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Immer wieder Trouble mit dem Update

Na gut, immer ist maßlos übertrieben, aber immer wieder gibt es doch Probleme mit dem automatischen Windows-Update. Niemand wird ernsthaft bestreiten wollen, dass Windows ein ausgereiftes Betriebssystem ist, aber beim Update wünsche ich mir doch noch etliche Verbesserungen.

Zunächst einmal empfinde ich es als unglücklich, dass es keine Möglichkeit gibt, einzustellen, dass die Downloads nur durchgeführt werden sollen, wenn der Rechner per WLAN oder LAN mit dem Internet verbunden ist. Mir ist klar, dass Microsoft ein amerikanischer Konzern ist und von daher bevorzugt die Verhältnisse in den USA berücksichtigt. Nun kenne ich die amerikanischen Mobilfunktarife nicht, aber zumindest hier in Deutschland verfügen viele Anwender über Flatrates, die nach relativ geringen Datenmengen auf GPRS-Geschwindigkeit ausgebremst werden. Ich verwende meinen Tablet PC nur selten zu Hause, sondern er dient mir den Großteil der Zeit als Arbeitsplatz in der Bahn oder im Hotel. Wenn schon der automatische monatliche Download einen Großteil des schnell herunterzuladenden Datenvolumens beansprucht und mich damit mehrere Wochen auf langsamen Datentransfer zwingt ist das recht unglücklich. Es kann doch nicht unmöglich sein, den Download zu verhindern, wenn nur eine Funkverbindung ins Internet vorhanden ist.

Genau dies ist mir während meiner letzten Fahrt nach Hamburg passiert. Allerdings kam hier noch ein weiteres Problem dazu – das Update lief schief. Der Tablet PC ließ sich zwar noch starten, er konnte aber weder mit einem Netz Verbindung aufnehmen, noch war es möglich, eine Systemwiederherstellung durchzuführen. Nicht einmal eine Sicherung der aktuellen Daten auf einem USB-Stick war noch möglich. Da ich ja nun unterwegs war, konnte ich auch den Rechner nicht einfach vom Home Server wiederherstellen. Mit diesem Problem stehe ich auch nicht alleine. Erst gestern twitterte Lars Keller, dass er das gleiche oder zumindest ein sehr ähnliches Problem hat. Danke Lars für diesen Tweet. Ich hatte schon befürchtet, dass ich einfach zu doof bin, um ein automatisiertes Update laufen zu lassen.

OK, dieses Problem hätte ich vermeiden können, wenn ich meinen Rechner vor meiner Reise manuell upgedatet hätte. Allerdings halte ich es nicht für den Sinn eines automatisierten Updates, dass ich es dann doch manuell durchführe. Glücklicherweise bin ich “nur” zu einer Konferenz gefahren. Hätte ich mit einem nicht funktionsfähigen Rechner beim Kunden gestanden… Ich würde mir wünschen, dass Microsoft dort erheblich nachbessert.

Ich bin noch auf ein weiteres Problem mit dem automatischen Update gestoßen. Haben Sie sich schon einmal gefragt, was passiert, wenn ein Backup und ein Update gleichzeitig ausgeführt werden? Eigentlich ist es vollkommen unlogisch, beide Aufgaben gleichzeitig auszuführen. Schließlich befindet sich der Rechner in diesem Fall am Beginn des Backups in einem anderen Zustand als am Ende des Backups. Eigentlich sollten Backup und Update beim Start prüfen, ob das jeweils andere Programm aktuell ausgeführt wird und mit seiner Arbeit erst beginnen, wenn das andere Programm beendet ist. Diese Situation hat Microsoft aber offensichtlich nicht bedacht. Backup und Update laufen auch gleichzeitig. Wohlgemerkt: ich arbeite hier ausschließlich mit Microsoft-Software, nicht mit Wald- und Wiesenprogrammen.

Raten Sie einmal, wie das Backup des Home Servers reagiert, wenn das Update den Rechner automatisch neu startet. Nachdem ich mich nach dem Neustart wieder am Rechner und am Home Server angemeldet hatte, wurde das Backup zunächst weitergeführt, aber nur, um sich nach kurzer Zeit als unvollständig zu verabschieden. Sorry Microsoft, aber da bin ich von euch bessere Lösungen gewohnt.

 

 

Windows 8 – erster offizieller Download verfügbar

Seit dem 13. September stellt Microsoft eine erste Version von Windows 8 zum Download zur Verfügung. Wie vielfach erwartet hat Microsoft auf der Build in Anaheim Tablet PCs mit der Developer Edition von Windows 8 verteilt und im Anschluss den Download offiziell freigegeben.

Dabei handelt es sich nicht einmal um eine Betaversion, sondern um eine Preview, also um eine Vorschauversion oder anders ausgedrückt handelt es sich um irgendentwas zwischen einer Alpha- und einer Betaversion. Immerhin wurde sie aber innerhalb von nur zwei Tagen mehr als 500.000 mal heruntergeladen, was das Interesse an der nächsten Version von Windows zeigt. Alles was uns heute demonstriert wird kann sich durchaus noch ändern. Wir sollten also alles, was wir in nächster Zeit über Windows 8 hören und lesen können, sehr kritisch betrachten. Die grobe Richtung sollte aber mittlerweile klar sein. Um diesen Beitrag nicht ewig zu verlängern will ich jetzt nur einmal die meiner Meinung nach wichtigsten Neuerungen erwähnen. Eine Einschätzung, wie sinnvoll die einzelnen Neuerungen für die Anwender und Entwickler sind, werde ich derzeit noch nicht abgeben. Wie erwähnt kann sich noch alles ändern und viele Änderungen müssen erst in der Praxis getestet werden, um sie wirklich einschätzen zu können.

