Archive for the ‘Hardware’ Category
CIO: iPad nicht Business-tauglich

Die Zeitschrift CIO hat ihre Leser gefragt, ob sie das iPad für geeignet im geschäftlichen Einsatz halten. 760 Leser haben geantwortet und ein klares Statement abgegeben: 65 % waren der Meinung, dass das iPad nicht Business-tauglich ist, 25 % meinten, dass sich das Gerät in die IT-Struktur einpasst und 10 % der Leser hatten keine Meinung. Über den Nutzen dieser Umfrage lässt sich sicher streiten, da sie nicht repräsentativ und daher das Ergebnis wohl eher zufällig ist.

Da der Umfrage klare Kriterien für die Business-Tauglichkeit fehlten, ist das Ergebnis zunächst einmal durch die Phantasie der antwortenden IT-Leiter geprägt. Im besten Fall geben die Antworten wieder, ob das iPad für das entsprechende Unternehmen interessant sein könnte.

Dabei entspricht das Ergebnis aber durchaus der Meinung vieler Journalisten, die sich mit dem iPad beschäftigt haben. Die FTD fasst es gut zusammen: “Wer arbeiten muss, braucht mehr.”

Nebenbei bemerkt häufen sich im Netz Berichte über Probleme mit dem iPad. Angeblich werden die Geräte zu heiß, das WLAN funktioniert nicht, wenn das iPad auf dem Tisch liegt usw. Irgendwie macht das iPad noch keinen wirklich ausgereiften Eindruck.

Heise stellt Tablets mit Windows 7 vor

Der Heise-Verlag hat sich auf der Computex umgesehen und dabei auch einige Tablet PCs mit niedrigem Preis gefunden, die in einem Onlineartikel vorgestellt werden. Dabei werden auch die Geräte einiger Hersteller beschrieben, die bislang noch nicht auf dem eurpäischen Markt vertreten sind, die aber in naher Zukunft ihren Markteintritt planen.

Offensichtlich mag der Redakteur Tablet PCs nicht und bleibt lieber bei der herkömmlichen Bedienung mit Tastatur und Maus. Er macht auch kaum Anstalten, seine Abneigung gegen eine natürlichere Bedienung mobiler Rechner zu verbergen.

Andererseits drängt sich auch die Frage auf, weshalb die Hersteller Geräte designen, die so schwach auf der Brust sind, dass sie kaum das Betriebssystem vernünftig zum Laufen bringen und aus Kostengründen einen reinen Touchscreen einbauen. Dass ein solches Gerät nur schwierig zu bedienen ist, dürfte jedem klar sein. Ob die Hersteller sich und ihren Kunden einen Gefallen mit diesen Geräten tun bleibt wohl abzuwarten.

MSN stellt zwei Tablet PCs vor

Wie Engadget meldet hat MSI auf einer Pressekonferenz zwei unterschiedliche Tablet PCs vorgestellt.

Das WindPad 100 ist mit einem Intel Atom-Prozessor ausgestattet, das WindPad 110 mit einem Tegra-2-Prozessor von Nivida mit integriertem Grafikkern. Beide Tablet PCs sind mit USB und HDMI ausgestattet und eignen sich daher auch für die externe Wiedergabe DRM-geschützter Videos. Das WindPad 100 wird mit Windows 7 Ultimate ausgeliefert, das WindPad 110 mit Googles Betriebssystem Android. Als Preis nennt MDI 499 Dollar für das WindPad 100 und 399 Dollar für das WindPad 110.

Kommt der 100 Dollar-Tablet PC im Jahr 2011?

Die Organisation One Laptop Per Child (OLPC) ist durch die Konstruktion sehr preisgünstiger Laptops für die dritte Welt bekannt geworden. Bereits seit längerer Zeit arbeitet die Organisation an einem kindgerechten Tablet PC, der nicht mehr als 100 Dollar kosten soll. Wie das Nachtrichtenportal IDG jetzt bekanntgab, soll es im Frühjahr 2011 vorgestellt werden und im Laufe des nächsten Jahres auf den Markt kommen.

Hauptinitiator Nicholas Negroponte sagt, dass diese erste Version noch aus Metall und Glas hergestellt wird, dass OLPC aber im weiteren Verlauf eine Outdoor-Version anstrebt, die vollständig aus Plastik besteht. Dadurch soll das Gerät bruchfest werden. Außerdem geht er davon aus, dass das Gerät auch in den hochentwickelten Industrieländern reißenden Absatz finden wird. Durch die hohen Stückzahlen soll ein Preis von lediglich 75 Dollar möglich sein.

