In letzter Zeit hatte es immer wieder Gerüchte gegeben, dass Acer das Geschäft mit den Tablet PCs aufgeben wolle. Jetzt hat der Gründer von Acer, Stan Shih, klargestellt, dass diese Gerüchte nicht zutreffen. Zumindest derzeit würde Acer über diesen Schritt nicht nachdenken, auch wenn er einräumte, dass das Tablet PC-Geschäft bei Acer zumindest zeitweilig für einige Frustrationen gesorgt hat.
Zu den Gerüchten war es laut Digitimes gekommen, da der Aufsichtsrat des taiwanesischen Unernehmens über die Produktentwicklung und eine straffere Unternehmensstruktur diskutiert habe. Dabei habe der Aufsichtsrat den Konsens erzielt, sich auf profitable Produkte zu konzentrieren. Offensichtlich gehören die Tablet PCs dazu.
Sie waren nicht bei der Build in Anaheim und trotzdem gefallen Ihnen die Tablet PCs, die Microsoft dort verteilt hat? Ihnen kann geholfen werden. Seit heute akzeptiert der Microsoft Store Vorbestellungen auf das Samsung Series 7 Slate. Dabei handelt es sich zwar nicht exakt um das in Anaheim verteilte Gerät, aber es kommt ihm nach Microsoft-Angaben sehr nahe.
Die Geräte sind mit einem Intel Core i5-2467M-Prozessor und 4 GB RAM ausgerüstet, außerdemb mit einem 128 GB SSD-Laufwerk, das für einen schnellen Datenzugriff sorgt. Der Bildschirm lässt sich aus einem Winkel von 170° betrachten, so dass Sie auch komfortabel Ihrem Partner oder Kollegen auf dem Gerät etwas vorführen können. Außerdem sorgen zwei Webcams (2 MP vorne, 3 MP auf der Rückseite) für gute Videoaufnahmen. Hier noch einmal die technischen Einzelheiten im Überblick:
- 11,6 Zoll-LED-Bildschirm mit einer Aufläsung von 1366 x 768 Pixel
- Intel Core i5-2467M-Prozessor mit 1,60 GHz
- 4 GB DDR3-RAM
- 128 GB SSD
- Windows 7 Professional, für Win8 vorbereitet
- Es handelt sich einen Slate, der Rechner hat also keine eingebaute Tastatur
- Kein optisches Laufwerk
- MicroSD-Laufwerk
- Intel HD Graphics 3000 mit Shared Graphics Memory
- 1 USB 2.0-Schnittstelle
- Micro-HDMI
- Kopfhörerausgang
- Mikrophoneingang
- Lithiumakku mit 5400 Amperestunden, ausreichend für sieben Stunden
- 2 Kameras
- Bluetooth
- 29,6 cm x 18,4 cm x 1,3 cm groß
- Gewicht: 0,89 g
- Farbe: schwarz
Der Preis beträgt aktuell 1.299 Dollar.
Es ist erst wenige Wochen her, als HPs Chef Leo Apotheker nach nur 46 Verkaufstagen das Aus für das HP Touchpad verkündete. Jetzt rudert Todd Bradley, Vize-Präsident der Personal Systems Group bei HP, in einem Interview mit dem Wall Street Journal zurück. Er erläuterte, dass HP plane, neue Tablet PCs und Tablets zu entwickeln. Allerdings werden diese nicht mit HPs eigenem Betriebssystem WebOS ausgestattet sein, sondern mit Windows und Android.
Nachdem HP mit dem HP Slate 500 bereits einen Tablet PC unter Windows auf den Markt gebracht hatte, könnte beim Beobachter jetzt der Eindruck entstehen, dass HP zukünftig verstärkt im Tablet-Markt mitspielen möchte – sowohl unter Windows für den Business-Bereich als auch mit Android bei den Privatanwendern. Bis dahin steht dem Unternehmen aber noch eine Menge Arbeit ins Haus – während das Angebot bei den Tablet PCs unter Windows derzeit recht übersichtlich ist, sieht sich HP auf dem Android-Markt einer großen Konkurrenz gegenüber. Wie die Company sich gegenüber dieser Konkurrenz abheben will, um auch hier ein Bein auf den Boden zu bekommen, bleibt abzuwarten.
Andy Lee, President der Windows Phone Division bei Microsoft hat in seiner Keynote auf der Worldwide Partner Conference dagelegt, dass es Windows Phone nur für Mobiltelefone geben werde und es wird keine spezielle Version für Tablets geben. Er führte aus, dass Microsoft diesen Formfaktor zu den PCs zähle und dass auf den Tablets daher als nächstes Betriebssystem Windows 8 laufen werde. Die Anwender sollen in der Lage sein, auf den Tablet PCs alle Aufgaben auszuführen, die sie auch auf ihren stationären Rechnern ausführen können. Windows 8 würde da eine wirklich gute Figur machen. Ich bin jetzt nur mal gespannt, ob die Tablet PCs mit Windows demnächst auch im Preis sinken werden. Da sie in der Öffentlichkeit häufig als in Konkurrenz stehend mit den Android-Geräten gesehen werden, wäre dies sicher hilfreich bei der Vermarktung richtiger Tablet PCs.
