Archive for the ‘News’ Category
Ist der Tablet PC tot?

In diesem Blog hat sich seit etwa einem Jahr nicht mehr getan – und das aus gutem Grund. Was war passiert? Das iPad war erschienen, alle Welt konzentrierte die Aufmerksamkeit auf diese Geräte und aufgrund der hervorragenden Pressearbeit von Apple schien der Tablet PC in der Versenkung zu verschwinden. Inzwischen wird Apples Vorherrschaft massiv von Android-Geräten angegriffen. Das iPad hat mit den Android-Geräten eines gemeinsam – sie haben kein vollwertiges Betriebssystem. Beide Gerätefamilien arbeiten mit abgespeckten Smartphone-Betriebssystemen, was bedeutet, dass die Anwendungen, mit denen wir auf unseren stationären Rechnern arbeiten, auf diesen Geräten nicht ausgeführt werden können. Dadurch wird der Einsatz dieser Geräte im Unternehmensumfeld zwar nicht verhindert, aber er wird zumindest deutlich erschwert.
Anders bei den Tablet PCs. Hier wird als Betriebssystem in der Regel Windows Vista bzw. Windows 7 ausgeführt (ältere Geräte arbeiten auch noch mit Windows XP Tablet PC Edition, aber da Windows XP durch Microsoft nicht mehr unterstützt wird, werde ich dieses Produkt nicht weiter erwähnen). Genau um diese Geräte geht es in diesem Blog und genau um diese Geräte war es in den letzten 12 Monaten mehr als ruhig. Es kamen praktisch keine Geräte mehr auf den Markt, es erschien meines Wissens keine speziell für den Tablet PC entwickelte Software, das einzige aktive deutschsprachige Tablet PC-Forum gab seine Selbständigkeit auf und wird jetzt vom Tablet Club betrieben. Das Thema Tablet PC läuft dort quasi nebenher und wird undifferenziert mit den Android-Geräten zusammengewürfelt. Auch die anderen mir bekannten Foren und Websites zum Thema Tablet PC waren in den letzten 12 Monaten eher inaktiv. Es machte wirklich den Eindruck, als hätten Apple mit dem iPad und Google mit Android den Tablet PC zum Markt verdrängt.
In letzter Zeit zeigt sich aber, dass sowohl Microsoft als auch Intel daran arbeiten, dem Tablet PC eine Zukunft zu geben. Inzwischen wurde bekannt, dass Windows 8 eine für die Fingerbedienung optimierte Oberfläche enthalten wird. Gerüchteweise wird auch die nächste Office-Version noch weiter auf die Bedienung mit Touchscreen und Stift ausgerichtet. Diese Entwicklung hat ja bereits mit dem Erscheinen von Office 2010 eingesetzt. Auch Intel plant, ins Geschäft mit der Software einzusteigen und hat das AppUp-Programm aufgelegt, mit dem Intel unabhängige Software-Entwickler bei der Vermarktung ihrer Anwendungen unterstützen will. Dabei legt Intel den Schwerpunkt auf Entwicklungen für Netbooks und Tablet PCs. Eine Besonderheit des Programms ist, dass es nicht auf Windows beschränkt ist, sondern dass auch Entwicklungen für Linux unterstützt werden.
Ich bin jetzt daher optimistisch, dass der Tablet PC eine Zukunft haben wird. Sicher wird er nie die Verkaufszahlen der iPads und Android-Geräte erzielen. Trotzdem wird der Tablet PC seinen Platz behalten und sich nicht durch die Weiterentwicklungen des PDA davon vertreiben lassen.

CIO: iPad nicht Business-tauglich

Die Zeitschrift CIO hat ihre Leser gefragt, ob sie das iPad für geeignet im geschäftlichen Einsatz halten. 760 Leser haben geantwortet und ein klares Statement abgegeben: 65 % waren der Meinung, dass das iPad nicht Business-tauglich ist, 25 % meinten, dass sich das Gerät in die IT-Struktur einpasst und 10 % der Leser hatten keine Meinung. Über den Nutzen dieser Umfrage lässt sich sicher streiten, da sie nicht repräsentativ und daher das Ergebnis wohl eher zufällig ist.