Hier nun die wichtigsten Neuerungen in Stichworten:

Steven Sinofski verglich auf der Build den Speicherverbrauch von Windows 7 und Windows 8 unmittelbar nach dem Start. Während Windows 7 noch 494 MB RAM benötigte, kam Windows 8 mit lediglich 281 MB RAM aus. Die erste Preview von Windows 7 benötigte sogar 540 MB Speicher. Bei den derzeitigen Speicherpreisen und den Speichermengen, die die 64 Bit-Versionen von Windows adressieren können, wirken diese Zahlen erst einmal nicht wirklich beeindruckend, aber immerhin stützen sie Microsofts Ankündigung, dass Windows 8 auf allen Rechnern laufen wird, auf denen bereits Windows 7 ausgeführt wird.

Bereits vor der Build hat Microsoft die Information veröffentlicht, dass Windows 8 um bis zu 70 % schneller startet als der Vorgänger. Ob sich dieser Wert nur unter Idealbedingungen erreichen lässt oder er sich auch in der Praxis erreichen lässt, wird noch zu überprüfen sein. Wir können aber wohl davon ausgehen, dass die Hybridtechnologie, die Microsoft entwickelt hat, immer eine gewisse Verkürzung der Startzeiten mit sich bringen wird. Sicher wird es aber noch einiger Tests bedürfen, damit Nebenwirkungen dieser Technologie ausgeschlossen werden können oder damit sie zumindest bekannt sind, um unerwartete Reaktionen des Rechners einschätzen zu können.

Die wohl auffälligste Neuerung in Windows 8 ist der Metro-Stil. Der Metro-Stil ist uns bereits von Windows Phone 7 bekannt. Auf mich wirkte er zunächst recht altbacken und erinnerte mich ziemlich an die Blöckchengrafik auf den Alpha-Workstations unter Unix vor ca. 20 Jahren. In der Praxis hat diese Darstellung sich aber als gut erwiesen und kann sich durchaus gegen die aktuellen Mitbewerber von Apple und Google behaupten. Aus diesem Grund übernehme ich derzeit auch nicht die wenig begeisterten ersten Reaktionen auf den Metro-Stil auf dem Desktop; ich halte es auch nicht für unwahrscheinlich, dass der Metro-Stil in der endgültigen Version nur auf Tablet PCs die Standard-UI bilden wird.

Die Anwendungen sollen im Mittelpunkt stehen. Anwendungen im Metro-Stil für Windows 8 füllen den gesamten Bildschirm aus. Diese Regelung widerspricht sicher nicht nur meinem persönlichen Arbeitsstil und es bleibt abzuwarten, ob diese Neuerung sich als sinnvoll erweist oder ob Microsoft den Fehler gemacht hat, die Arbeitsweise auf einem Mobiltelefon auf den Desktop übertragen zu wollen.

Microsoft verspricht Verbesserungen bei Leistung, Sicherheit, Datenschutz und Systemzuverlässigkeit. Kommt Ihnen diese Ankündigung auch so bekannt vor wie mir? Aber immerhin hat Microsoft dieses Versprechen auch immer mehr oder weniger eingehalten.

Eines dürfen wir bei der Einschätzung von Windows 8 aber nicht vergessen: nur einen Tag nach der Vorstellung von Windows 8 als Client-OS stellte Microsoft auch Windows 8 Server vor. Satya Nadella, President für die Server and Tools-Gruppe bei Microsoft, teilte mit, es handle sich dabei um “eine der breitesten und tiefgreifendsten Veröffentlichungen”.

Microsoft habe neben neuen Funktionen auch die Skalierbarkeit des Server-Betriebssystems verbessert, das die aktuelle Version Windows Server 2008 ablösen soll. “Wir haben die Art und Weise, wie man Rechenleistung, Storage und Network für unterschiedliche Anwendungs-Workloads bereitstellt, grundlegend überarbeitet”, erklärt Nadella. Unter anderem habe Windows 8 Server einige Funktionalitäten von Windows Azure geerbt. Eine tiefergehende Beschreibung der Neuigkeiten in Windows 8 Server und deren Zusammenarbeit mit den neuen Features des Client-Betriebssystems würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen.

Aber kommen wir zum Client-OS zurück. Das neue Feature “Secure Boot” soll Windows bereits beim Start schützen. Michael Angiulo, Corporate Vice President des Bereichs Windows Planning and Ecosystem, zeigte auf der Entwicklerkonferenz, wie das Betriebssystem den Bootvorgang abbricht, wenn versucht wird, das System mit einem infizierten USB-Stick hochzufahren. Stattdessen wurde eine Warnmeldung angezeigt, dass der Computer kompromittiert worden sei. Michael Angiulo vergaß auch nicht, auf mögliche negative Auswirkungen für die etablierten Hersteller von Anti-Virensoftware hinzuweisen. Dabei schob er ihnen den schwarzen Peter zu, indem er erwähnte, dass diese Unternehmen bereits viele Jahre lang Zeit gehabt hätten, um den Endkundenmarkt in diesem Segment zu übernehmen. Trotzdem würden jedes Jahr Millionen Rechner durch Schadsoftware infiziert. Als mögliche Reaktionen erwartet er Preissenkungen sowie den Vorwurf, Microsoft verhalte sich wettbewerbsfeindlich.