In diesem Blog hat sich seit etwa einem Jahr nicht mehr getan – und das aus gutem Grund. Was war passiert? Das iPad war erschienen, alle Welt konzentrierte die Aufmerksamkeit auf diese Geräte und aufgrund der hervorragenden Pressearbeit von Apple schien der Tablet PC in der Versenkung zu verschwinden. Inzwischen wird Apples Vorherrschaft massiv von Android-Geräten angegriffen. Das iPad hat mit den Android-Geräten eines gemeinsam – sie haben kein vollwertiges Betriebssystem. Beide Gerätefamilien arbeiten mit abgespeckten Smartphone-Betriebssystemen, was bedeutet, dass die Anwendungen, mit denen wir auf unseren stationären Rechnern arbeiten, auf diesen Geräten nicht ausgeführt werden können. Dadurch wird der Einsatz dieser Geräte im Unternehmensumfeld zwar nicht verhindert, aber er wird zumindest deutlich erschwert.
Anders bei den Tablet PCs. Hier wird als Betriebssystem in der Regel Windows Vista bzw. Windows 7 ausgeführt (ältere Geräte arbeiten auch noch mit Windows XP Tablet PC Edition, aber da Windows XP durch Microsoft nicht mehr unterstützt wird, werde ich dieses Produkt nicht weiter erwähnen). Genau um diese Geräte geht es in diesem Blog und genau um diese Geräte war es in den letzten 12 Monaten mehr als ruhig. Es kamen praktisch keine Geräte mehr auf den Markt, es erschien meines Wissens keine speziell für den Tablet PC entwickelte Software, das einzige aktive deutschsprachige Tablet PC-Forum gab seine Selbständigkeit auf und wird jetzt vom Tablet Club betrieben. Das Thema Tablet PC läuft dort quasi nebenher und wird undifferenziert mit den Android-Geräten zusammengewürfelt. Auch die anderen mir bekannten Foren und Websites zum Thema Tablet PC waren in den letzten 12 Monaten eher inaktiv. Es machte wirklich den Eindruck, als hätten Apple mit dem iPad und Google mit Android den Tablet PC zum Markt verdrängt.
In letzter Zeit zeigt sich aber, dass sowohl Microsoft als auch Intel daran arbeiten, dem Tablet PC eine Zukunft zu geben. Inzwischen wurde bekannt, dass Windows 8 eine für die Fingerbedienung optimierte Oberfläche enthalten wird. Gerüchteweise wird auch die nächste Office-Version noch weiter auf die Bedienung mit Touchscreen und Stift ausgerichtet. Diese Entwicklung hat ja bereits mit dem Erscheinen von Office 2010 eingesetzt. Auch Intel plant, ins Geschäft mit der Software einzusteigen und hat das AppUp-Programm aufgelegt, mit dem Intel unabhängige Software-Entwickler bei der Vermarktung ihrer Anwendungen unterstützen will. Dabei legt Intel den Schwerpunkt auf Entwicklungen für Netbooks und Tablet PCs. Eine Besonderheit des Programms ist, dass es nicht auf Windows beschränkt ist, sondern dass auch Entwicklungen für Linux unterstützt werden.
Ich bin jetzt daher optimistisch, dass der Tablet PC eine Zukunft haben wird. Sicher wird er nie die Verkaufszahlen der iPads und Android-Geräte erzielen. Trotzdem wird der Tablet PC seinen Platz behalten und sich nicht durch die Weiterentwicklungen des PDA davon vertreiben lassen.
Es gibt ja alle möglichen und unmöglichen Gadgets für den Anschluss per USB – von der Briefwaage über den Ventilator bis zur Kügelchenkanone. Aber diese Neuentwicklung stellt wohl den Gipfel der unnützen Geräte dar. Jack Zyklin verkauft bei Etsy eine mechanische Schreibmaschine, die er mit einem USB-Anschluss ausgerüstet hat und die als Tastatur für den Tablet PC oder das iPad dient. Das Gerät kostet nur 550 Dollar. Wenn Sie noch solch ein altes Schätzchen im Keller stehen haben, können Sie es ihm auch schicken und er baut es Ihnen für 200 Dollar um. Wollen Sie lieber selbst Hand anlegen, können Sie bei ihm für 75 Dollar ein USB-Kit für Ihre Schreibmaschine erwerben, so dass Sie sie selbst umbauen können. Na ja, wer’s braucht…
Auf diesem Youtube-Video sehen Sie ein JooJoo, auf dem Windows 7 läuft. JooJoo ist aus dem Crunchpad-Projekt hervorgegangen. Im letzten Jahr war das Projekt mit dem Ziel gestartet, einen Tablet PC unter Linux für weniger als 100 Dollar zu erstellen. Das Preisziel wurde zwar deutlich verfehlt, aber herausgekommen ist trotzdem ein Lowcost-Tablet PC, der für die Arbeit eine durchaus ausreichende Leistung mitbringt.