Ein auf YouTube veröffentlichtes Video stellt einen Prototypen des 100-Dollar-Tablet PCs vor. Nach dem Video scheint das Gerät dem iPad eindeutig überlegen zu sein. Mit Linux verfügt es über ein vollwertiges Betriebssystem und es soll auch über eine Outdoor-Anzeige verfügen, die selbst im Sonnenlicht eine gute Lesbarkeit der Anzeige gewährleistet.

Ob der angestrebte Preis von 75 Dollar erreicht werden kann bleibt abzuwarten. Das Marktforschungsunternehmen iSuppli hat ausgerechnet, dass die im iPad verbauten Hardwarekomponenten 219,35 Dollar kosten. Dieser Preis beinhaltet aber lediglich die reinen Materialkosten ohne die Kosten für die Montage und den Vertrieb. Und dann soll ein vermutlich überlegenes Gerät für 75 Dollar auf den Markt kommen?

Hier noch das YouTube-Video:

Intel stellt neuen Prozessor speziell für Tablet PCs vor

Am 1. Juni beginnt in Taipeh, der taiwanesischen Hauptstadt, die Computex. Intel hat jetzt auf einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass das Unternehmen auf dieser größten asiatischen Computermesse einen neuen Prozessor vorstellen wird, der speziell für Tablet PCs entwickelt wurde. Dieser Prozessor soll sich durch einen besonders geringen Strombedarf auszeichnen, so dass Tablet PCs eine ähnlich lange Laufzeit erreichen können wie Apples iPad. Leider teilte Intel keine Einzelheiten des Prozessors mit. Auf eine Nachfrage einer Journalistin antwortete Mooly Eden, General Manager der Mobile Platform Group, nur ausweichend. Wir werden wohl bis zur nächsten Woche warten müssen, bevor wir Einzelheiten über den neuen Prozessor erfahren. Hier eine Audioaufnahme der Frage und der Antwort: tabletsilicon

Weltweit erster Outdoor Spectrum Analyzer übertrifft Militärstandard MIL-STD 810F und arbeitet bis 9,4GHz

Als erste Firma stellt die Aaronia AG eine volkommen neue Klasse an Spectrum Analyzern vor, die auch bei strömendem Regen, extremen Temperaturen, Salzluft (Küstenbereiche bzw. Schifffahrt) oder in extrem staubigen und schmutzigen Umgebungen eingesetzt werden können, den SPECTRAN XFR Analyzer.
Der SPECTRAN XFR wurde speziell für den Einsatz im Militärbereich, auf Baustellen, in Bergwerken sowie in der Luft- und Raumfahrt etc. entwickelt. Dies stellt für diese hochempfindliche Geräteklasse ein absolutes Novum dar. Die XFR Analyzer sind extrem Outdoor-Notebook und hochempfindlicher Analyzer in einem Gerät und kombinieren ihre jeweiligen Vorzüge.

Der integrierete Spectrum Analyzer (basierend auf SPECTRAN HF-60100 V4) bietet einen Frequenzbereich von 1MHz bis 9,4GHz und einen AVG Noise Level (DANL) von -170dBm(1Hz). Der maximale Pegel wird mit +20dBm (optional +40dBm) angegeben. Die Filterbandbreiten sind von 200Hz bis 50MHz wählbar. Die kleinstmögliche SampleTime beträgt 1mS. Die typ. Genauigkeit: +/- 1dB. Der integrierte Spectrum Analyzer ist mit einen 14Bit Dual-ADC, DDC Hardware-Filter, einen 15dB Preamplifier, 0,5ppm TCXO und einen 150 MIPS DSP (CPU) ausgestattet.

Das Notebook mit Balistic Armor Schutz erfüllt den Militärstandard MIL-STD-810F und beinhaltet die PrimoSeal™-Technologie mit höchstem Schutzgrad (IP65). Als Prozessor kommt ein Intel Core 2 Duo P8700 (2,53GHz,1.066MHz,3MB) zum Einsatz. Weitere integrierte Features sind: Intel GMA X4500HD, Fingerabdruck-Lesegerät, 14,1Zoll Breitbild WXGA (1280X800) Bildschirm, Kamera und Mikrofon, 4096MB (2×2048) 800MHz DDR2 Dual Channel Speicher, eine 120GB stoßgedämpfte (5400 1/min) Festplatte, 6-Zellen 54Wh LI-ION Akku und Windows XP Pro SP3 (inkl. Windows Vista Business SP1 Medien) Betriebsystem.