Eine kleine Presseschau

Während ich mich derzeit mit Kommentaren zu Microsofts kommendem Betriebssystem noch zurückhalte, haben viele Publikationen sowohl online als auch im Printbereich bereits Kommentare veröffentlicht, von denen ich eine nicht repräsentative Auswahl kurz vorstellen möchte.

Silicon.de meint:”Windows 8fordert Nutzer und Admin gleichermaßen heraus. Es ist ein wenig ein Denkanstoß und in gewisser Weise auch ein Bruch mit der seit Jahrzehnten gewachsenen Tradition.” Und weiter: “Dennoch scheint Microsofts neu eingeschlagener Weg auch bei Mirosoft-Skeptikern mit einem gewissen Wohlwollen goutiert. Auch die Tatsache,
dass Windows 8 vom Server bis hin zum Tablet auf jedem erdenklichen Gerät läuft,
zeigt deutlich, dass der ab und an etwas schwerfällig wirkende Riese aus Redmond
doch noch recht agil ist. Ob Windows 8 wirklich die angemessene Antwort auf die vielen offenen Fragen ist, die die technologischen Veränderungen und die damit zusammenhängenden neuen
Erwartungen bei den Verbrauchern aufwerfen, wird erst die Zukunft zeigen können.”

Linux-Magazin.de hebt eine Thema hervor, das vor allem für Entwickler interessant ist: “Unter der Haube liegt allerdings die wohl interessanteste Neuerung für Anhänger offener Standards: Neben den Klassischen C, C++, C#/.NET und Visual Basic steht jetzt erstmals HTML 5 mit CSS und Javascript gleichberechtigt als Basis für Entwickler bereit. Geht es nach dem Willen Mcrosofts, sollen Programmierer vorzugsweise in HTML 5 und den mit Windows 8 gelieferten Tools Apps für die Metro-Oberfläche schreiben. Dafür kommt mit Visual Studio Express 11 ein Werkzeug mit WYSIWYG-Funktionen.”

ZDNet.de stellt die Unterstützung von ARM-Prozessoren sowie ein neues Entwicklerprogramm von Nvidia in den Mittelpunkt: “Windows 8 ist das erste Betriebssystem von Microsoft, das auch für die ARM-Architektur vorliegen wird. Der Konzern erhofft sich dadurch eine Zukunft am Tablet-Markt. Schon bei der Entwicklung von Vista (Codename Longhorn) soll es eine ‘LongARM’ genannte Version gegeben haben. Außerdem hatte Microsoft im vergangenen Jahr ein Lizenzabkommen mit ARM unterzeichnet, ohne zu dem Zeitpunkt Details seiner Pläne zu verraten.

‘Mit seiner eleganten Benutzeroberfläche und der Unterstützung von Tablets und Notebooks mit ARM-basierten Prozessoren wird Windows 8 einen wichtigen Meilenstein bei Betriebssystemen setzen’, hofft Jeff Fisher, Senior Vice President der PC Business Unit bei Nvidia. ‘Durch unser Know-how im Umfeld von ARM- und x86-Systemen und unsere Expertise im Windows-Bereich sind wir für die Unterstützung von Windows-8-Entwicklern prädestiniert.’”

Die Computerwoche beschäftigt sich mit der Verbindung zwischen Neuheiten und Kompatibilität: Windows 8 soll der dramatischste Versionssprung seit Windows 95 werden. Die neue Plattform hat sich radikal von der altbekannten Oberfläche mit Startbutton und Taskleiste verabschiedet und nimmt stattdessen kräftig Anleihen bei Microsofts Smartphone-Betriebssystem Windows Phone. Für einzelne Anwendungen wie dem Office-Paket oder dem Internet Explorer 10 soll die alte Umgebung allerdings weiter verfügbar bleiben. Alle Programme, die unter Windows 7 laufen, lassen sich auch auf Windows 8 nutzen, erklärte Sinofsky.

Die Macwelt macht sich mehr Gedanken um die Zukunft: “Microsoft geht offenbar davon aus, dass klassische PCs in der Zukunft nicht mehr im Fokus der Nutzer stehen. Bei der Vorstellung von Windows 8 deutet sich an, dass Touchbedienung und Geräte im Tablet-Format bald dominieren werden.”

Computerworld.ch gibt ein Beispiel für die Verbindung zwischen Windows 8 und der Cloud: “Nichts ist lästiger als sämtliche Einstellungen neu vorzunehmen, wenn ein neuer Computer eingerichtet wird. Auf den ersten Blick wird diese Arbeit noch aufwändiger, wenn bald auch noch jede «Kachel» auf dem Windows-8-Startbildschirm abermals neu konfiguriert werden muss. Dieser Aufgabe nimmt sich in Zukunft das Betriebssystem an. Es sichert automatisch alle Einstellungen in einem geschützten Speicherbereich auf Windows Live. Dort meldet sich der Anwender nach einem Systemwechsel von seinem neuen PC aus an und bekommt die Konfiguration zurückgespielt.”

