Innenraum. Stellen Sie sich vor, Sie suchen sich die Sitzbezüge Ihres neuen Fahrzeugs aus, indem Sie ein Stück des Bezugsstoffs oder -leders nehmen und auf den Monitor legen.

Das ist nur ein Beispiel für die vielen Einsatzmöglichkeiten für Surface. Stellen Sie sich einen Architekten vor, der mit dem Kunden zusammen das geplante Haus plant und das Aussehen verändert, indem einfach entsprechende Klötzchen auf die Anzeige gelegt werden.

Was wir von der Natur lernen können

Referent: Franz Koller (UID)

Dieser Vortrag ist kurzfristig ins Programm gekommen, da ein anderer Sprecher aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen ist. Thema ist die User Experience.

Usability + irgendetwas = User Experience

Die Usabilty soll Stress verhindern und Barrieren beseitigen. Fehlende Usability macht unzufrieden und ist messbar. die User Experience ist dagegen eher subjektiv und daher auch von der Tagesform des Anwenders abhängig.

Franz Koller zeigt anhand verschiedener praktischer Beispiele, was Usability und User Experience bedeuten. Teilweise waren sie sehr beeindruckend, teilweise riefen sie lediglich Kopfschütteln hervor. Es würde aber den Rahmen dieser Berichterstattung sprengen, die Beispiele zu beschreiben. Trotz allem waren die Beispiele aber keine Zeitverschwendung.

Zu den Inhalten des Vortrags nur noch kurz einige Bemerkungen:wichtig für eine gute User Experience sind vor allem gute nutzbarkeit und auch Schönheit. Eine Website, die als schön empfunden wird, bleibt länger im Gedächtnis. Schönheit ist sogar messbar, auch wenn ich mir das nie hätte vorstellen können. In einer Studie wurden Probanden unterschiedliche Webseiten nur kurze Zeit angezeigt. Die Testteilnehmer sollten anschließend die Schönheit der Webseiten bewerten. Dabei wurden erstaunlich hohe Übereinstimmungen festgestellt. Ist eine software schön gestaltet, schätzen die Anwender die Usability dieser Software als höher ein, was zu einer verbesserten UX führt.

Montag, der Tag eins der Hauptkonferenz

Nachdem der gestrige Tag eher zum Aufwärmen geeignet war, geht es heute richtig los. Dass heute erheblich mehr Teilnehmer anwesend sein würden fiel gleich bei der Registrierung auf, wo sich heute die auf Microsoft-Veranstaltungen üblichen Schlangen bildeten, auch wenn si nicht so lang waren wie in anderen Jahren. Hier ein erster Eindruck:

Auch an anderen Stellen hat sich seit gestern viel getan. Vor allem ist der Ausstellungsbereich jetzt fertig, der gestern noch nach Baustelle aussah, so dass man sich kaum vorstellen konnte, dass er bis heute wirklich fertig werden würde. Bislang bin ich nur kurz über den Bereich gegangen, aber selbst bei einer flüchtigen Betrachtung fallen einem doch einige interessante Stände ins Auge, über die ich in weiteren Blogeinträgen berichten werde.

Als Blogger auf der XTOPIA

So, die ersten vier Stunden haben wir hinter uns, jedenfalls so gut wie. Mittlerweile ist auch die BloggerZone fertig eingerichtet. Die Sitzkissen sind angeliefert und langsam kommen auch die Blogger an und nehmen die Zone in Besitz. Hier ein erster bildlicher Eindruck von der XTOPIA:

 Und weil es so schön war, doch gleich noch eins:

Sonntag, 16. 11. 2008 – Der Tag der Prekonferenz

Sonntag, kurz vor Mittag war es so weit: die Prekonferenz der XTOPIA 2008 hat begonnen. Die Teilnehmerzahl ist am heutigen Tag recht übersichtlich, aber zum Einen handelt es sich um eine Prekonferenz, auf denen in der Regel wenige Teilnehmer zu erwarten sind, zum Anderen ist heute Sonntag und um an einem solchen Tag zu arbeiten muss man schon zu den „Harten“ gehören.