Die kostenlos mitgelieferte und bereits installierte Windows Analyzer-Software sorgt für eine leistungsfähige Dokumentation und Weiterverarbeitung der Daten. (Quelle: Pressemitteilung des Herstellers)

Medion arbeitet an Tablet PC

Laut einem Bericht der Finnancial Times Deutschland plant der Elektronikhersteller und Aldi-Alleinlieferant Medion pünktlich zum Weihnachtsgeschäft dieses Jahres, einen eigenen Tablet PC auf den Markt zu bringen. Wenn der Tablet PC auch für die preisbewussten Käufer bei Aldi erschwinglich wird, dürfte dies der Akzeptanz dieses Rechnerformatfaktors einen kräftigen Schub geben.

Allerdings wagt sich das Unternehmen, das im letzten Jahr mit einem kräftigen Gewinneinbruch zu kämpfen hatte, damit auf einen Markt, der in diesem Jahr hart umkämpft sein dürfte, da auch Archos, die Asus-Tochter Pegatron und Telefunken für dieses Jahr Tablet PCs angekündigt haben.

Über die technische Ausstattung des Medion-Geräts ist bislang noch nicht viel bekannt. In einem Konzeptvideo lässt sich ein 10 Zoll-Display vermuten, außerdem sind noch drei USB-Anschlüsse, ein Cardreader sowie zwei Audioausgänge zu erkennen.

Außerdem hat sich Medion augenscheinlich um einen Designer bemüht, der versucht hat, dem Gerät eine unverwechselbare Optik zu verschaffen. Ich meine, wenn das Design nicht noch geändert wird, hat er seine Aufgabe gut erledigt. Hier noch das Konzeptvideo:

HP stellt die Entwicklung seines Slate ein

Noch im April hat Hewlett-Packard einen Slate vorgestellt, den die Company auf den Markt bringen wollte. Kürzlich teilte das Unternehmen mit, dass der Slate nicht produziert wird.

Diese Ankündigung kam vermutlich nicht zufällig, kurz nachdem HP Palm für 1,2 Milliarden Dollar übernommen hat. Grund für diesen Kauf ist vermutlich, dass HP den Zugriff auf das Betriebssystem WebOS erhalten wollte, das von Palm entwickelt wurde. Es steht daher zu erwarten, dass HP in näherer Zukunft einen Slate mit diesem Betriebssystem auf den Markt bringen wird, auch wenn diese Aussage im Moment noch reine Spekulation ist.

Die Seite, auf der HP den Slate vorstellte, ist noch unter www.hp.com/slate zu erreichen und auch auf Youtube finden Sie einige Videos, in denen das Gerät vorgestellt wird.

Microsoft legt Courier-Pläne auf Eis

Im letzten Herbst hatte Microsoft Bilder von Courier veröffentlicht, einem Dual-Screen- Tablet PC, den das Unternehmen auf den Markt bringen wollte. Wie Frank Shaw in seinem Blog heute schrieb, werde der Courier nicht auf den Markt gebracht, zumindest nicht in seiner heutigen Form. Shaw fährt fort: “Wir prüfen, wie die Technologie in künftigen Microsoft-Angeboten genutzt werden kann” (Quelle: FTD).

Mit dem Tablet PC jetzt schon Anwendungen für Windows Phone 7 entwickeln

Microsoft hat eine erste CTP von Visual Studio 2010 Express for Windows Phone zum Download bereitgestellt. Im Moment steht die CTP nur in englischer Sprache zur Verfügung. Außerdem werden sich bis zum engültigen Release noch erhebliche Veränderungen ergeben, weshalb Microsoft empfiehlt, diese CTP auf einem separaten Rechner zu installieren. Mit dieser CTP ist es bereits jetzt möglich, Anwendungen für Windows Phone 7 zu erstellen und sich mit den neuen Bedingungen der Programmierung für das kommende Betriebssystem für Mobiltelefone vertraut zu machen, auch wenn noch keine Mobiltelefone verfügbar sind, auf denen die erstellten Anwendungen ausführen lassen.

Trotzdem ist es möglich, die entwickelten Anwendungen zu testen. Visual Studio 2010 Express for Windows Phone enthält einen Emulator, auf dem sich die Anwendung wie auf einem Mobiltelefon anzeigen und nutzen lässt. Wird die CTP auf einem multitouchfähigen Tablet PC installiert, lassen sich auch die Multitouchfähigkeiten von Windows Phone 7 nutzen, da die Multitouchfähigkeit des Hostrechners an den Emulator weitergegeben wird.