Da der Umfrage klare Kriterien für die Business-Tauglichkeit fehlten, ist das Ergebnis zunächst einmal durch die Phantasie der antwortenden IT-Leiter geprägt. Im besten Fall geben die Antworten wieder, ob das iPad für das entsprechende Unternehmen interessant sein könnte.

Dabei entspricht das Ergebnis aber durchaus der Meinung vieler Journalisten, die sich mit dem iPad beschäftigt haben. Die FTD fasst es gut zusammen: “Wer arbeiten muss, braucht mehr.”

Nebenbei bemerkt häufen sich im Netz Berichte über Probleme mit dem iPad. Angeblich werden die Geräte zu heiß, das WLAN funktioniert nicht, wenn das iPad auf dem Tisch liegt usw. Irgendwie macht das iPad noch keinen wirklich ausgereiften Eindruck.

Microsoft baut seine Unterhaltungssparte um

Wie das Handelsblatt berichtet, verlassen zwei führende Manager Microsoft.

Robbie Bach, der Chef der Unterhaltungssparte, geht nach 22 Jahren im Konzern in den Ruhestand. J. Allard, Chief Experience Officer, wird das Unternehmen verlassen, Microsoft aber weiter als Berater zur Verfügung stehen. Er war nicht nur für die Gestaltung der Xbox verantwortlich, sondern er war in der Entertainment & Devices Division auch für für die Entwicklung von Windows Mobile sowie für das Projekt Zune zuständig.

Microsoft nutzt das Ausscheiden der beiden Manager, um die Unterhaltungssparte neu zu organisieren. Die freiwerdenden Positionen werden nicht neu besitzt. Stattdessen berichten Bachs bisherige Stellvertreter Andy Lees und Don Mattrick zukünftig direkt an Steve Ballmer. Andy Lee ist auch der neue Chef des ehemaligen Geschäftsführers von Microsoft Deutschland Achim Berg.

Der Tablet PC in der Hochschule – ein Anwenderbericht

von Ulrich Schrader

Ich verwende Screencasting, um meine Vorlesungen aufzuzeichnen und den Studenten zur Verfügung zu stellen. Hierbei handelt es sich um ein Projekt, das von der FH Frankfurt am Main im Rahmen des eLearning-Angebotes unterstützt und evaluiert wird. Ich möchte hier die von mir verwendete Ausstattung beschreiben. Dabei handelt es sich um eine sehr leistungsfähige Ausstattung; nicht immer ist so viel wirklich erforderlich.

Verwendete Ausstattung zur Vorlesungsaufzeichnung

Hardware

  • TabletPC: Fujitsu Siemens Stylistic ST5032D
  • Mikrophon: Sony Electret Condenser Microphone ECM-T6
  • optional: Minitastatur: Keysonic Minikeyboard

Software

  • Aufzeichnungssoftware: Camtasia Studio 4
  • Präsentationssoftware: vorwiegend Microsoft PowerPoint 2003
  • ansonsten Browser und thematisch bezogene Anwendungen

Erfahrungen im Einsatz bei der Vorlesungsaufzeichnung

Tablet PC

Bei dem verwendeten Tablet PC handelt es sich um ein high-end Gerät ohne Tastatur. Es verfügt über eine Vielzahl von Schnittstellen und Anschlussmöglichkeiten, die es sehr universell im Einsatz machen. Der Stylistic Tablet PC zeichnet sich durch sein geringes Gewicht aus, wodurch es sich sehr leicht und angenehm mitnehmen lässt. Dieses ist von Bedeutung, da ich die Aufzeichnungen zu Hause begutachte und ggf. nachträglich bearbeite.

Im praktischen Einsatz in Vorlesungen gibt es eigentlich nur einen Nachteil. Es fehlen Füßchen, damit der Bildschirm leicht zum sitzenden Betrachter hin geneigt werden kann. Besonders störend kann dieser Mangel sein, wenn sich die Deckenbeleuchtung im Bildschirm wiederspiegelt. Der Hersteller scheint hier am falschen Ort gespart zu haben. Ich lege meistens dicke Filzstifte unter das Gerät, um es zu neigen.