Was mache ich hier überhaupt?

 Die XTOPIA ist aber doch vorwiegend eine Konferenz für Web- und andere Designer. Wenn ich versuche, ein Formular zu gestalten, erkennt man ohne Mühe, dass ich nicht zu dieser Berufsgruppe gehöre. Um meine Kunden nicht mit meinen misslungenen Versuchen zu quälen, beauftrage ich in der Regel einen Designer mit dem Formularentwurf. Dabei muss ich immer wieder feststellen, dass Entwickler und Designer zwar beide versuchen, in deutscher Sprache miteinander zu reden, dass dieser Versuch aber häufig nicht von Erfolg gekrönt ist, da wir eine andere Sprache sprechen. Allein die Aussicht, meinen Designer in Zukunft besser verstehen zu können, ist bereits den Besuch dieser Konferenz wert.

Das ist aber noch nicht alles. Die nähere Zukunft hält viele neue Herausforderungen für uns bereit. Wer kennt schon die Möglichkeiten, die Silverlight, das mit der Version 2.0 nun den Kinderschuhen entwachsen ist? anfangen? Welche Möglichkeiten wird uns die Multitouch-Technologie von Windows 7 eröffnen? Welche Besonderheiten müssen wir bei der Entwicklung einer Oberfläche für Tablet PCs sowie für Rechner mit Touchscreen beachten?

Sicher werde ich hier nicht auf alle Fragen eine Antwort bekommen, aber ich vermute, dass ich hier viele neue Informationen erhalten werde, die mir helfen werden, die kommenden Herausforderungen zu meistern. Wir können davon ausgehen, dass wir eine spannende Konferenz erleben werden. Bleiben Sie dran.

Der Countdown läuft – noch 9 Tage bis zur XTOPIA

In 9 Tagen ist es so weit – die XTOPIA öffnet ihre Pforten für die Prekonferenz. Ein zentrales Thema auf der XTOPIA wird Azure sein. Azure? Was ist das?? Kann man das essen???

Der vollständige Name von Azure lautet “Azure Services Platform”. Da kann man sich doch bereits etwas drunter vorstellen. Es handelt sich also um eine neue Variante von Windows. Die Besonderheit des neuen Windows ist aber, dass man es nicht kaufen kann, sondern es wird ausschließlich in den Rechenzentren von Microsoft laufen. Damit ist Microsoft bei Azure für die komplette Plattform verantwortlich, also für das Betriebssystem, das Programmiermodell und auch für die Hardware. Abgerechnet wird nach dem Ressourcenverbrauch (Rechenzeit, Speicherplatz, Datentraffic) sowie nach den unterschiedlichen angebotenen Service Levels des Vertrages.

Microsoft hat bereits angekündigt, dass die herkömmlichen Lizenzprodukte enger mit Azure verzahnt werden sollen, auch wenn es zumindest vorläufig keine Synchronisation der beiden Varianten der Software geben wird. Was das für uns Entwickler bedeutet ist mir auch noch nicht klar. Aber wenn ich bereits alles wüsste, müsste ich schließlich auch nicht nach Berlin fahren.

Ray Ozzie, als Chief Software Architect bei Microsoft der Nachfolger von Bill Gates, fasst Azure folgendermaßen zusammen:

  • Azure ist Microsofts Antwort auf Amazon EC2 (elastic Compute Cloud), Google App Engine und Solesforce.
  • Es besteht aus einer flexiblen Infrastruktur für den Betrieb von Windows Server 2008 sowie der darauf aufbauenden Dienste.
  • Zu den angebotenen Diensten gehören Windows Live sowie .NET-, SQL-, Sharepoint- und Dynamics-CRM-Module.
  • Anwender bezahlen je nach dem Ressourcenbedarf ihrer Anwendungen.

(Quelle: Computerwoche)