Archive for the ‘Office’ Category
Microsoft und XING vernetzen sich in Outlook 2010

Derzeit kommen Unmengen an Pressemitteilungen von der CeBIT und von Unternehmen, die auf der CeBIT ausstellen. Eigentlich wollte ich es ja nicht machen – aber da ich festgestellt habe, dass viele Leser über Suchmaschinenanfragen in diesen Blog kommen, die sich auf die Themen der CeBIT beziehen. Daher veröffentliche ich hier doch ausgewählte Pressemitteilungen, teils mit mit, teils ohne Kommentar. Wenn ich keinen Kommentar abgebe, bedeutet dies nicht zwingend, dass ich den Aussagen in der entsprechenden Pressemitteilung zustimme, sondern teilweise sind mir die Pressemitteilungen nicht wichtig genug, um etwas eigenes dazu schreiben, teilweise wird mir auch die Zeit und/oder die Energie fehlen, die Mitteilungen zu kommentieren. Ich hatte ja bereits geschrieben, dass ich die ersten drei Tage auf dem Microsoft-Stand bei der Anwenderhilfe stehen werde. Und ein Messetag als Aussteller ist Hardcore – er macht durchaus Spaß, aber er schlaucht auch. Und da die Meldungen aktuell sein sollen, will ich auch nicht warten, bis ich wieder relaxt bin… Egal, hier die erste der Pressemitteilungen:

Erste Partnerschaft für den Outlook Social Connector mit größtem Business-Netzwerk in Deutschland

Unterschleißheim/Hamburg, 1. März 2010. Microsoft Deutschland und das Business-Netzwerk XING haben auf der CeBIT 2010 in Hannover eine Partnerschaft für den Outlook Social Connector angekündigt. Damit wird der Outlook-Posteingang künftig auch für deutsche Nutzer zur Nachrichtenzentrale, die sie über die Aktivitäten ihrer Business-Kontakte auf dem Laufenden hält. Voraussichtlich zeitgleich mit dem für Juni dieses Jahres geplanten Start von Microsoft Outlook 2010 wird das XING-Plugin unter www.xing.com/outlook zur Verfügung stehen. Die aktuelle Version des Outlook Social Connector steht unter http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?displaylang=en&FamilyID=c87e257c-d76f-4785-a09b-af36babd6e32 bereit.

XING ist das bekannteste und meistgenutzte Business-Netzwerk in Deutschland. Über 8 Millionen Geschäftsleute und Berufstätige nutzen XING für Beruf sowie Karriere und pflegen über die vielfältigen Networking-Funktionen ihre Kontakte.

Konkret haben die Nutzer durch die Integration folgende Vorteile:

- Vielzahl von Informationen auf einen Blick: XING-Mitgliedern werden direkt in Outlook Zusatzinformationen wie Profilbild, Position oder Unternehmen anderer Mitglieder angezeigt, mit denen sie Mails austauschen

- Aktivitäten nachverfolgen: Mitglieder sehen in Outlook die Netzwerk-Updates und Statusnachrichten ihrer beruflichen XING-Kontakte und bleiben so auf dem Laufenden über deren Aktivitäten

- Outlook immer aktuell: Die eigenen XING-Kontakte werden inklusive Kontaktinformation und Profilbild in Outlook übernommen. Bei Änderungen der Kontaktdaten werden die neuen Informationen automatisch mit Outlook synchronisiert. Sofern Outlook mit dem Handy synchronisiert ist, werden die Informationen auch dort automatisch auf den neuesten Stand gebracht.

- Das eigene Netzwerk erweitern: XING-Mitglieder können ihr persönliches Netzwerk direkt von Outlook aus erweitern, indem sie Outlook-Kontakte, die noch nicht bei XING sind, per Klick einladen.

Dabei behalten die Nutzer die volle Kontrolle über ihre Daten: Ihre individuellen Privatsphäre-Einstellungen auf XING definieren auch im Zusammenspiel mit Outlook, welche Informationen zur Verfügung stehen sollen und welche nicht.

“Die Kooperation mit Microsoft bringt die Vorzüge des erfolgreichsten Business-Netzwerkes Deutschlands mit denen der im Berufsalltag beliebtesten Kommunikationsform zusammen”, sagte Dr. Stefan Groß-Selbeck, CEO der XING AG. “Es vereint die beiden zentralen Elemente der beruflichen Online-Existenz: das persönliche Netzwerk und das eigene Postfach.”

