Archive for the ‘Entwicklung’ Category
Wie sag’ ich es meinem Tablet PC? – Philosophen geben Antwort

Erstaunlich: Die Philosophische Fakultät der Friedrich Schiller Universität Jena gehört zu den Ausstellern der CeBIT 2010. Grund: Sie präsentiert Optimierungen für sprachbasierte Anwendungen im IT-Bereich.

Der Lehrstuhl für Indogermanistik informiert gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik im future parc über das ForMaT-Projekt. Hier wird dem User auf den Mund geschaut, um IT-Systeme die Bedeutung hinter der Worthülse erkennen zu lassen. Forschung, die beispielsweise hilft, Übersetzungs- und Verständnishilfen zu leisten oder Textbausteine für Suchfunktionen zu liefern.

Offensichtlich kommen die Jenaer wohl eher mit Grundlagenforschung und es wird noch einige Zeit dauern, bis wir von den Erkenntnissen profitieren können. Wenn es aber möglich wird, die Spracherkennung zu verbessern, wäre dies ein Fortschritt. Windows enthält zwar eine solche Funktionalität, aber ehrlich gesagt ist sie – lassen Sie es mich wohlwollend ausdrücken – grottenschlecht. Sie reicht zwar aus, um den Tablet PC mit gesprochenen Befehlen zu steuern, aber wirklich interessant wird sie erst, wenn es möglich ist, freie Texte flüssig zu diktieren. Hier versagt die Spracherkennung von Windows total. Dragon Naturally Speaking erledigt diese Aufgabe zwar etwas besser, aber bei meinem letzten Versuch mit dieser Software gab es immer wieder Probleme, sobald irgendwelche Hintergrundgeräusche auftraten. Und wer hat schon immer einen schalldichten Raum parat? Würde die Software das Diktat nicht nur erkennen, sondern auch verstehen, könnte sie die nicht gewünschten Nebengeräusche herausfiltern und auf diese Weise die Qualität der Spracherkennung deutlich verbessern.

Microsoft gibt erste Infos zu IE9 bekannt

OK, das ist nicht mehr so ganz aktuell, denn Steven Sinofsky, President der Windows Live Division hat bereits auf seiner Keynote auf der PDC 2009 über die zukünftige Version des Internet Explorers gesprochen. Aber eventuell geht es Ihnen ja wie mir. Ich habe das Video erst heute gesehen.

Deutsche Software für Windows Mobile gesucht
Diese Meldung hat zwar nichts mit Tablet PCs zu tun, könnte aber trotzdem interessant sein.
Zeitgleich mit der Markteinführung von Windows Mobile 6.5 startet der Windows Marketplace for Mobile, für den man sich in Deutschland ab Juli anmelden kann.
Der Microsoft-Dienst soll es Nutzern von „Windows Mobile“ ermöglichen, über eine passende Shop-Anwendung auf dem Gerät oder über ein Webportal auf einfache Art und Weise interessante Software zu suchen, zu testen und zu kaufen.
Softwareanbieter können auf dem Online-Marktplatz ihre Anwendungen präsentieren – dazu zählen natürlich auch Lösungen in deutscher Sprache und aus Deutschland für die Windows-Mobile-Nutzer hierzulande.
Über die Rahmenbedingungen informiert vorab der WindowsPhone-Blog, über den sich interessierte Produzenten auch an Microsoft wenden können.
NRW-Konferenz 09: Die Community lädt wieder ein

NRW Conf 09 - Ich geh hin!

Am 28. August ist es mal wieder so weit. In Wuppertal findet wieder die NRW Conf09 statt, das größte Community-Event für Software-Entwickler, IT-Pros und UI-Designer. 28 deutsche und internationale Sprecher halten Sessions zu vielen Themen rund um die IT – ein Termin, den Sie nicht verpassen sollten. Nähere Infos finden Sie auf der Website der Konferenz.

Windows 7 erscheint in Europa ohne Internet Explorer

Wie Microsoft gerade bekannt gab, wird Windows 7 in Europa ohne den Internet Explorer erscheinen. Grund dafür ist die EU, die sich zum wiederholten Mal darüber aufregt, dass Windows wie alle anderen Betriebssysteme auch einen Browser enthält. Das gab Dave Heiner, Vice President und Deputy General Counsel bei Microsoft, in einer Erklärung bekannt. In Europa wird die neue Windows-Version daher Windows 7 E heißen.