Die Unterseite ist teilweise stoffähnlich beschichtet, wodurch er auf Kleidung nur wenig rutscht. Sehr angenehm, wenn das Gerät auf den Oberschenkeln liegt, etwa bei einer Zugfahrt. Allerdings heizt es sich relativ stark auf, so dass dieses wahrscheinlich nur im Winter angenehm ist.

Mikrophon

Das eingebaute Mikrophon ist eine gute Basislösung, hat aber den Nachteil, dass es etwas empfindlich auf Drehen des Kopfes oder Veränderungen des Abstands zum Gerät reagiert. Hier hat sich der Anschluss eines externen Mikrophons bewährt, da damit eine gleichbleibende Qualität sichergestellt werden kann. Es kann sein, dass das eingebaute Mikrophon sich bei der Aufzeichnung von Gesprächsrunden bewährt. Dieses ist noch zu überprüfen. Das verwendete externe Mikrophon Sony ECM-T6 ist mittels eines Kabels mit dem Tablet PC verbunden. Dadurch ist man bei einem Vortrag gezwungen, sich in der unmittelbaren Umgebung des Rechners zu befinden. In der Regel sitzt man davor, sofern kein Pult zur Verfügung steht. Da eine Bluetooth-Schnittstelle verfügbar ist, müsste es möglich sein, ein Bluetooth-kompatibles Funkheadset anzuschließen. Auch dieses müsste getestet werden. Allerdings verhindert wahrscheinlich die geringe Kapazit des Akkus eines solchen Funkheadsets, dass zuverlässig die 90 Minuten bis 3 Stunden eines Vorlesungsblockes abgedeckt werden können.

Netzwerkanschlüsse

Die Verfügbarkeit von W-Lan und herkömmlichen Anschlüssen eröffnet alle Möglichkeiten, so dass auf die jeweiligen Gegebenheiten leicht eingegangen werden kann.

Bildschirm

Der Bildschirm ist gut von der Seite lesbar, so dass er auch flach auf dem Tisch liegend, sitzend oder herumlaufend gut gelesen werden kann. Die Standardschrift ist aus der Entfernung manchmal schwer zu lesen, kann aber größer gestellt werden (Eigenschaft des Betriebssystems oder der Anwendung). Die zum Schutz der Bildschirmoberfläche erforderliche Schutzfolie vermeidet aber Reflexionen nicht zur Gänze. Dieses kann bei Oberlichtern unangenehm werden. Allerdings lassen sich so durch das notwendige Berühren der Oberfläche entstehende Flecken sehr leicht beseitigen. Schreibt man mit dem Stift auf der Oberfläche, so hat man eine papierähnliche Reibung. Hierdurch ist das Schreiben sehr angenehm und führt zu guten Resultaten. Die Schutzfolie erlaubt es auch den Handballen beim Schreiben auf dem Bildschirm abzulegen, was der Schriftqualität zu gute kommt. Hier liegt auch ein kleines Problem. Legt man das Handgelenk am unteren Bildschirmrand ab (ich benutze immer Querformat), so wird manchmal ein zu starker Druck auf die dort befindlichen Tasten ausgeübt. Dieses kann dazu führen, dass der Tablet PC ungewollt in den Sleep-Modus versetzt wird, oder aber die Bildschirmorientierung sich von Quer- auf Hochformat ändert. Während eines Vortrags oder einer Vorlesung kann das durchaus störend sein.

Stift

Der Stift liegt angenehm in der Hand, könnte aber für mein Gefühl etwas schwerer sein. In wie weit das geringe Gewicht technisch erforderlich ist, kann ich nicht beurteilen. Da der Stift selber anscheinend aktive Komponenten enthält, ist er relativ teuer. Er ist aber unerlässlich, um das Gerät ohne zusätzliche Komponenten bedienen zu können. Einfacher mechanischer Druck ist hierfür nicht ausreichend. Sollte man keinen Ersatzstift dabei haben, gibt es die Möglichkeit den Stift mit einer mitgelieferten Schnur am Gerät festzumachen. Nachteilig ist, dass sich zumindest bei mir im Verlauf der Bedienung die Schnur immer wieder um den Stift wickelt, so dass man sie wiederholt entwirren muss. Eventuell könnte hier ein kleiner Wirbel im Stift dieses vereinfachen.

