Archive for the ‘Hardware’ Category
Der Tablet PC auf der CeBIT 2010

Als ich auf der Website der CeBIT 2009 nach Tablet PCs gesucht habe, wurde ich nicht fündig. Die Suchmaschine gab mir keinen einzigen Treffer zurück. Zwar wurden auch im letzten Jahr einige Tablet PCs auf der Messe gezeigt, aber die waren der Messe wohl damals noch keine Erwähnung wert.

In diesem Jahr sieht es etwas anders aus. Die Suche nach dem Tablet PC ergibt immerhin 49 Treffer. Das ist ja schon mal beeindruckend und ich habe einige Hersteller auf ihren Ständen besucht. Teilweise sind kleine Hersteller dabei, die nur einen Tablet PC im Angebot haben, der entweder eine Produktpalette aus Handhelds ergänzt oder es handelt sich um sehr spezielle Geräte, beispielsweise einen Tablet PC, der speziell für den Einsatz in infektiösen Bereichen von Krankenhäusern entwickelt wurde. Besonderheiten dieses Geräts namens Elmi Mobile Tablet PC ET 10 Digital Twinhead ist neben der Sicherung gegen Stöße die Resistenz gegen Desinfektionsmittel. Es handelt sich also keinesfalls um ein Gerät für den Massenmarkt.

Aber auch große Hersteller wie Fujitsu stellen den Tablet PC an prominenter Stelle aus. Das Unternehmen steht mit vier Convertibles auf einem Stand, der in der Halle 15 teilweise im Bereich Planet Reseller und teilweise im öffentlich zugänglichen Bereich liegt. Die Tablet PCs im öffentlich zugänglichen Bereich waren die Geräte, die bei meinem Besuch am meisten umlagert waren. Der Mitarbeiter, der mir die Geräte zeigte, hatte Probleme, überhaupt an den Tisch zu kommen. Er äußerte die Meinung, dass die Tablet PCs in den nächsten ein bis zwei Jahren erhebliche Marktanteile erobern werden. Diese Hoffnung begründete er einerseits mit der Multitouchfähigkeit von Windows 7 und andererseits mit dem Aufsehen, das Apple mit seinem iPad erregt hat bzw. noch erregen wird. Dadurch würde die Aufmerksamkeit auf den Formfaktor Tablet PC gelenkt und jeder, der sich für ein solches Gerät interessiert und der nicht nur ein Lifestyle-Gerät sucht, sondern damit auch arbeiten möchte, kann sich eigentlich nur für einen Tablet PC entscheiden.

Onkyo stellt den neuen NX707A4 Tablet PC vor

Onkyo, ein hierzulande weitgehend unbekannter IT-Anbieter, hat einen neuen Tablet PC vorgestellt. Er ist mit einem 7 Zoll großen Touchscreen mit einer maximalen Aufläsung von 1024 x 600 Pixel ausgerüstet. Außerdem enthält er einen Intel Atom Z 520-Prozessor mit 1,33 Ghz, eine 80 GB große Festplatte, 1 GB RAM sowie zwei Webcams, eine mit einer Auflösung von 3 Megapixel und eine mit einer Auflösung von 0,3 Megapixel, sowie verschiedene Cardreader. Als Betriebssystem dient Windows 7 Starter. Das Gerät wird zunächst in Japan zu einem Preis von umgerechnet 461 Euro angeboten. Über eine Vermarktung des Geräts in Deutschland hat das Unternehmen noch nicht entschieden.

Ist das iPad ein Tablet PC?

Ich bin in letzter Zeit mehrfach gefragt worden, weshalb ich nichts über das iPad schreibe. Nun, dieser Blog hat den Tablet PC und den UMPC als Thema. Und das iPad unterscheidet sich doch deutlich vom Tablet PC.

Da wäre zunächst einmal das Betriebssystem. Auf dem iPad läuft weder das Mac OS noch Windows, sondern eine modifizierte Version des iPhone-Betriebssystems. Ein überdimensionales iPhone ohne Telefonfunktion ist aber beim besten Willen nicht als Tablet PC zu bezeichnen. Das Betriebssystem sorgt auch dafür, dass Büroanwendungen nicht auf dem Gerät ausgeführt werden können, sondern nur die Apps aus dem Apple-Store.

In ihrer Printausgabe vom 28. 1. 2010 berichtete die taz, dass das iPad nicht einmal mit USB-Anschlüssen ausgestattet ist. Das bedeutet, dass die Anwender nicht im Büro eine vorhandene Tastatur anschließen können. Es ist nur eine Bildschirmtastatur vorhanden, die etwa die Größe einer normalen Tastatur hat. Wer aber einmal versucht hat, auf einer virtuellen Tastatur ohne Tasten einen Text zu schreiben, ist zumindest dann aufgeschmissen, wenn er normalerweise 10-Finger-blind schreibt. Immer wieder löst er die falsche Taste aus. Alternativ wird es aber eine Dockingstation geben, die zusätzlich zum iPad erworben werden kann und die auch über eine richtige Tastatur verfügt.