Happy Birthday, Windows

Liebes Windows,

nun wirst du 25 Jahre alt. Jetzt kannst du zusammen mit Hannes Wader singen: “Schön war die Jugend, so sorglos und frei. Gottseidank ist sie endlich vorbei und sie kommt zum Glück auch nie mehr zurück.” Auch wenn du noch jung an Jahren bist, hast du doch bereits ein ereignisreiches Leben hinter dir, das ich kurz skizzieren möchte.
Das Licht der Welt erblicktest du im Sommer 1985, als Microsoft die ersten Testversionen von Windows 1.0 auslieferte. Vielleicht weißt du gar nicht mehr, wie zerknautscht du damals aussahst.

Endgültig abgenabelt hast du dich dann allerdings erst im November 1985, als die erste endgültige Version veröffentlicht wurde. Damit hattest du auch bereits deinen ersten Wettbewerb gewonnen: Die Infoworld verlieht deinem Vater Bill Gates den “Golden Vaporware Award”. Du siehst, du hast von Anfang an für Furore gesorgt. Dementsprechend hat auch dein anderer Vater Steve Ballmer deine Geburt gefeiert:

Na ja, bei dem Preis musste man doch zuschlagen, oder? Den Europäern warst du übrigens noch deutlich mehr wert: der Listenpreis in Deutschland betrug 499 DM.

Damit warst du anfangs doch etwas gierig. Nicht nur der Kaufpreis war für den durchschnittlichen deutschen Rechnernutzer zu hoch, auch deine Anforderungen an die Hardware waren doch etwas happig. Nicht nur, dass die Festplatten nicht nur klein, sondern auch noch ein echter Luxus waren. Auch die XT-Prozessoren mit 7 Kilohertz sowie die üblichen 64 kb Arbeitsspeicher hast du ganz schön ausgereizt. Und dich von einer 5,25 Zoll-Diskette auszuführen war auch nicht wirklich der Hit. Außerdem gab es noch keine ernstzunehmenden Windows-Anwendungen. Die erste Version von Excel erschien 1987 zusammen mit Windows 2.0, zwei Jahre später folgte Word für Windows.

Erstmals wirklich ernst wurdest du im Mai 1990 genommen, als deine Version 3.0 erschien. Inzwischen hatte sich die Hardware weitgehend an deine Anforderungen angepasst. In der Regel wurden damals Rechner mit der AT-Reihe von Intel verkauft. Bei Vobis kostete ein 286er Rechner-Komplettsystem mit einer 16 Kilohertz-Taktung, 1 MB RAM, Schwarzweiß-Monitor und 9-Nadel-Drucker 2000 DM. Darauf liefst du schon recht rund. Damals setztest du noch auf dem 8-Bit-DOS auf, hattest VGA-Unterstützung, Icons, 3D-Schaltflächen und auch im eingeschränktem Maße Multitasking.

Im März 1992 warst du auf einer Schönheitsfarm und hast dich runderneuern lassen. Das Ergebnis war Windows 3.1. Hinterher liefen zwar einige für Windows 3.0 geschriebene Anwendungen nicht mehr, aber der Sinn einer Erneuerung ist es ja gerade, für die Zukunft gerüstet zu sein und weniger, die Vergangenheit zu bewahren. Wenn ich mich richtig erinnere, war das auch die Version, die in der Presse am wenigsten kritisiert wurde. Dafür hast du uns ja auch mit der Soundkartenunterstützung und mit der Unterstützung von CD-ROM-Laufwerken entschädigt. Viele Anwender werden gar nicht bemerkt haben, dass du mit dieser Version auch die ersten Schritte in die 32-Bit-Welt gewagt hast und dass auch OLE und DDE nun endlich verwendbar waren. Das du zu diesem Zeitpunkt auch mit TrueType angefangen hast, sei hier nur am Rande erwähnt. Außerdem wagtest du hier mit Windows for Workgroups auch einen ersten Schritt in die Unternehmens-IT.

Diesen Schritt hast du 1993 mit Windows NT weitergeführt, dem ersten “echten” Windows-Betriebssystem. Schließlich setztest du damit erstmals nicht mehr auf dem mittlerweile in die Jahre gekommenen DOS auf. Dadurch waren dir auch viele neue Sicherheitsfunktionalitäten möglich, vielleicht war es auch das erste Mal, dass du dich überhaupt um die Sicherheit ernsthaft gekümmert hast. Schade nur, dass dieses Thema der breiten Öffentlichkeit nicht wirklich promotet wurde. Auch die Profis nahmen deine Bemühungen anfangs nicht richtig ernst und wollten lieber auf ihrem geliebten Unix bleiben.

Ich habe nie richtig verstanden, weshalb du nicht gleich auf der DOSlosen Schiene geblieben bist. Stattdessen erschien 1995 Windows 95. Dies war vermutlich die Version traurigste Periode deines bisherigen Lebens. Ständig stürzte es ab, vermutlich um den “Blue Screen of Death” zu promoten. Plug-and-Play funktionierte nicht zuverlässig… Die Qualität von Windows 95 war für mich der Grund, auf NT umzusteigen, auch wenn es damals als relativ langsam verschrien war, was ich allerdings so nicht unterschreiben würde.