Outlook Social Connector

Der Outlook Social Connector (OSC) integriert die Kommunikations-Historie sowie Feeds aus Unternehmensnetzen und sozialen Netzwerken in Outlook. Er bringt Freunde, Familie und Kollegen auf einer Ebene zusammen, so dass Nutzer einfacher mit ihnen in Kontakt bleiben können. Durch die Technologie entfällt für den Anwender das Wechseln zwischen verschiedenen sozialen Netzwerken und dem Posteingang, dem Kalender und Anhängen in Outlook. So spart der OSC Zeit und erhöht die Produktivität der Nutzer. Zudem hat der Anwender einen besseren Überblick über seine Kommunikation mit Kollegen, da der Outlook Social Connector diese Informationen in einem Kommunikationsfeld zusammenfasst und übersichtlich darstellt.

“Für die Nutzung von E-Mail, Kalender und Kontakten bietet der Outlook Social Connector viele neue, praktische Funktionen”, erklärt Christian Mehrtens, Direktor Business Group Information Worker der Microsoft Deutschland GmbH. “Durch die Einbindung des größten deutschen Business-Netzwerks XING verbessern und erleichtern wir die berufliche Kommunikation vieler Anwender, wodurch sie wertvolle Zeit gewinnen.”  

Der Outlook Social Connector ist in der finalen Version von Outlook 2010 enthalten. Diese wird noch in der ersten Jahreshälfte 2010 verfügbar sein. Die Beta-Version steht unter http://www.Office.com/beta zum Download bereit. Der Outlook Social Connector ist ebenfalls lauffähig mit Outlook 2003 und 2007. Weitere Angaben zu den Systemvoraussetzungen finden sich unter http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?displaylang=en&FamilyID=c87e257c-d76f-4785-a09b-af36babd6e32. Entwickler können mit dem Outlook Social Connector Software Development Kit (SDK) soziale Netzwerke von Drittanbietern einbinden.

Unter der Voraussetzung, dass der Social Connector wirklich gut implementiert wird, ist das wohl eher eine gute News. Outlook ist eh’ schon mehr als ein Mailprogramm und wird vor allem in größeren Firmen als Kommunikationszentrale verwendet. Mit der Vernetzung mit Xing gewinnt Outlook noch mehr. Es wird weiter zu einer zentralen Anwendung für alle geschäftlichen und auch privaten Kontakte. Ich nutze Xing und Outlook selbst und würde es auf jeden Fall gut finden, wenn beide Plattformen vernünftig miteinander vernetzt würden. Ich werde mir die Beta auf jeden Fall ansehen, wenn ich aus Hannover zurück bin. Hier kann ich es nicht testen, da ich auf dem Laptop die Beta von Office 2010 installiert habe und die Pressemitteilung eindeutig aussagt, dass bislang nur Office 2003 und Office 2007 unterstützt werden.

OneNote 2010 auf dem Tablet PC – Part 1

Auch in Office 2007 war OneNote in einigen Editionen bereits enthalten. Nachdem es in Office 2010 in allen Office-Versionen verfügbar sein wird, werden vermutlich viele neue Anwender mit dieser Anwendung arbeiten. Außerdem wird OneNote ja immer nachgesagt, dass erst mit dieser Anwendung der Tablet PC seine ganze Kraft entfalten kann. Grund genug, dass ich mich einmal näher mit der neuen Version befasse und prüfe, wie gut sie sich für den Einsatz auf dem Tablet PC eignet.

Grundsätzlich steht OneNote einigen starken Gegnern gegenüber. Sowohl das Windows Journal als auch InkSeine sind für die Arbeit auf dem Tablet PC konzipiert. OneNote muss also entweder die in diesen Anwendungen enthaltenen Funktionalitäten toppen oder es muss mit diesen Anwendungen zusammenarbeiten und sie ergänzen.

Der allererste Blick auf OneNote

Wenn Sie OneNote zum ersten Mal starten, fällt Ihnen sofort auf, dass sowohl an der oberen als auch an der linken Seite Tabs angebracht sind. Auch wenn OneNote dadurch auf den ersten Blick überladen aussieht, habe ich doch schnell festgestellt, dass die unterschiedliche Anordnung der Tabs durchaus der Übersichtlichkeit der Anwendung dient. Und im Gegensatz zu den anderen Anwendungen in Office 2010 liefert Microsoft mit der Technical Preview (TP) in OneNote bereits eine Arbeitsmappe mit, so dass auch Anwender, die neu mit OneNote sind, sich sofort einlesen und mit der Arbeit beginnen können.