Der Stift ist in Vorträgen genial, um schnelle Skizzen und Zeichnungen zu erstellen. Wird ein Beamer verwendet, so sind diese für alle Teilnehmer während der Entstehung sichtbar. Daher hat es sich als sehr praktisch erwiesen, an alle Powerpoint-Präsentationen mehrere Leerfolien anzuhängen, die ggf. notwendige Skizzen aufnehmen können. Bei einer Vorlesungsaufzeichnung werden diese dann automatisch Bestandteil der Aufzeichnung. Das heißt, die Kombination Tablet PC und Beamer kann ein Whiteboard, eine Tafel oder ein Flipchart einfach ersetzen. Hinzu kommt, dass ggf. alle Freihandzeichnungen, -Skizzen, etc. von vielen Anwendungen (PowerPoint) mit aufgezeichnet werden, und später etwa zur Nachbearbeitung zur Verfügung stehen. Insbesondere dann auch, wenn die Vorlesung aufgezeichnet wird.

Schrifterkennung

Die Schrifterkennung bietet mehrere Modi, wobei insbesondere die freie Texteingabe durch ihre hohe Trefferrate überrascht, was die Texteingabe im Groben auch für längere Passagen angenehm macht. Diesen Beitrag habe ich komplett mit dem Stift geschrieben. Für die exakte Eingabe steht eine buchstabenweise Erfassung, bei der die geschriebenen Zeichen einzeln (anscheinend ohne Rechtschreibprüfung) erkannt werden. Dieses ist hilfreich etwa bei mnemonischen Dateinamen. Im Rahmen eines Vortrags unter Verwendung eines Beamers hat die Eingabe über einen Stift allerdings eine prinzipielle Problematik. Soll ein Kennwort eingegeben werden, so ist dieses im Klartext für alle Teilnehmer lesbar. D.h. man muss daran denken, kurzfristig den Beamer wegzuschalten.

Fehlende Tastatur

Solange keine langen Texte erfasst werden sollen, kommt man in Lehrveranstaltungen wunderbar ohne Tastatur aus. Sollte dennoch zuweilen eine Tastatur gewünscht werden, so sind relativ kleine Tastaturen preiswert erhältlich, die etwa über einen USB-Port problemlos angeschlossen werden können. Der Hersteller des Tablet PC bietet darüber hinaus auch eine Tastatur an, die im Design zu dem Gerät passt. Da diese über eine Infrarot-Schnittstelle mit dem Tablet PC kommuniziert, sind zum Anschluss auch keine Kabel erforderlich. Allerdings ist diese Tastatur deutlich teurer.

Soll im Rahmen des Vortrags öfter zwischen Anwendungen gewechselt werden, so empfiehlt sich ein großer Arbeitsspeicher, da ansonsten der Wechsel zwischen den Anwendungen recht lange dauert. Hier hatte ich bei dem davor verwendeten Notebook mit nur 256 MB deutliche Pausen, manchmal schwer zu überbrücken sind, da die Zuhörer meist gebannt auf das Erscheinen der neuen Anwendung warten. Der in diesem Tablet PC eingebaute Arbeitsspeicher von 1 GB reicht gut aus, um bei laufender Aufzeichnungsanwendung (Camtasia Studio 4) zwischen PowerPoint und dem Browser zu wechseln.