Dann bist du aber kräftig vorgeprescht. Neben mehreren Server-Betriebssystemen hast du eine ganze Reihe Serverprodukte wie Exchange und den SQL Server herausgebracht. Damit ist es dir Stück für Stück gelungen, dich weiter in der Unternehmens-IT auszubreiten.

1998 erschien deine neue Version Windows 98, das sich von Windows 95 vor allem durch ein neues Treibermodell (WDM, Windows Driver Model) unterschied, während du gleichzeitig noch das alte Treibermodell unterstütztest.

Zu dieser Zeit wurde auch das Internet bekannter und viele Anwender begannen, dieses neue Medium zu entdecken. Daher hattest du erstmals den Windows Explorer, diesmal in der Version 4.0, integriert. Auch wenn uns die Oberfläche dieser Version heute antiquiert erscheint, bist du mit deiner Version 98 mal wieder der Zeit voraus gewesen. Das glaubst du nicht? Dann verrate mir doch einmal, weshalb kaum ein Anwender deinen Active Desktop aktiviert hatte. Du weist schon: das war die Oberfläche, bei der wir eine beliebige Website als Hintergrund einstellen konnten, der wir noch aktive und frei verschiebbare Elemente hinzufügen konnten. Eigentlich ist die Antwort doch ganz einfach: Zum einen waren die meisten Rechner wieder einmal nicht stark genug für dieses Feature und zum anderen erforderte der Active Desktop eine ständige Internetverbindung. Die gab es aber noch nicht zu einem tragbaren Preis und war, wenn überhaupt, nur in Unternehmen ab einer bestimmten Größe vorhanden, in der Regel damals noch über eine Standleitung. Für den Normalanwender war das einfach nicht finanzierbar.

Zusätzlich konnten wir dich in einem “Webstil” bedienen, statt Objekte per Doppelklick zu starten, konnten wir auf diese Weise die Objekte, wie auf einer Webseite, per einfachen Klick ausführen. Damals sahst du so aus:

Ach ja, dann war da ja auch noch die erste Version von Outlook Express:

Zu Windows 98 SE und ME sage ich jetzt mal nichts, das waren ja nun wirklich Notversionen, die außer Microsoft wohl niemand benötigte. Interessant wurde es erst 2001 wieder, als Windows XP erschien. Endlich hatten auch die Privatanwender ein Windows, das ein echtes Betriebssystem war und das nicht lediglich einen grafischen Aufsatz auf MS DOS bildete. Mit seiner Stabilität, den Sicherheitsfeatures, den Multimediafähigkeiten und der Netzwerkunterstützung entwickelte es sich zum bestverkauften Windows aller Zeiten. Kein Wunder, dass zwei Jahre später der Windows Server 2003 erschien, der Server für XP, den es von der Version für kleine Office-Server bis hin zum Rechenzentrum gibt.

Im Jahr 2006 kamst du dann mit Vista auf den Markt. Diese Version von dir wurde von der Presse verrissen und die Anwender glaubten den Zeitschriften. Ich persönlich habe nur bedingtes Verständnis für das schlechte Image von Vista. OK, deine Hardwareanforderungen waren reichlich hoch, so dass es kaum eine XP-Maschine gab, auf der auch Vista lief. Vielleicht hast du auch zu viele Sicherheitsmechanismen auf einen Schlag eingeführt. Vor allem die User Account Control war unbeliebt. Vor allem unmittelbar nachdem du auf einem Rechner installiert wurdest, kam die Abfrage nach dem Admin-Passwort sehr häufig. Aber im Leben gibt es schließlich nichts umsonst, auch nicht in der IT und ganz bestimmt nicht bei der Sicherheit. Da mussten wir diese kleine Unannehmlichkeit halt in Kauf nehmen. Nach einiger Zeit kommt die Abfrage ja auch immer seltener, so dass ich zumindest damit gut leben konnte. Wirklich ärgerlich war aber, dass etliche Anwendungen, die unter XP entwickelt wurde, auf Vista nicht liefen oder zumindest angepasst werden mussten. Vor allem in Visual FoxPro entwickelte Anwendungen sahen unter Vista wirklich grausig aus und es bedurfte großer Anstrengungen der Community, um diese Anwendungen fit zu machen für Vista. Das war wirklich nicht nett von dir. Die Downgradeoption auf XP war da auch nur ein Notbehelf.

Aber immerhin hast du aus diesem Fehler gelernt und bringst in deiner neuesten Version eine virtuelle Maschine mit dem XP-Modus mit, so dass auch ältere Anwendungen ausgeführt werden können. Außerdem hast du deine Hardwareanforderungen in beeindruckender Weise zurückgefahren, so dass Windows 7 auch auf Maschinen läuft, die für Vista zu schwach waren. Ansonsten kennst du deine aktuelle Version besser als ich, so dass ich auf eine weitere Beschreibung verzichten kann.