Blog 

Und schon komme ich zu meinem ersten Problem. Die meisten Anwender verwenden den Tablet PC im Hochformat. Die Funktionsbeschreibung in OneNote ist aber im Querformat erstellt (halt in dem Format, in dem die meisten Anwender auf dem Dektop oder dem Notebook arbeiten). Wird das Dokument aber auf dem Tablet PC im Hochformat geöffnet, wird ein großer Teil des Dokuments nicht angezeigt und es ist erforderlich, den Bildschirm ins Querformat zu drehen, um mit dem Dokument arbeiten zu können. Und selbst das Querformat ist nicht ausreichend, wenn ich die Tabs am linken Rand ausklappe. Dann wird selbst in der Querformatdarstellung ein Teil des Dokuments abgeschnitten. Ich meine, dass Microsoft an dieser Stelle noch einmal nacharbeiten sollte, damit OneNote das Dokument an die Bildschirmausrichtung und -auflösung anpasst, zumindest dort, wo dies möglich ist. Dass eine solche Funktionalität möglich ist beweist Microsoft mit InkSeine.

Aber welchem Zweck dient OneNote nun eigentlich?

Aufgabe von OneNote ist es laut Microsoft, Ihre Aktivitäten in den anderen Office-Anwendungen zu vervollständigen, indem es die folgenden Tätigkeiten ermöglicht:

  • Sicherstellen, dass als wichtig erachtete Informationen nicht verloren gehen
  • Erfassen von Informationen, die in anderen Anwendungen wie Outlook oder in formalen Dokumenten nicht gespeichert werden können
  • Speichern von und Zugreifen auf Informationen, die in einem Meeting oder in einer Schulung bekanntgegeben wurden
  • Dokumentieren von Suchen im Internet oder in anderen Quellen, um die Arbeit für sich und andere festzuhalten
  • Führen von ToDo-Listen
  • Zusammenarbeit mit anderen Menschen in einem Projekt, indem Notizen und Dateien gemeinsam genutzt werden.
  • All diese Aufgaben werde ich in dieser Artikelserie beschreiben und sie auf  Tablet PC-Tauglichkeit untersuchen.
Outlook 2010 auf dem Tablet PC

Neben Word ist Outlook die Office-Anwendung, mit der ich am meisten arbeite. Zumindest auf den ersten Blick erscheint Office 2010 aufgeräumter und übersichtlicher als seine Vorgänger. Als erstes fällt auf, dass auch Outlook jetzt über Ribbons bedient wird, die für die Steuerung auf dem Tablet PC besser geeignet sind als die Menüs früherer Versionen. Für einen allerersten Eindruck zeige ich hier Screenshots der einzelnen Teile von Outlook.

Der Posteingang

Blog

Der Kalender

Blog

Die Kontakte

Blog

Die Aufgabenliste

Blog

Ich erspare es hier mir und Ihnen, diese Screenshots zu beschreiben. Das haben andere bereits in verschiedenen Blogs und Foren getan. Aber bislang haben wir noch keine Besonderheit für den Tablet PC gesehen. Erst wenn wir beginnen, eine neue Aufgabe, einen Termin oder eine Mail zu erstellen, wird im entsprechenden Editor das Ribbon Stift angezeigt. Hier als Beispiel das Anlegen einer neuen E-Mail:

Blog

Na, das sieht doch schon gut aus. Und nicht nur das: um eine handschriftliche E-Mail zu erhalten, müssen Sie nicht unbedingt Office 2010 installiert haben. Zumindest in Outlook 2007 wird die handgeschriebene Mail korrekt angezeigt.

Aber haben Sie auch neben dem Inhalt der E-Mail die “Panning Hand” (oberhalb des vertikalen Scrollbalkens) bemerkt? Dieses Feature, das wir bereits von Word 2007 kennen und das dort etwas holprig als Schwenkhand übersetzt wurde, erleichtert das Scrollen in längeren E-Mails. Dieses Feature findet sich auch bereits im Posteingang im Vorschaufenster. Auch in den anderen Formularen, in denen Sie Termine, Kontakte oder Aufgaben anlegen, finden Sie die Schwenkhand in allen Feldern, in denen Sie freien Text von beliebiger Länge eingeben können.

Ursprünglich dachte ich ja, dass Office 2007 wirklich alle Features enthält, die ich benötige. Aber spätestens, nachdem ich mir Outlook angesehen habe, bin ich überzeugt: Office 2010 ist für den Tablet PC ein absolutes MUSS.

Office 2010 auf dem Tablet PC – wie geil ist das denn?