Schon seit langer Zeit ist Multitasking unverzichtbar. Leider ist diese Entwicklung an Apple wohl noch nicht angekommen. Multitasking ist auf dem iPad ein Fremdwort, so dass immer nur eine App gleichzeitig ausgeführt werden kann.

Ein großes Plus des Tablet PCs ist die Handschrifterkennung. Ich konnte nirgendwo im Internet einen Hinweis darauf finden, dass das iPad eine solche Funktionalität mitbringt. Daher können wir vermutlich davon ausgehen, dass das iPad keine handschriftlichen Eingaben akzeptiert bzw. erkennen kann.

Zu Apples Ehrenrettung muss ich noch bemerken, dass Steve Jobs bei der Vorstellung des iPad auch nicht behauptet hat, dass mit das iPad ein Arbeitsgerät sei. Er zeigte, dass es mit dem Gerät möglich ist, Musik zu hören, Filme abzuspielen und eBooks zu lesen. Auch wenn die Platzierung des iPad noch nicht klar ist, scheint Jobs es vermutlich eher als Lifestyle-Gerät darstellen zu wollen, mit dem man ab und an eventuell auch etwas arbeiten kann. Im Gegensatz dazu ist der Tablet PC ein Arbeitsgerät, das aber auch für das Entertainment verwendet werden kann.

Mit seinen 499 bis 829 Dollar ist das iPad meiner Meinung nach ein überteuerter eBook-Reader und MP3-Player. Allerdings ist es gut möglich, dass die Preise noch kräftig sinken werden. Wie die Computerwoche in ihrer neuesten Ausgabe berichtet, hat das Marktforschungsunternehmen iSuppli ausgerechnet, dass die im iPad verbauten Hardwarekomponenten lediglich 219,35 Dollar kosten. Im Preis des iPad dürfte also noch viel Phantasie stecken.

Ich habe von der Präsentation des iPad eigentlich positive Impulse für den Tablet PC erwartet. Erinnern wir uns: Apple hatte sich die MP3-Spieler angesehen, die Fehler ausgewertet, die von den Herstellern beim Entwurf dieser Geräte gemacht wurden, und anschließend mit dem iPod einen besseren MP3-Player auf den Markt gebracht. Dann hat sich Apple die Windows-Mobiltelefone angesehen, die Fehler ausgewertet und mit dem iPhone die Geräte nachgebaut. Dabei hat die Company viele Fehler weggelassen und etliche nette Gimmicks eingebaut und damit auch dem Windows Mobile-Markt viele neue Impulse gegeben. Microsoft ist da klar gefordert, mit Windows Mobile nachzuziehen.

Wer wie ich durch das iPad einen ähnlichen Impuls für die Entwicklung der Tablet PCs erwartet hat, wurde bitter enttäuscht. Selbst das seriöse heute.de lästerte über “Die teuerste Binde der Welt” und hat einen Teil der Häme gesammelt, die im Internet über Apple ausgeschüttet wurde. Hier ein Ausschnitt: 

“Die teuerste Binde der Welt?”, hämt denn auch das Neo-Feminismus-Blog maedchenmannschaft.net. “Es surft im Web UND stoppt die Blutung”, schreibt “tjakabon” bei Twitter. “Claudine” freut sich: “Schön, das erste Apple-Produkt nur für Mädchen!”. Beim Blog “Jezebel” kommentiert einer: “Hoffentlich hilft es den Leuten mit dem 24-Stunden-Nachrichten-Zyklus umzugehen.” Ein Wettlauf um die schönste Abwandlung eines Tampon-Werbeslogans ist im Gange. “Hat die nächste Version Flügel?”, zwitschert ein US-Amerikaner.

Na gut, das ist wohl etwas übertrieben. Ich meine, dass Bill Gates die Situation gut zusammengefasst hat: “Ich glaube stark an Touchbedienung und digitale Lesegeräte, aber weiter denke ich, dass eine gewisse Mischung aus Spracheingabe, einem Stift und einer echten Tastatur – in anderen Worten ein Netbook – dem Mainstream in dieser Richtung entsprechen wird” (Zitat aus macwelt.de).

Wie es im Moment aussieht, bringt Apple nach dem iPod und dem iPhone mit dem iPad ein drittes Livestyleprodukt auf den Markt. Augenscheinlich erfindet sich Apple derzeit neu und entwickelt sich vom IT-Anbieter zum Lifestylekonzern. Damit passt das iPad nicht in diesen Blog.