Jetzt warten alle mehr oder weniger gespannt auf deine nächste Version. Ich werde hier nichts dazu schreiben, auch wenn trotz NDA viele Informationen an die Öffentlichkeit gelangt sind. Feier deinen 25. Geburtstag nicht zu dolle, so dass du ausreichend Energie für die Weiterentwicklung übrigbehältst.

Microsoft veröffentlicht außerplanmäßiges Update

Gestern abend hat Microsoft ein außerplanmäßiges Sicherheitsupdate veröffentlicht, das eine Sicherheitsanfälligkeit in der Windows Shell beseitigt. Das Update betrifft alle unterstützten Versionen von Windows (Windows XP SP2 und höher). Anwender, die Windows Update aktiviert haben, müssen sich um nichts kümmern, da in diesem Fall das Update automatisch installiert wird. Allen anderen Anwendern empfiehlt Microsoft, das Update möglichst sofort zu installieren. Informationen zu diesem Update finden Sie auf Technet.

Microsoft Outlook Social Connector für Facebook und Windows Live verfügbar

Ab sofort können die Nutzer von Facebook und Windows Live ihre Profile und Newsfeeds innerhalb ihres eigenen Outlook-Accounts verwalten. Über die neueste Version des Microsoft Outlook Social Connector werden die Informationen aus den sozialen Netzwerken direkt mit den Daten von Outlook 2003, 2007 und 2010 synchronisiert. Outlook wird so zur persönlichen Nachrichtenzentrale, die über sämtliche Aktivitäten in den sozialen Netzwerken auf dem Laufenden hält und Kontaktinformationen automatisch abgleicht.

Die Mitglieder von Facebook und Windows Live erhalten durch die neue Anbindung an Outlook eine Vielzahl von Informationen auf einen Blick. Wer seinen digitalen Bekanntenkreis erweitern und Freunde hinzufügen möchte, kann dies künftig ganz simpel über die so genannte People Pane (einen neuen Outlook Kontaktbereich) vornehmen. Durch die Integration der verschiedenen Accounts werden Zusatzinformationen wie Profilbilder, Netzwerk-Updates und Statusnachrichten der jeweiligen Mail-Kontakte ständig aktualisiert angezeigt.

“Das Bedürfnis, digitale Informationen über verschiedene Kanäle mit anderen zu teilen, wächst stetig, ganz gleich ob in der privaten oder beruflichen Sphäre”, erklärt Christian Mehrtens, Direktor Business Group Information Worker der Microsoft Deutschland GmbH. “Durch die Verbindung von Outlook mit Windows Live und Facebook verfügen unsere Anwender jetzt über eine Kommunikationszentrale zur Pflege und Weiterentwicklung ihrer digitalen Identität.”

Der Outlook Social Connector ist fester Bestandteil der aktuellen Version von Outlook 2010 und erstmals auch als Einzeldownload für Outlook 2003 und 2007 verfügbar. Die neueste Version bietet automatische Echtzeit-Updates und steht seit heute unter www.microsoft.com/downloads/de-de zum Download bereit. Die Plug-ins der Provider findet der Anwender auf der Outlook Social Connector Provider Page: http://office.microsoft.com/en-us/outlook/outlook-social-connector-partner-listing-FX101812910.aspx. Für geschäftliche Kontakte stellt Deutschlands größtes Business-Netzwerk XING in Kürze ein Plug-in zur Verfügung.

Blogparade bei MSDN

Die Blogparade geht in die nächste Runde. Beim letzten Mal ging es nur darum, das Lieblings-Entwicklerprodukt zu nennen, das die Teilnehmer verwenden. Diesmal ist etwas mehr Kreativität gefragt, denn es geht darum, originelle Ideen für den Einsatz der Cloud im Allgemeinen und von Windows Azure im Speziellen vorzustellen.

Nun ist es kein Geheimnis, dass ich der Cloud kritisch gegenüberstehe. Die Anbieter stellen die Verwendung der Cloud immer als recht einfach und absolut sicher dar. Meine Erfahrung sagt mir dagegen, dass immer, wenn etwas anfangs als einfach und sicher beschrieben wird, irgendwann der Hammer kommt und Probleme und Risiken auftauchen. Aber wie gesagt – es handelt sich bei mir um Bedenken, die “aus dem Bauch” kommen und die ich nicht mit Argumenten untermauern kann.

Aber in welchen Bereichen ist die Cloud einzusetzen? Ein Einsatzbereich ist offensichtlich: Ein Unternehmen mit mehreren Niederlassungen kann von allen Standorten mit dem gleichen Datenbestand arbeiten, wenn sich die Datenbank in der Cloud befindet. Die doch mit einigem Aufwand verbundene Synchronisation der Datenbankserver entfällt.

Aber auch kleine Unternehmen können theoretisch von der Cloud profitieren. Nehmen wir als Beispiel Arztpraxen. Ja, auch das sind Unternehmen und sogar Unternehmen, die mit extrem sensiblen Daten umgehen. Dementsprechend streng sind dort auch die Vorschriften für den Datenschutz. Mir hat ein Arzt erzählt, dass die Daten in der Praxis redundand vorhanden sein müssen und dass täglich eine zusätzliche externe Datensicherung vorgenommen werden muss. Die einzige mit den Vorschriften konforme Möglichkeit besteht in einer archaisch anmutende Sicherung auf Band. Das Band nimmt der Arzt mit nach Hause. Aber bekanntlich können Vorschriften geändert werden, so dass auch eine nicht nur tägliche, sondern ständige Sicherung der Daten in der Cloud vorgenommen werden könnte.