Gestern habe ich Office 2010 auf meinem Tablet PC installiert. Die Installation ging wie erwartet flott und ohne Probleme über die Bühne. Mir fiel lediglich auf, dass es im Gegensatz zu früheren Versionen von Office während der Installation keine Möglichkeit gab, die Installation abzubrechen. Aber das hatte ich schließlich auch nicht vor.

Wie die meisten Office-Nutzer habe ich nach der Installation zunächst Outlook gestartet und mein E-Mail-Konto eingerichtet. Dass Outlook jetzt auch mit Ribbons ausgerüstet ist, wurde bereits in vielen Publikationen erwähnt, so dass ich mich hier nicht weiter darüber auslassen muss. Aber während ich das Konto angelegt habe fiel mir auf, dass das Office-Team in Redmond bei diesem Assistenten an die Tablet PC-Anwender gedacht hat. Informationen, die öffentlich einsehbar sind (die E-Mail-Adresse) werden im Einzelbuchstabenmodus angezeigt, während Informationen wie das Passwort, das nur den Inhaber des E-Mail-Kontos bekannt ist, über die Bildschirmtastatur eingegeben werden, so dass diese Informationen nie auf dem Bildschirm sichtbar sind. Ansonsten ging auch das Einrichten des Kontos problemlos vor sich und ich konnte keine weiteren Änderungen gegenüber der Vorversion feststellen.

Anschließend habe ich Word gestartet. Zunächst fiel mir der zusätzliche Ribbon namens Pen auf.

Blog

Zunächst dachte ich, dass es jetzt evtl. möglich wäre, direkt in das Dokument zu schreiben und dass ich nicht mehr auf den Eingabebereich (Tablet Input Panel = TIP) angewiesen wäre. Ein erster kurzer Test zeigte aber, dass dafür doch noch einiges fehlt. Ich konnte zwar direkt in ein neues Dokument schreiben und das Geschriebene auch ausdrucken, aber es ist nicht möglich, die Schrifterkennung aufzurufen. Auch für das Schreiben persönlicher Briefe, die nicht getippt, sondern handschriftlich verfasst werden sollen, ist diese Funktionalität nicht wirklich geeignet, da beispielsweise die Lassofunktion fehlt.

Als nächsten Versuch habe ich ein vorhandenes Dokument geöffnet und mit der Stift-Funktion direkt in das Dokument geschrieben. Ich habe Text mit dem Marker farbig unterlegt und mit dem Stift einen kurzen Kommentar dazu geschrieben:

Blog

So, jetzt kann ich auf dem Tablet PC Dokumente überprüfen, die ich auf dem Desktop erstellt oder von anderen erhalten habe. Außerdem kann ich dem Dokument Bemerkungen hinzufügen, die auf noch vorzunehmende Änderungen hinweisen, ohne die erheblich unkomfortablere Kommentarfunktion verwenden zu müssen. Die Arbeit erledige ich auf die gleiche Weise, mit der ich auch auf einem Ausdruck arbeiten würde.

Muss ich nun auf alles Rechnern Office 2010 installieren, um diese Funktionalität nutzen zu können? Um das festzustellen habe ich das Dokument noch einmal in Word 2007 geöffnet:

Blog

Meine handschriftlichen Bemerkungen sind also auch in Office 2007 vorhanden. Ich kann das Dokument also auf dem Desktop weiterverarbeiten. Die Bemerkungen sind als Grafik gespeichert (um das zu demonstrieren habe ich die Bemerkungen angeklickt, um sie zu markieren).

Und schon habe ich den ersten Bug gefunden. Die Bemerkungen werden nicht mit der Textstelle verknüft, sondern vermutlich mit ihrer Position im Dokument. Was heißt das? Nehmen wir einmal an, dass ich vor der Bemerkung noch Text einfüge oder lösche. Die Bemerkung bleibt an der gleichen Stelle, während sich die Textstelle, die ich markiert habe und auf die sich die Bemerkung bezieht, an eine andere Stelle verschiebt. Das war sicher anders geplant. Um die Stiftfunktionalität nutzen zu können, ist es daher wohl erforderlich, ein Dokument, das mehrere Bemerkungen enthält, von hinten nach vorne zu überarbeiten, damit vor den Bemerkungen keine Änderungen vorgenommen werden, durch die anschließend eine falsche Textstelle markiert ist.

So, das soll der erste flüchtige Eindruck gewesen sein. Ich gehe fest davon aus, dass Office 2010 noch erheblich mehr Neuerungen enthält, die die Arbeit mit dem Tablet PC beeinflussen.