Fazit

Der Stylistic TabletPC ist sehr gut für die Lehre geeignet. Insbesondere kann in Verbindung mit einem Beamer auf eine Tafel oder ein Flipchart oder einen Overhead-Projektor verzichtet werden. Dabei hat man bei gleichzeitiger Aufnahme den Vorteil, dass spontan entstehende Skizzen mit aufgezeichnet werden. Das Fehlen einer Tastatur spielt nur dann eine Rolle, wenn viel Text zu erfassen ist. Ansonsten kann man sich gut mit dem Stift behelfen. In der Lehre wird dieser Nachteil aber mehr als aufgewogen durch die Möglichkeit schnell auf wichtige Aspekte auf dem Bildschirm aufmerksam machen zu können und kleine Skizzen einfügen zu können. In Verbindung mit der Aufzeichnung von Wort und Bildschirm zum Erzeugen eines Screencasts (Beispiel) hat sich das Gerät als ideal erwiesen. Ich möchte es nicht mehr missen!

Über den Autor

Ulrich Schrader unterrichtet an der FH Frankfurt in den Studiengängen Pflege, Pflegemanagement und Allgemeine Informatik das Fach “Informatik im Gesundheitswesen”. Seine Website finden Sie unter   http://info.ulrich-schrader.de und seinen Blog unter   http://ulrichs-blended-learning.blogspot.com. Sie erreichen ihn unter   mail(at)ulrich-schrader.de.

Microsoft und XING vernetzen sich in Outlook 2010

Derzeit kommen Unmengen an Pressemitteilungen von der CeBIT und von Unternehmen, die auf der CeBIT ausstellen. Eigentlich wollte ich es ja nicht machen – aber da ich festgestellt habe, dass viele Leser über Suchmaschinenanfragen in diesen Blog kommen, die sich auf die Themen der CeBIT beziehen. Daher veröffentliche ich hier doch ausgewählte Pressemitteilungen, teils mit mit, teils ohne Kommentar. Wenn ich keinen Kommentar abgebe, bedeutet dies nicht zwingend, dass ich den Aussagen in der entsprechenden Pressemitteilung zustimme, sondern teilweise sind mir die Pressemitteilungen nicht wichtig genug, um etwas eigenes dazu schreiben, teilweise wird mir auch die Zeit und/oder die Energie fehlen, die Mitteilungen zu kommentieren. Ich hatte ja bereits geschrieben, dass ich die ersten drei Tage auf dem Microsoft-Stand bei der Anwenderhilfe stehen werde. Und ein Messetag als Aussteller ist Hardcore – er macht durchaus Spaß, aber er schlaucht auch. Und da die Meldungen aktuell sein sollen, will ich auch nicht warten, bis ich wieder relaxt bin… Egal, hier die erste der Pressemitteilungen:

Erste Partnerschaft für den Outlook Social Connector mit größtem Business-Netzwerk in Deutschland

Unterschleißheim/Hamburg, 1. März 2010. Microsoft Deutschland und das Business-Netzwerk XING haben auf der CeBIT 2010 in Hannover eine Partnerschaft für den Outlook Social Connector angekündigt. Damit wird der Outlook-Posteingang künftig auch für deutsche Nutzer zur Nachrichtenzentrale, die sie über die Aktivitäten ihrer Business-Kontakte auf dem Laufenden hält. Voraussichtlich zeitgleich mit dem für Juni dieses Jahres geplanten Start von Microsoft Outlook 2010 wird das XING-Plugin unter www.xing.com/outlook zur Verfügung stehen. Die aktuelle Version des Outlook Social Connector steht unter http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?displaylang=en&FamilyID=c87e257c-d76f-4785-a09b-af36babd6e32 bereit.

XING ist das bekannteste und meistgenutzte Business-Netzwerk in Deutschland. Über 8 Millionen Geschäftsleute und Berufstätige nutzen XING für Beruf sowie Karriere und pflegen über die vielfältigen Networking-Funktionen ihre Kontakte.

Konkret haben die Nutzer durch die Integration folgende Vorteile:

- Vielzahl von Informationen auf einen Blick: XING-Mitgliedern werden direkt in Outlook Zusatzinformationen wie Profilbild, Position oder Unternehmen anderer Mitglieder angezeigt, mit denen sie Mails austauschen

- Aktivitäten nachverfolgen: Mitglieder sehen in Outlook die Netzwerk-Updates und Statusnachrichten ihrer beruflichen XING-Kontakte und bleiben so auf dem Laufenden über deren Aktivitäten

- Outlook immer aktuell: Die eigenen XING-Kontakte werden inklusive Kontaktinformation und Profilbild in Outlook übernommen. Bei Änderungen der Kontaktdaten werden die neuen Informationen automatisch mit Outlook synchronisiert. Sofern Outlook mit dem Handy synchronisiert ist, werden die Informationen auch dort automatisch auf den neuesten Stand gebracht.