Blog-Parade bei MSDN

MSDN Deutschland veranstaltet eine Blog-Parade. Was ist das? bei einer Blog-Parade gibt es immer ein vorgegebenes Thema und sie wird durch einen Blog-Eintrag gestartet. An der Blog-Parade kann jeder Betreiber eines Blogs teilnehmen. Erstellen Sie einfach einen Artikel, in dem Sie Ihre drei Lieblings-Entwicklungswerkzeuge nennen und kurz begründen, weshalb dies Ihre Favoriten sind. Verweisen Sie in diesem Beitrag auf den Ursprungs-Beitrag, der dadurch automatisch einen Rückverweis (Trackback) erstellt. Die Einzelheiten finden Sie hier.
Dann will ich einfach einmal anfangen. Auch wenn es Microsoft nicht so sehr gefällt – mein bevorzugtes Werkzeug für die Entwicklung datenzentrierter Anwendungen ist und bleibt Visual FoxPro. Weshalb? Zum Einen arbeite ich seit der Version 2.5 mit dem Fuchs und er war mir in all den Jahren ein treuer und zuverlässiger Begleiter. Das Produkt ist so weit ausgereift, dass die erforderlichen Anpassungen an Windows Vista geschehen konnten, ohne dass dafür das Core-Produkt angefasst werden musste. Die gesamte Anpassung geschah über Add-Ons, die in Visual FoxPro geschrieben wurden. Welches andere Produkt kann das von sich behaupten? Ich meine auch, dass es auch heute noch sinnvoll ist, zumindest die Middle Tier in VFP zu entwickeln, da die Sprache in Entwicklung und Ausführung so schnell ist, dass sie nur schwer von anderen Produkten übertroffen werden kann.
Das zweite wichtige Entwicklungswerkzeug ist der SQL Server. Ich denke mir, dass er ausreichend bekannt sein sollte, so dass es nicht erforderlich ist, seinen Einsatz weiter zu begründen.
Und das dritte Werkzeug? C#. Weshalb? Ich habe Anfang der 90er Jahre ausführlich in C gearbeitet, anschließend nur noch in FoxPro. Aber auch nach einer mehr als 10jährigen Pause fand ich mich in C# schnell zurecht, konnte die alten Kenntnisse abstauben und anschließend produktiv verwenden. Was will man mehr?

IE 8 ab heute verfügbar

Wie Microsoft heute bekanntgab, wird ab heute abend die endgültige Version des Internet Explorers 8 in 25 Sprachen zum Download zur Verfügung stehen. Voraussetzung ist Windows XP (ab SP 2), Windows Vista, Windows Server 2008 oder Windows Server 2003 (ab SP 2). Sie finden den Downloadlink unter www.microsoft.com/ie8.

Die Performance des Internet Explorer 8 wurde im praktischen Einsatz getestet. Microsoft hat dazu die Geschwindigkeiten des Seitenaufbaus und die Ladezeiten in einer definierten Umgebung gegenüber anderen aktuellen Browsern gemessen. Nähere Informationen dazu finden Sie im Blog von Daniel Melanchton.

Windows 7 auf dem Tablet PC – mein erster Eindruck

Kurz bevor ich zur CeBIT gefahren bin habe ich nun endlich die Zeit gefunden, die Windows Beta auf meinem Tablet PC zu installieren. In diesem Beitrag möchte ich über meine Erfahrungen mit der Installation sowie meinen ersten Eindruck von Windows 7 berichten.

Die Installation

Im Laufe der Zeit hatte sich recht viel Datenmüll auf meinem Tablet PC angesammelt. Aus diesem Grund überlegte ich, ob es nicht sinnvoll ist, den Rechner ganz von Grund auf neu zu installieren. Eine weitere Überlegung war, dass irgendwann im Spätsommer letzten Jahres einige Hardwaretasten ihren Dienst eingestellt haben. Da ich diese Tasten nicht wirklich benötigte und auch keine Zeit fand, mich des Problems anzunehmen, blieb es halt bei den nicht funktionierenden Tasten. Dazu aber später mehr.

Ich habe also meinen Tablet in die Dockingstation gesteckt, die alte Windows XP-CD eingelegt und das Gerät wieder in den auslieferungszustand gebracht. Siehe da, alles funktionierte, auch die Hardwaretasten. Nun war ich der Meinung, dass ich direkt auf Windows 7 updaten kann. Aber gefehlt. Die Installation startete, prüfte die Systemvoraussetzungen und monierte, dass für ein Upgrade Windows Vista SP1 Voraussetzung ist. Schade.

Also weiter. Die Windows Vista-CD eingelegt und Vista installiert. Die Tasten funktionierten immer noch. Das SP1 heruntergeladen, installiert und – die Hardwaretasten machten keine Freude mehr. Irgendwie ist die Anwendung, die Fujitsu-Siemens mitgeliefert hat und die die Hardwaretasten steuert, nicht mit dem SP1 kompatibel. Ob Fujitsu irgendwelche Programmiertricks angewendet und auf nicht dokumentierte Funktionen zugegriffen hat, um seine Software zum Laufen zu bekommen und die anschließend von Microsoft geändert wurden? Aber da komme ich in den Bereich der Spekulation.