Allerdings müssen sich sowohl Anwender als auch Entwickler auf etliche Änderungen einstellen. Einige dieser Änderungen sind vorbehaltlos zu begrüßen, während andere doch erhebliche Zweifel aufwerfen. Hier in zufälliger Reihenfolge einige der Änderungen:

  • Windows Phone 7 unterstützt kein Multitasking mehr. Damit wird es vermutlich nicht mehr möglich sein, unterwegs Musik zu hören, während man gleichzeitig seine E-Mails bearbeitet. Während die nächste Generation des iPhones auch Mulitasking beherrscht, geht Microsoft hier leider den umgekehrten Weg. Der Sinn dieser Änderung erschließt sich mir bislang noch nicht. Die geringfügig längere Lebensdauer des Akkus gleicht den Komfortverlust meiner Meinung nach nicht aus.
  • Es wird erheblich weniger Farbe geben. Der Desktop von Windows Phone 7 ist weiße Schrift auf schwarzem Grund. Weniger bunte Farben einzusetzen macht die Oberfläche sicher besser bedienbar, aber die Farbwahl ist zumindest gewöhnungsbedürftig. Wie sinnvoll sie ist, wird erst der Einsatz in der Praxis zeigen. Auf den allerersten Blick erinnert die Farbwahl an die guten alten Zeiten und DOS und dem Norton Commander mit seiner Blöckchengrafik (na gut, diese Bemerkung ist etwas polemisch).
  • Die Kompaktversion des SQL Servers wird zumindest in der ersten Version unter Windows Phone 7 nicht laufen. Frank Prengel zeigte sich auf der Extopia kompakt aber zuversichtlich, dass nach kurzer Zeit findige Entwickler andere Lösungen für das Speichern strukturierter Daten anbieten werden. Vielleicht C-ISAM für Windows Phone?
  • Es wird nicht mehr möglich sein, “einfach so” Anwendungen zu entwickeln und anschließend zu vertreiben. Alle Anwendungen für Windows Phone 7 müssen ein Zertifikat von Microsoft erhalten und dürfen nur über den Marketplace von Microsoft vertrieben werden. Microsoft hat auch angekündigt, dass die Anwendungen vor der Veröffentlichung durch Microsoft überprüft werden. Ich hoffe nur, dass sich die Überprüfung der Anwendungen nicht auf die Einhaltung formaler Kriterien beschränkt, sondern sich auch auf die Nutzbarkeit der Anwendung erstreckt. Ich habe selbst eine Anwendung für Windows 6.5 vom Marketplace heruntergeladen, die so chaotisch geschrieben wurde, dass mir die Lust auf weitere Käufe auf dieser Plattform derzeit vergangen ist. Außerdem wäre es sicher interessant zu erfahren, welchen Anteil am Verkaufspreis Microsoft verlangt. Hoffentlich ist der Anteil geringer als bei Apple, wo für die Entwickler kaum etwas übrigbleibt.
  • Inhouse-Entwicklungen müssen nicht über den Marketplace installiert werden, sondern für Anwendungen für den eigenen Gebrauch können separate Zertifikate erworben werden. Nähere Informationen sind aber bei Microsoft derzeit noch nicht erhältlich.
  • Bislang konnten die Hersteller von Mobiltelefonen die Startseite weitgehend selbst gestalten und ihren Geräten damit ein einmaliges Aussehen geben. Dies wird unter Windows Phone 7 nur noch eingeschränkt möglich sein. Die obere Hälfte des Startbildschirms wird von Microsoft festgelegt und kann nicht verändert werden. Diese Änderung ist verständlich, da Microsoft möchte, dass die Mobiltelefone sofort als Windows-Handy erkannt werden.
  • Außerdem orientiert sich die Gestaltung der Benutzeroberfläche mehr als früher an den Piktogrammen, die uns auch sonst überall im täglichen Leben begegnen. Während ich andere Neuerungen an der Oberfläche von Windows Phone als eher gewöhnungsbedürftig empfinde, kann ich mir hier schon vorstellen, dass sie die Telefone intuitiver bedienbar macht. Die Oberfläche imitiert jetzt nicht mehr den Desktop des PCs, sondern orientiert sich stärker an den Anforderungen an Mobiltelefone.
  • Schade finde ich, dass Windows Phone 7 keine Eingabe mit dem Stift mehr unterstützt. Bereits jetzt akzeptieren einige Telefone mit Windows 6.5 mobile keine Stifteingaben. Ein Beispiel dafür ist das HTC HD2. Vielleicht liegt es ja an meinen Wurstfingern, aber in einigen Fällen liegen die Elemente so dicht beieinander, dass die Bedienung zum Glücksspiel wird. Ein Beispiel dafür ist die Aufgabenliste von Outlook Mobile. In diesen Fällen würde ich mir schon die Stifteingabe zurückwünschen.
  • Dass Entwickler keinen programmgesteuerten Zugriff auf die Hardware mehr haben werden ist für sich gesehen kein Nachteil und dient der Sicherheit.