- Das eigene Netzwerk erweitern: XING-Mitglieder können ihr persönliches Netzwerk direkt von Outlook aus erweitern, indem sie Outlook-Kontakte, die noch nicht bei XING sind, per Klick einladen.

Dabei behalten die Nutzer die volle Kontrolle über ihre Daten: Ihre individuellen Privatsphäre-Einstellungen auf XING definieren auch im Zusammenspiel mit Outlook, welche Informationen zur Verfügung stehen sollen und welche nicht.

“Die Kooperation mit Microsoft bringt die Vorzüge des erfolgreichsten Business-Netzwerkes Deutschlands mit denen der im Berufsalltag beliebtesten Kommunikationsform zusammen”, sagte Dr. Stefan Groß-Selbeck, CEO der XING AG. “Es vereint die beiden zentralen Elemente der beruflichen Online-Existenz: das persönliche Netzwerk und das eigene Postfach.”

Outlook Social Connector

Der Outlook Social Connector (OSC) integriert die Kommunikations-Historie sowie Feeds aus Unternehmensnetzen und sozialen Netzwerken in Outlook. Er bringt Freunde, Familie und Kollegen auf einer Ebene zusammen, so dass Nutzer einfacher mit ihnen in Kontakt bleiben können. Durch die Technologie entfällt für den Anwender das Wechseln zwischen verschiedenen sozialen Netzwerken und dem Posteingang, dem Kalender und Anhängen in Outlook. So spart der OSC Zeit und erhöht die Produktivität der Nutzer. Zudem hat der Anwender einen besseren Überblick über seine Kommunikation mit Kollegen, da der Outlook Social Connector diese Informationen in einem Kommunikationsfeld zusammenfasst und übersichtlich darstellt.

“Für die Nutzung von E-Mail, Kalender und Kontakten bietet der Outlook Social Connector viele neue, praktische Funktionen”, erklärt Christian Mehrtens, Direktor Business Group Information Worker der Microsoft Deutschland GmbH. “Durch die Einbindung des größten deutschen Business-Netzwerks XING verbessern und erleichtern wir die berufliche Kommunikation vieler Anwender, wodurch sie wertvolle Zeit gewinnen.”  

Der Outlook Social Connector ist in der finalen Version von Outlook 2010 enthalten. Diese wird noch in der ersten Jahreshälfte 2010 verfügbar sein. Die Beta-Version steht unter http://www.Office.com/beta zum Download bereit. Der Outlook Social Connector ist ebenfalls lauffähig mit Outlook 2003 und 2007. Weitere Angaben zu den Systemvoraussetzungen finden sich unter http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?displaylang=en&FamilyID=c87e257c-d76f-4785-a09b-af36babd6e32. Entwickler können mit dem Outlook Social Connector Software Development Kit (SDK) soziale Netzwerke von Drittanbietern einbinden.

Unter der Voraussetzung, dass der Social Connector wirklich gut implementiert wird, ist das wohl eher eine gute News. Outlook ist eh’ schon mehr als ein Mailprogramm und wird vor allem in größeren Firmen als Kommunikationszentrale verwendet. Mit der Vernetzung mit Xing gewinnt Outlook noch mehr. Es wird weiter zu einer zentralen Anwendung für alle geschäftlichen und auch privaten Kontakte. Ich nutze Xing und Outlook selbst und würde es auf jeden Fall gut finden, wenn beide Plattformen vernünftig miteinander vernetzt würden. Ich werde mir die Beta auf jeden Fall ansehen, wenn ich aus Hannover zurück bin. Hier kann ich es nicht testen, da ich auf dem Laptop die Beta von Office 2010 installiert habe und die Pressemitteilung eindeutig aussagt, dass bislang nur Office 2003 und Office 2007 unterstützt werden.