Nachdem ich erneut meine Windows 7-DVD eingelegt und die erforderlichen Angaben gemacht hatte, hatte lief lief die Installation erwartungsgemäß problemlos durch. Nach dem Anmelden erhielt ich sofort eine Fehlermeldung, dass die Fujitsu-Anwendung nicht mit dieser Version von Windows kompatibel sei. Nun sind Inkompatibilitäten ja nicht unbedingt erfreulich, aber es ist doch sehr angenehm, dass dies durch Windows 7 geprüft und mir mitgeteilt wird. Unter Windows Vista SP1 war das Problem ebenfalls vorhanden; dort wurde es aber stillschweigend ignoriert.

Windows 7 bot mir drei mögliche Optionen an: Ich konnte online nach Problemlösungen suchen, das Programm trotzdem ausführen oder es lassen. Mir erschien es sinnvoll, nach einer Lösung zu suchen und ich tippte auf die entsprechende Schaltfläche. Ein Dialog erschien, der mir mitteilte, dass er sucht und der sich nach wenigen Sekunden stillschweigend wieder verabschiedete. Mir wurde nicht mitgeteilt, ob eine Lösung vorhanden ist oder nicht. Na ja, es handelt sich schließlich um eine Betaversion, so dass ich damit eigentlich rechnen sollte.

Nächster Versuch: Ich ließ die Anwendung trotzdem ausführen. Offensichtlich verhält sich Windows 7 in diesem Fall wie Vista: Nichts geht. Im Gegenteil. Unter Vista war ich zumindest noch in der Lage, über die Systemsteuerung die Bildschirmausrichtung zu ändern. Unter Windows 7 war das leider nicht möglich.

Leider? Eigentlich nicht. Da nichts mehr ging, konnte ich nicht mit einer Notlösung leben und war gezwungen, weiter zu versuchen, den Tablet PC in einen arbeitsfähigen Zustand zu bringen. Und das war eigentlich ganz einfach: Ich musste lediglich nach dem Start antippen, dass die Anwendung nicht ausgeführt werden soll und schon funktionieren alle Hardwaretasten. Unter Windows Vista hatten diese Tasten keinerlei Funktion, wenn ich vorher nicht XP installiert hatte, damit alle Treiber vorhanden sind. Zumindest bei der Hardwareerkennung für meinen Tablet funktioniert Windows 7 also schon mal besser als Vista.

Noch einmal alles durchprobiert und festgestellt, dass bis auf den Lautsprecher alles funktioniert. Da ich den Lautsprecher aber grundsätzlich ausgeschaltet habe (sonst wären die Mitreisenden in der Bahn vermutlich genauso genervt wie ich) stört mich das nicht weiter. Sehe ich mir also Windows 7 an.

Der allererste Eindruck

Die gute Nachricht zuerst: Minesweeper ist auch in Windows 7 vorhanden. Dafür hat Microsoft Spaceballs entfernt, was aber meiner Meinung nach kein Nachteil ist. Aber lassen wir das.

Zunächst fällt mir auf, dass die Aero-Oberfläche unter Windows 7 bei mir nicht funktioniert. Warum das nicht? Unter Vista ging es doch. Und eigentlich sollte Windows 7 doch mit geringeren Ressourcen auskommen als Vista. Eigentlich dürfte Aero dann doch kein Problem sein. Aber was soll’s. Aero ist doch nur eine optische Spielerei, die nur Ressourcen frisst und keine zusätzliche Funktionalität bietet. Lassen wir es also dabei.

UPS, wo ist denn mein Tablet Input Panel (TIP)? Zu sehen ist es nicht. Unter Vista war es doch immer als Tab an der linken Seite zu sehen. Erst als ich mit dem Stylus über die linke Seite des Bildschirms ging, erschien plötzlich der Tab. Ein Tipp darauf und schon öffnete sich das TIP. Dieses Verhalten wäre recht ärgerlich, wenn ich es nicht ändern könnte. Im Menü Extras des TIP auf Optionen getippt, zum Tab Initialisierung gewechselt und schon sah ich als 6. Option die Möglichkeit, das TIP wie unter Vista ständig als Tab sichtbar zu lassen. Weshalb Microsoft die Standardeinstellung geändert hat? Fragen Sie mich nicht.