Gizmodo.de berichtet, dass das JooJoo mit einer Akkuladung unter Windows 7 vier Stunden läuft. Leider funktioniert unter Windows 7 der Beschleunigungssensor nicht, was aber wohl ein Treiberproblem ist, das auch noch gelöst wird. Außerdem schreibt Gizmodo, dass das Gerät im Betrieb sehr warm wird. Das ist vor allem für Anwender ärgerlich, die lange am Stück mit dem Gerät arbeiten.
Bereits im Jahr 2001 stellte Microsoft den ersten Tablet PC vor. Leider wurden die PCs mit diesem neuen Formfaktor vom Markt nicht so angenommen wie sie es verdient hätten. Auch Microsofts Marketing ließ den Tablet PC weitgehend links liegen. Erst als in diesem Jahr Apple mit dem iPad auf den Markt kam, reagierte der Markt.
Auch Microsoft bleibt nicht untätig und will den Markt Apple und den Android-Nachbauten nicht kampflos überlassen. Auf der Keynote der Worldwide Partner Conference teilte Steve Ballmer am Montag den 14.000 Partnern mit, dass in den nächsten Monaten neue Slates mit Windows 7 auf den Markt kommen werden. Microsoft plant zusammen mit seinen PC-Partnern Asus, Dell, Samsung, Toshiba und Sony neue Tablet PCs auf den Markt zu bringen. Diese Geräte sollen eine breite Preisspanne sowie unterschiedliche Formfaktoren umfassen – mit Tastatur sowie reine Touch-Geräte – die mit digitaler Tinte arbeiten. An der Liste der PC-Hersteller ist interessant, dass Ballmer HP nicht erwähnte.
Fast ein Jahrzehnt lang passierte nur wenig. Auch wenn die Leistungsfähigkeit des iPads ansonsten enttäuscht, hat Apple es immerhin geschafft, Microsoft aus der Lethargie zu wecken, so dass dieser Formfaktor endlich einmal weiter in Richtung auf den Mittelpunkt der Entwicklung und des Marketings rückt. Aus gewöhnlich gut informierten Quellen ist zu hören, dass der Formfaktor Slate einen der Schwerpunkte bei der Entwicklung von Windows 8 bildet. Dies wird bislang noch nicht offiziell von Microsoft kommentiert, aber diese Quellen haben sich in der Vergangenheit als recht zuverlässig erwiesen. Aber Windows 8 ist ein anderes Thema.
Und wer Steve noch nicht kennen sollte, kann sich hier ein typisches Video von ihm ansehen:
Die Zeitschrift CIO hat ihre Leser gefragt, ob sie das iPad für geeignet im geschäftlichen Einsatz halten. 760 Leser haben geantwortet und ein klares Statement abgegeben: 65 % waren der Meinung, dass das iPad nicht Business-tauglich ist, 25 % meinten, dass sich das Gerät in die IT-Struktur einpasst und 10 % der Leser hatten keine Meinung. Über den Nutzen dieser Umfrage lässt sich sicher streiten, da sie nicht repräsentativ und daher das Ergebnis wohl eher zufällig ist.
Da der Umfrage klare Kriterien für die Business-Tauglichkeit fehlten, ist das Ergebnis zunächst einmal durch die Phantasie der antwortenden IT-Leiter geprägt. Im besten Fall geben die Antworten wieder, ob das iPad für das entsprechende Unternehmen interessant sein könnte.
Dabei entspricht das Ergebnis aber durchaus der Meinung vieler Journalisten, die sich mit dem iPad beschäftigt haben. Die FTD fasst es gut zusammen: “Wer arbeiten muss, braucht mehr.”
Nebenbei bemerkt häufen sich im Netz Berichte über Probleme mit dem iPad. Angeblich werden die Geräte zu heiß, das WLAN funktioniert nicht, wenn das iPad auf dem Tisch liegt usw. Irgendwie macht das iPad noch keinen wirklich ausgereiften Eindruck.
Der Heise-Verlag hat sich auf der Computex umgesehen und dabei auch einige Tablet PCs mit niedrigem Preis gefunden, die in einem Onlineartikel vorgestellt werden. Dabei werden auch die Geräte einiger Hersteller beschrieben, die bislang noch nicht auf dem eurpäischen Markt vertreten sind, die aber in naher Zukunft ihren Markteintritt planen.
Offensichtlich mag der Redakteur Tablet PCs nicht und bleibt lieber bei der herkömmlichen Bedienung mit Tastatur und Maus. Er macht auch kaum Anstalten, seine Abneigung gegen eine natürlichere Bedienung mobiler Rechner zu verbergen.
Andererseits drängt sich auch die Frage auf, weshalb die Hersteller Geräte designen, die so schwach auf der Brust sind, dass sie kaum das Betriebssystem vernünftig zum Laufen bringen und aus Kostengründen einen reinen Touchscreen einbauen. Dass ein solches Gerät nur schwierig zu bedienen ist, dürfte jedem klar sein. Ob die Hersteller sich und ihren Kunden einen Gefallen mit diesen Geräten tun bleibt wohl abzuwarten.