Ist das iPad ein Tablet PC?

Ich bin in letzter Zeit mehrfach gefragt worden, weshalb ich nichts über das iPad schreibe. Nun, dieser Blog hat den Tablet PC und den UMPC als Thema. Und das iPad unterscheidet sich doch deutlich vom Tablet PC.

Da wäre zunächst einmal das Betriebssystem. Auf dem iPad läuft weder das Mac OS noch Windows, sondern eine modifizierte Version des iPhone-Betriebssystems. Ein überdimensionales iPhone ohne Telefonfunktion ist aber beim besten Willen nicht als Tablet PC zu bezeichnen. Das Betriebssystem sorgt auch dafür, dass Büroanwendungen nicht auf dem Gerät ausgeführt werden können, sondern nur die Apps aus dem Apple-Store.

In ihrer Printausgabe vom 28. 1. 2010 berichtete die taz, dass das iPad nicht einmal mit USB-Anschlüssen ausgestattet ist. Das bedeutet, dass die Anwender nicht im Büro eine vorhandene Tastatur anschließen können. Es ist nur eine Bildschirmtastatur vorhanden, die etwa die Größe einer normalen Tastatur hat. Wer aber einmal versucht hat, auf einer virtuellen Tastatur ohne Tasten einen Text zu schreiben, ist zumindest dann aufgeschmissen, wenn er normalerweise 10-Finger-blind schreibt. Immer wieder löst er die falsche Taste aus. Alternativ wird es aber eine Dockingstation geben, die zusätzlich zum iPad erworben werden kann und die auch über eine richtige Tastatur verfügt.

Schon seit langer Zeit ist Multitasking unverzichtbar. Leider ist diese Entwicklung an Apple wohl noch nicht angekommen. Multitasking ist auf dem iPad ein Fremdwort, so dass immer nur eine App gleichzeitig ausgeführt werden kann.

Ein großes Plus des Tablet PCs ist die Handschrifterkennung. Ich konnte nirgendwo im Internet einen Hinweis darauf finden, dass das iPad eine solche Funktionalität mitbringt. Daher können wir vermutlich davon ausgehen, dass das iPad keine handschriftlichen Eingaben akzeptiert bzw. erkennen kann.

Zu Apples Ehrenrettung muss ich noch bemerken, dass Steve Jobs bei der Vorstellung des iPad auch nicht behauptet hat, dass mit das iPad ein Arbeitsgerät sei. Er zeigte, dass es mit dem Gerät möglich ist, Musik zu hören, Filme abzuspielen und eBooks zu lesen. Auch wenn die Platzierung des iPad noch nicht klar ist, scheint Jobs es vermutlich eher als Lifestyle-Gerät darstellen zu wollen, mit dem man ab und an eventuell auch etwas arbeiten kann. Im Gegensatz dazu ist der Tablet PC ein Arbeitsgerät, das aber auch für das Entertainment verwendet werden kann.

Mit seinen 499 bis 829 Dollar ist das iPad meiner Meinung nach ein überteuerter eBook-Reader und MP3-Player. Allerdings ist es gut möglich, dass die Preise noch kräftig sinken werden. Wie die Computerwoche in ihrer neuesten Ausgabe berichtet, hat das Marktforschungsunternehmen iSuppli ausgerechnet, dass die im iPad verbauten Hardwarekomponenten lediglich 219,35 Dollar kosten. Im Preis des iPad dürfte also noch viel Phantasie stecken.

Ich habe von der Präsentation des iPad eigentlich positive Impulse für den Tablet PC erwartet. Erinnern wir uns: Apple hatte sich die MP3-Spieler angesehen, die Fehler ausgewertet, die von den Herstellern beim Entwurf dieser Geräte gemacht wurden, und anschließend mit dem iPod einen besseren MP3-Player auf den Markt gebracht. Dann hat sich Apple die Windows-Mobiltelefone angesehen, die Fehler ausgewertet und mit dem iPhone die Geräte nachgebaut. Dabei hat die Company viele Fehler weggelassen und etliche nette Gimmicks eingebaut und damit auch dem Windows Mobile-Markt viele neue Impulse gegeben. Microsoft ist da klar gefordert, mit Windows Mobile nachzuziehen.