Überhaupt das TIP. Teilweise frage ich mich wirklich, was sich das Team dabei gedacht hat, als es die Überarbeitung entworfen hat. Unter Vista gab es in der linken oberen Ecke drei Schaltflächen – den Schreibblock, die Eingabe einzelner Buchstaben und die Bildschirmtastatur. Unter Windows 7 gibt es nur noch zwei Schaltflächen. Gibt es die Eingabe einzelner Buchstaben nicht mehr? Doch, nur ist sie jetzt im Menü Extras versteckt. Das ist - mit Verlaub – Blödsinn.

Wer wie ich häufig auf dem Tablet PC Texte bearbeitet, die Wörter enthalten, die nicht im Wörterbuch enthalten sind, weiß, dass diese Wörter nicht zuverlässig erkannt werden können. Das ist der Texterkennung auch nicht vorzuwerfen. Genau dafür ist es aber erforderlich, einen leicht erreichbaren Mechanismus bereitzustellen, der die Buchstaben einzeln erkennt. Diesen Mechanismus zu verstecken, so dass er nur durch zusätzliche Tipps in Menüs erreicht werden kann, ist widersinnig. Bislang habe ich auch keine Möglichkeit gefunden, das TIP so einzustellen, dass diese Eingabemöglichkeit wieder dauerhaft sichtbar ist.

Positiv ist allerdings zu vermerken, dass die Korrektur falsch erkannter Wörter verbessert wurde. Bereits nach kurzer Zeit konnte ich mit der neuen Korrekturmöglichkeit schneller arbeiten als in der Vergangenheit.

Das neue Aussehen der Bildschirmtastatur ist wohl lediglich gewöhnungsbedürftig. Vielleicht ist es derzeit ja schick, dass die Tasten jetzt schwarz und hellblau beschriftet sind. Leider hat sich an der Funktionalität der Bildschirmtastatur nichts entscheidendes geändert. Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass ich zumindest optional ein anderes und sinnvolleres Tastaturlayout einstellen könnte. So bleibt mir nur die Möglichkeit, weiterhin eine Bildschirmtastatur eines Drittherstellers zu verwenden. Leider lassen sich diese Tastaturen nicht in das TIP einhängen, so dass ich anschließend zwei Tabs am Bildschirmrand habe. Das ist zwar nicht schön, aber es gibt weiß Gott schlimmeres.

Ansonsten hinterlässt Windows 7 einen guten und stabilen ersten Eindruck, an das An- und Abdocken von Anwendungen an den Bildschirmrand kann man sich schnell gewöhnen und auch das “Wegschütteln” anderer Fenster funktioniert gut, mit dem Tablet PC vermutlich sogar besser als mit der Maus. Mal sehen, was Windows 7 noch so an Neuigkeiten aufzuweisen hat.

CrunchPad: Neuer Prototyp vorgestellt

crunchpad2

Gerade mal ein halbes Jahr ist das Projekt alt, das zum Ziel hat, einen Tablet PC für maximal 200 $ zu bauen. OK, bereits im August 2008 war klar, dass dieses Ziel verfehlt wird. Aber auch der jetzt angepeilte Preis von 299 $ ist niedriger, als ich erwartet hätte.

Der zweite Prototyp, der jetzt vorgestellt wurde, ist mit einem 12-Zoll-Bildschirm mit einem Seitenverhältnis von 4:3, 1 GB Arbeitsspeicher und einem Via Nano-Prozessor ausgestattet. Als Massenspeicher dient ein 4 GB-Flashdrive, das das Betriebssystem, den Browser und den Cache aufnimmt. Außerdem ist das Gerät mit WLAN, einer Kamera und einer “Wasserwaage” ausgestattet (so dass das Gerät durch eine einfache Drehung vom Quer- zum Hochformat und zurück wechselt). Trotz der zusätzlichen Akkus, die die Laufzeit des Geräts ohne Netzanschluss deutlich verlängern, ist das Gerät immer noch leichter als ein 10 Zoll-eePC. Als Betriebssystem dient Ubuntu Linux.

Das schreiben die anderen

Vor allem im englischsprachigen Raum gibt es einige Blogs und Websites zum Thema Tablet PC. Dort finden sich viele lesenswerte Artikel, auf die ich hier hinweisen möchte. Wenn Sie des Englischen mächtig sind lohnt es sich auf jeden Fall, sich die Artikel einmal anzusehen, auf die ich hier verlinke.

Silverlight and Ink Drawing

 Julia Lerman ist eine Entwicklerin, die bevorzugt Anwendungen und Inhalte für den Tablet PC entwickelt, obwohl das Hauptgewicht Ihrer Arbeit in einem anderen Technologiebereich liegt. Julia experimentiert in diesem Artikel mit der Unterstützung digitaler Tinte in Silverlight. Sie finden ihre Demos und den Code unter der URL http://www.thedatafarm.com/silverlightink/