Verwechseln Sie das nicht mit einem Tablet PC

Die Camangi WebStation wird von den Benutzern Tablet genannt (beachten Sie: Tablet ohne angehängtes PC, was aber die Verwechslungsgefahr nur marginal verringert). In diesem fall handelt es sich um ein Gerät mit einem 7 Zoll-Monitor, das mit einem Marvell 624MHz PXA303-Prozessor und Android betrieben wird. Hier ein Video, das das Gerät in Aktion zeigt:

Innovative Converged Devices kündigt Tablet PC namens Vega an

Innovative Converged Devices mit Sitz in Seattle hat angekündigt, Anfang nächsten Jahres Vega zu veröffentlichen, einen Tablet PC auf der Basis von Google Android 2.0. Das Unternehmen kündigte an, dass es drei unterschiedliche Modelle mit Bildschirmdiagonalen von 7, 11 und 15 Zoll geben wird.
Um die Verbindung mit dem Internet aufzubauen sind die Geräte mit WLAN und 3G ausgestattet. Andere Features sind ein Touchscreen, eine Webcam, Bluetooth sowie die Möglichkeit, den Arbeitsspeicher zu erweitern. Als Einstiegspreis werden $ 499,00 angegeben. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des Unternehmens.

Orkin Design stellt den Rolltop vor

Eigentlich zeichnet sich der Notebookmarkt vor allem durch Phantasielosigkeit aus. Alle Rechner sehen mehr oder weniger gleich aus. Jetzt erscheint nach langer Zeit erstmals wieder ein innovatives Design:

Rolltop1

Ob Sie es glauben oder nicht – auf dem Bild sehen Sie ein Notebook. Wenn Sie es ausrollen sieht es folgendermaßen aus:

Rolltop2

Wenn Sie mehr erfahren wollen, sehen Sie sich einfach das Video auf der Orkin-Website an.

Ein BenQ S6 zieht sich aus

Geben wir es zu: wir alle sehen uns gerne einmal das Innenleben unserer Geräte an. Das Problem dabei ist, dass das Auseinanderbauen meist noch recht einfach geht, schwierig ist nur, beim Zusammenbauen alle Teile wieder an ihrem Platz zu montieren. Das folgende Foto hat eine junge Frau geschossen, die ihren BenQ S6 demontiert hat.

Blog

Das ist noch das züchtigste der Bilder, die Sie hier in voller Pracht finden.

Windows 7 auf dem Asus Eee PC T91

Viele Benutzer haben die Befürchtung, dass der Asus Eee PC T91 nicht kräftig genug ist, um Windows 7 auszuführen. Schließlich benötigt der Touchscreen zusätzliche Rechenpower. JKK von jkkmobile.com hat Windows 7 auf dem T91 installiert und die Ergebnisse in einem umfangreichen YouTube-Video dokumentiert. Um sein Ergebnis vorwegzunehmen: Er findet Windows 7 auf dem T91 “OK”. Die große Begeisterung bleibt also aus, aber sicher ist der Rechner für viele einfache Aufgaben gut zu verwenden. Hier die Leistungswerte, die Windows 7 meldet: Prozessor: 1,9, Speicher 4,1, Grafik 2,9, Grafik (Spiele) 2,5 und die Datentransferrate der Festplatte wird mit 5,9 bewertet. Also gar nicht so schlecht. Hier nun das Video:

Microsoft plant unter dem Codenamen Courier einen Dual Screen-Tablet PC

Microsoft plant einen neuenDdual Screen-Tablet PC auf den Markt zu bringen. Er wird mittlerweile in mehreren YouTube-Videos vorgestellt. Neben dem Dual Screen fällt vor allem die Bedienung mit den Fingern sowie die Software auf, die in den Videos gezeigt wird. Ich vermute, dass es sich dabei um ein nun marktreifes Produkt handelt, das aus den Versuchen mit InkSeine hervorgegangen ist. InkSeine ist ein Projekt von Microsoft Research, das die Möglichkeiten der Usability auf Tablet PCs auslotet. Wenn mein Eindruck stimmt und es sich wirklich um ein Produkt auf der Grundlage der Ergebnisse von InkSeine handelt, hat sich die Forschungsarbeit sicher gelohnt. Hier nun das Video:

In einem anderen Video vergleicht FinancialMirror.tv Courier mit dem Apple Tablet:

Windows 7 auf dem Eee PC T91

JKK von ultramobilepc-tips.blogspot.com hat den T91 getestet und ein langes Video auf YouTube veröffentlicht. Er zeigt darin, gut sich Windows 7 und hier besonders die Touchscreenbedienung für einen Web-Tablet eignen. Das Ergebnis ist durchaus beeindruckend und Sie sollten sich das Video nicht entgehen lassen.