Wer wie ich durch das iPad einen ähnlichen Impuls für die Entwicklung der Tablet PCs erwartet hat, wurde bitter enttäuscht. Selbst das seriöse heute.de lästerte über “Die teuerste Binde der Welt” und hat einen Teil der Häme gesammelt, die im Internet über Apple ausgeschüttet wurde. Hier ein Ausschnitt: 

“Die teuerste Binde der Welt?”, hämt denn auch das Neo-Feminismus-Blog maedchenmannschaft.net. “Es surft im Web UND stoppt die Blutung”, schreibt “tjakabon” bei Twitter. “Claudine” freut sich: “Schön, das erste Apple-Produkt nur für Mädchen!”. Beim Blog “Jezebel” kommentiert einer: “Hoffentlich hilft es den Leuten mit dem 24-Stunden-Nachrichten-Zyklus umzugehen.” Ein Wettlauf um die schönste Abwandlung eines Tampon-Werbeslogans ist im Gange. “Hat die nächste Version Flügel?”, zwitschert ein US-Amerikaner.

Na gut, das ist wohl etwas übertrieben. Ich meine, dass Bill Gates die Situation gut zusammengefasst hat: “Ich glaube stark an Touchbedienung und digitale Lesegeräte, aber weiter denke ich, dass eine gewisse Mischung aus Spracheingabe, einem Stift und einer echten Tastatur – in anderen Worten ein Netbook – dem Mainstream in dieser Richtung entsprechen wird” (Zitat aus macwelt.de).

Wie es im Moment aussieht, bringt Apple nach dem iPod und dem iPhone mit dem iPad ein drittes Livestyleprodukt auf den Markt. Augenscheinlich erfindet sich Apple derzeit neu und entwickelt sich vom IT-Anbieter zum Lifestylekonzern. Damit passt das iPad nicht in diesen Blog.

Jimi Hendrix 2.0

Eventuell kennen Sie ja das Konzert, in dem Jimi Hendrix seine Gitarre angesteckt hat. Jimis Begründung war, dass er seine Gitarre und sein Publikum liebt und er dem Publikum etwas schenken möchte, was er liebt. Xavier Lanier von www.gottabemobile.com hat auf Youtube ein Video von jemandem gefunden, der sein iPhone mindestens so liebt wie Jimi seine Gitarre. Viel Spaß beim Ansehen des Videos.

Werbung für Windows 7

Das Mädchen sollte man für den nächsten Oskar vorschlagen.

Hollywood zeigt die Sony VAIO UX-Serie

Sicher haben auch Sie schon einmal gesehen, dass in amerikanischen Filmen und Serien immer häufiger Tablet PCs gezeigt werden. Das UMPC Portal hat eine kurze Liste mit Videos und Screenshots dieser Szenen erstellt.

Deutsche Software für Windows Mobile gesucht
Diese Meldung hat zwar nichts mit Tablet PCs zu tun, könnte aber trotzdem interessant sein.
Zeitgleich mit der Markteinführung von Windows Mobile 6.5 startet der Windows Marketplace for Mobile, für den man sich in Deutschland ab Juli anmelden kann.
Der Microsoft-Dienst soll es Nutzern von „Windows Mobile“ ermöglichen, über eine passende Shop-Anwendung auf dem Gerät oder über ein Webportal auf einfache Art und Weise interessante Software zu suchen, zu testen und zu kaufen.
Softwareanbieter können auf dem Online-Marktplatz ihre Anwendungen präsentieren – dazu zählen natürlich auch Lösungen in deutscher Sprache und aus Deutschland für die Windows-Mobile-Nutzer hierzulande.
Über die Rahmenbedingungen informiert vorab der WindowsPhone-Blog, über den sich interessierte Produzenten auch an Microsoft wenden können.