Sind damit meine Bedenken ausgeräumt? Das nicht, aber in der Cloud sind die Daten doch auf jeden Fall sicherer als in einer Arztpraxis, die abends und am Wochenende leer steht bzw. als Daten, die der Arzt im Auto mit sich rumfährt.

Ach ja, bei der Blogparade gibt es auch etwas zu gewinnen. Unter allen Teilnehmern, die bis zum 21. 6. 10 etwas zur Cloud schreiben und auf den startenden Blogpost verlinken, werden drei Xbox 360 Elite-Pakete mit zwei Spielen verlost. Es kann sich also auszahlen, bei der Blogparade mitzumachen.

96 Tastenkombinationen für den IE8

Kay Giza hat in seinem Blog fast 100 Tastenkombinationen für den Internet Explorer 8 zusammengestellt. Die Liste ist auf jeden Fall einen Blick wert (eventuell auch zwei), da auch einige Tastenkombinationen dabei sind, die Funktionalitäten aufrufen, die auf andere Weise nicht aufgerufen werden können. Für diejenigen, die sich die Tastaturkürzel ausdrucken und an die Wand hängen wollen, stellt er die Tabelle mit den Shortcuts zusätzlich zum Download in den Formaten PDF und XPS bereit.

Meine Empfehlung: Belegen Sie die nicht benötigten Hardwaretasten auf Ihrem Tablet PC mit Tastaturkürzeln, die Sie am Häufigsten verwenden.

Mit dem Tablet PC jetzt schon Anwendungen für Windows Phone 7 entwickeln

Microsoft hat eine erste CTP von Visual Studio 2010 Express for Windows Phone zum Download bereitgestellt. Im Moment steht die CTP nur in englischer Sprache zur Verfügung. Außerdem werden sich bis zum engültigen Release noch erhebliche Veränderungen ergeben, weshalb Microsoft empfiehlt, diese CTP auf einem separaten Rechner zu installieren. Mit dieser CTP ist es bereits jetzt möglich, Anwendungen für Windows Phone 7 zu erstellen und sich mit den neuen Bedingungen der Programmierung für das kommende Betriebssystem für Mobiltelefone vertraut zu machen, auch wenn noch keine Mobiltelefone verfügbar sind, auf denen die erstellten Anwendungen ausführen lassen.

Trotzdem ist es möglich, die entwickelten Anwendungen zu testen. Visual Studio 2010 Express for Windows Phone enthält einen Emulator, auf dem sich die Anwendung wie auf einem Mobiltelefon anzeigen und nutzen lässt. Wird die CTP auf einem multitouchfähigen Tablet PC installiert, lassen sich auch die Multitouchfähigkeiten von Windows Phone 7 nutzen, da die Multitouchfähigkeit des Hostrechners an den Emulator weitergegeben wird.

Allerdings müssen sich sowohl Anwender als auch Entwickler auf etliche Änderungen einstellen. Einige dieser Änderungen sind vorbehaltlos zu begrüßen, während andere doch erhebliche Zweifel aufwerfen. Hier in zufälliger Reihenfolge einige der Änderungen:

  • Windows Phone 7 unterstützt kein Multitasking mehr. Damit wird es vermutlich nicht mehr möglich sein, unterwegs Musik zu hören, während man gleichzeitig seine E-Mails bearbeitet. Während die nächste Generation des iPhones auch Mulitasking beherrscht, geht Microsoft hier leider den umgekehrten Weg. Der Sinn dieser Änderung erschließt sich mir bislang noch nicht. Die geringfügig längere Lebensdauer des Akkus gleicht den Komfortverlust meiner Meinung nach nicht aus.
  • Es wird erheblich weniger Farbe geben. Der Desktop von Windows Phone 7 ist weiße Schrift auf schwarzem Grund. Weniger bunte Farben einzusetzen macht die Oberfläche sicher besser bedienbar, aber die Farbwahl ist zumindest gewöhnungsbedürftig. Wie sinnvoll sie ist, wird erst der Einsatz in der Praxis zeigen. Auf den allerersten Blick erinnert die Farbwahl an die guten alten Zeiten und DOS und dem Norton Commander mit seiner Blöckchengrafik (na gut, diese Bemerkung ist etwas polemisch).
  • Die Kompaktversion des SQL Servers wird zumindest in der ersten Version unter Windows Phone 7 nicht laufen. Frank Prengel zeigte sich auf der Extopia kompakt aber zuversichtlich, dass nach kurzer Zeit findige Entwickler andere Lösungen für das Speichern strukturierter Daten anbieten werden. Vielleicht C-ISAM für Windows Phone?
  • Es wird nicht mehr möglich sein, “einfach so” Anwendungen zu entwickeln und anschließend zu vertreiben. Alle Anwendungen für Windows Phone 7 müssen ein Zertifikat von Microsoft erhalten und dürfen nur über den Marketplace von Microsoft vertrieben werden. Microsoft hat auch angekündigt, dass die Anwendungen vor der Veröffentlichung durch Microsoft überprüft werden. Ich hoffe nur, dass sich die Überprüfung der Anwendungen nicht auf die Einhaltung formaler Kriterien beschränkt, sondern sich auch auf die Nutzbarkeit der Anwendung erstreckt. Ich habe selbst eine Anwendung für Windows 6.5 vom Marketplace heruntergeladen, die so chaotisch geschrieben wurde, dass mir die Lust auf weitere Käufe auf dieser Plattform derzeit vergangen ist. Außerdem wäre es sicher interessant zu erfahren, welchen Anteil am Verkaufspreis Microsoft verlangt. Hoffentlich ist der Anteil geringer als bei Apple, wo für die Entwickler kaum etwas übrigbleibt.
  • Inhouse-Entwicklungen müssen nicht über den Marketplace installiert werden, sondern für Anwendungen für den eigenen Gebrauch können separate Zertifikate erworben werden. Nähere Informationen sind aber bei Microsoft derzeit noch nicht erhältlich.
  • Bislang konnten die Hersteller von Mobiltelefonen die Startseite weitgehend selbst gestalten und ihren Geräten damit ein einmaliges Aussehen geben. Dies wird unter Windows Phone 7 nur noch eingeschränkt möglich sein. Die obere Hälfte des Startbildschirms wird von Microsoft festgelegt und kann nicht verändert werden. Diese Änderung ist verständlich, da Microsoft möchte, dass die Mobiltelefone sofort als Windows-Handy erkannt werden.
  • Außerdem orientiert sich die Gestaltung der Benutzeroberfläche mehr als früher an den Piktogrammen, die uns auch sonst überall im täglichen Leben begegnen. Während ich andere Neuerungen an der Oberfläche von Windows Phone als eher gewöhnungsbedürftig empfinde, kann ich mir hier schon vorstellen, dass sie die Telefone intuitiver bedienbar macht. Die Oberfläche imitiert jetzt nicht mehr den Desktop des PCs, sondern orientiert sich stärker an den Anforderungen an Mobiltelefone.
  • Schade finde ich, dass Windows Phone 7 keine Eingabe mit dem Stift mehr unterstützt. Bereits jetzt akzeptieren einige Telefone mit Windows 6.5 mobile keine Stifteingaben. Ein Beispiel dafür ist das HTC HD2. Vielleicht liegt es ja an meinen Wurstfingern, aber in einigen Fällen liegen die Elemente so dicht beieinander, dass die Bedienung zum Glücksspiel wird. Ein Beispiel dafür ist die Aufgabenliste von Outlook Mobile. In diesen Fällen würde ich mir schon die Stifteingabe zurückwünschen.
  • Dass Entwickler keinen programmgesteuerten Zugriff auf die Hardware mehr haben werden ist für sich gesehen kein Nachteil und dient der Sicherheit.
Microsoft Multi Touch Pack steht zum Download bereit

Lange war das Multi Touch Pack nur für OEMs verfügbar, seit gestern steht es auch zum Download bereit. Es enthält verschiedene Beispielanwendungen, die die Verwendung der Multitouch-Fähigkeiten von Windows 7 demonstrieren. Eine kurze Beschreibung finden Sie auf http://www.drwindows.de/windows-news/22112-windows-7-touch-pack-fuer-alle-erhaeltlich.html.

Da die im Multi Touch Pack enthaltenen Programme lassen sich nur auf einem Rechner sinnvoll verwenden, der Multitouch unterstützt. Die Multitouch-Unterstützung wird auch bei der Installation geprüft. Unterstützt der Rechner kein Multitouch, bricht die Installation ab.

Webtipp: der User Experience Blog

In vielen Arbeitsbereichen ist die Produktivitätssteigerung durch den Tablet PC enorm. Bei der Arbeit mit dem Tablet PC fällt aber doch sehr schnell auf, dass die Oberflächen der meisten Anwendungen nicht für die Arbeit mit dem Stift und den Fingern entworfen wurden. OK, es gibt einige Anwendungen, die speziell für den Tablet PC entwickelt wurden. Neben doch eher speziellen Lösungen für bestimmte Branchen, beispielsweise für die Medizin, sind hier vor allem die alternative Bildschirmtastatur Fitaly, das Journal von Windows sowie InkSeine zu nennen, das Forschungsprojekt von Microsoft Research. Ich wurde aber immer das Gefühl nicht los, dass das noch nicht alles sein kann, auch wenn ich nicht speziell sagen konnte, wo das schlechte Gefühl herkam. Auch intensive Suchen im Web blieben lange Zeit erfolglos. Niemand scheint sich um die User Experience bei der Arbeit mit dem Tablet PC zu kümmern oder die Beiträge sind für einen “normalen Menschen” ohne akademische Vorbildung in Design nicht verständlich. Nun bin ich eher durch Zufall über den von Ulf Schubert betriebenen User Experience Blog gestolpert. In seinem Blog schreibt Ulf Schubert über User Experience Design, Produktinovationen, User Centered Design, Interaction Design und User Interface Design. Dass er sich dabei nicht auf marktreife Technologien oder eine spezielle Hardware beschränkt, sondern auch über die unterschiedlichsten Versuche im Bereich User Experience schreibt, macht den Blog noch interessanter, manchmal auch unterhaltsam.