Workplace as a Service – das Modell der Zukunft?

Auch der industrielle Mittelstand hat sich aufgemacht und ist auf dem Weg zur Digitalisierung. Wie dieser konkret aussehen kann, diskutieren wir aktuell mit rund 1.800 Teilnehmern auf der Deutschen Partnerkonferenz (#DPK16) in Bremen. Vor allem hohe Investitionskosten sowie eine fehlende IT-Infrastruktur schrecken viele mittelständische Unternehmen auf diesem Weg noch ab. So warnt die Investitionsbank KfW in ihrem Innovationsbericht davor, dass die mittelständische Wirtschaft das Potential der Digitalisierung bisher bei weitem nicht ausschöpft. Dabei nannte knapp ein Drittel der Mittelständler Finanzierungsprobleme als ein Digitalisierungshemmnis. Bereits im letzten Jahr warnte eine Studie im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie, dass gerade deutsche Industrieunternehmen das Potential der digitalen Transformation verschenken würden – auch deshalb, weil sie nur sehr zurückhaltend in digitale Technologien investieren.

Gründe für die geringe Investitionsbereitschaft liegen aber wohl weniger im fehlenden Kapital. Vielmehr schreckt auch die Schnelllebigkeit der digitalen Entwicklung ab: Technologien sind schnell veraltet und so kaufen heute beispielsweise 8 von 10 Unternehmen ihre IT-Leistungen extern ein. Mieten liegt im Trend und was für IT-Dienstleistungen längst Realität ist, erweitert „Workplace as a Service“ (WaaS) nun um die Hardware-Komponente.

Mieten statt kaufen: „WaaS“ bietet neue Wege für die IT-Modernisierung

Das neue Modell „Workplace as a Service“ bietet kleineren Firmenkunden nun die Möglichkeit, die eigenen Arbeitsplätze mit individuell konfigurierbaren Bundles der aktuellsten Hard- und Software auszustatten, indem sie diese über einen WaaS-Reseller mieten, anstatt sie zu kaufen. Unternehmen stellen sich ihren digitalen Arbeitsplatz nach den individuellen Anforderungen zusammen und kombinieren moderne Hardware mit Office 365, Windows 10 Enterprise und IT-Support.

Die Händler vermieten die speziell konfigurierten Bundles für 12, 24 oder 36 Monate. Über das neue Mietmodell reagieren Firmen so noch flexibler auf aktuelle Trends und vermeiden hohe vorzufinanzierende Investitionen durch transparente und planbare Betriebskosten im Monat. Das bedeutet nicht zuletzt auch eine geringere Kapitalbindung. Unternehmen profitieren zudem durch eine stets aktuelle und sichere IT, die sofort verfügbar ist, sowie über weniger Unterhaltungsaufwand durch einen ausgelagerten Service.

Surface Devices für Firmen jeder Größe ausleihbar

Als fester Bestandteil des „WaaS“-Angebots erhalten Firmenkunden auch Zugriff auf „Surface as a Service“: „Workplace as a Service bietet unsere Surface Devices im Rundum-Sorglos-Paket“, so Andre Hansel, Senior Product Manager Surface Commercial bei Microsoft Deutschland. „Unternehmen mieten die aktuellsten Geräte der Surface-Reihe mit unseren modernsten Cloud- und Softwarelösungen. In Kombination mit Support-Services durch den Reseller bleiben die sensiblen Firmendaten so jederzeit bestmöglich geschützt.“

Als erster deutscher Partner bietet der B2B-Marketplace ALSO seinen Resellern zukünftig die Möglichkeit, das „SaaS“-Angebot für Firmenkunden über den ALSO Cloud Marketplace zu konfigurieren, bereitzustellen und zu verwalten. Aktuelle Premium-Bundles umfassen das Microsoft Surface Pro 4 (mit Type Cover, Office 365 und Surface Dock) für monatlich ab 47,96 Euro und das Surface Book (mit Windows 10 Enterprise E3 und Surface Dock) für monatlich ab 52,24 Euro.

Über „WaaS“ erhalten Unternehmen ihre Surface Devices nicht nur inklusive der benötigten Software und IT-Infrastruktur von einem Partner, auch die Hardware-Versicherung zählt zum Komplettpaket: Das Surface Gerät wird bei Verlust oder Beschädigung innerhalb von 24 Stunden ersetzt.

Sabine Hammer, Director Sales und Vorstandsmitglied der ALSO Deutschland GmbH erklärt dazu: „Mit ‚WaaS‘ können wir über unsere Reseller die Wettbewerbsfähigkeit von mehr als 15 Millionen potenziellen Endkunden steigern, was besonders für die mittelständischen Fachhändler spannend ist. Unsere rund 100.000 Reseller profitieren von neuen Lösungen für bestehende Herausforderungen, beispielsweise die Rücknahme von Geräten inklusive zertifizierter Datenlöschung, die für viele gewerbliche Endkunden immer wichtiger wird.“

Mich kann das Mietangebot durchaus überzeugen und ich könnte mir durchaus vorstellen, meine nächsten Geräte zu mieten. Ich muss nicht auf einen Schlag eine vierstellige Summe in die Hand nehmen, die ich dann mit überlangen Abschreibungsfristen abschreiben muss. Außerdem muss mich nicht mehr mit defekten Geräten rumärgern, die dann ewig lange in der Reparatur sind (Asus hat volle drei Monate benötigt, um mein Laptop zu reparieren und in diesem Vierteljahr war dann die Frist für das kostenfreie Update auf Windows 10 abgelaufen, so dass ich Windows 10 käuflich erwerben musste…). Das Mietmodell hat eigentlich nur Vorteile und ist in anderen Bereichen auch vollkommen selbstverständlich. Wenn ich von Essen nach Hamburg fahren muss kaufe ich schließlich auch keinen ICE, sondern miete mir bei der Bahn einen Platz in einem ihrer Züge.

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