Trotz 100 % Business – Schüler auf der CeBIT 2015

Das war sie nun, die zweite CeBIT nach der Neuausrichtung der CeBIT als reine B2B-Messe. Mussten sich deshalb private Besucher und Schüler ausgeschlossen fühlen? Einige Aussteller widersprechen einer solchen Argumentation und haben spezielle Programme für Schüler aufgelegt, insbesondere das Hasso-Plattner-Institut (HPI) und der der Branchenverband BITKOM.

Beide Aussteller haben Programme für Jugendliche aufgelegt und konnten zusammen mehr als 1.000 Schüler erreichen, die sich für die „CeBIT-Erlebnistage“ angemeldet haben. Etwa die Hälfte der Jugendlichen kamen aus Niedersachsen, Brandenburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen.

Der Bedarf der Schüler an Führungen über die CeBIT war damit aber noch lange nicht gedeckt. „Wir hätten gut und gerne doppelt so vielen Schülerinnen und Schülern einen individuell gestalteten CeBIT-Erlebnistag bereiten können“, schätzte HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel die Nachfrage bei der Anmeldung ein. Allerdings hätten die Kapazitäten der beiden Partner dafür nicht ausgereicht. Sie hatten ursprünglich die Betreuung von 300 interessierten Jugendlichen geplant. Zusätzlich zu den Gruppen registrierte das Hasso-Plattner-Institut den Besuch von rund 500 einzelnen Schülern an seinem Stand D44 in der Forschungs- und Innovationshalle 9 der CeBIT. Das HPI und BITKOM waren bei ihrer gemeinsamen Aktion besonders von den Ausstellern Bundesforschungsministerium, Fraunhofer-Gesellschaft, Fujitsu, IBM, Microsoft, SAP, Samsung und Tesla unterstützt worden.

„Der CeBIT-Erlebnistag ist für die Schüler eine hervorragende Möglichkeit, sich über die späteren Berufsfelder und Unternehmen in der Branche zu informieren“, zog HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel am Freitag Bilanz. Die digitalisierte Wirtschaft benötige dringend bestens ausgebildete und kreative IT-Spezialisten. „Deshalb haben wir uns dafür engagiert, dass sich der IT-Nachwuchs von der CeBIT nicht abgestoßen, sondern auf ihr willkommen fühlt“, erklärte Meinel.

An die CeBIT-Verantwortlichen richtete Meinel „den dringenden Appell, dass in den kommenden Jahren noch stärker auf die Bedürfnis des IT-Nachwuchses eingegangen wird“. Denn die Schüler von heute seien Deutschlands Ingenieure von morgen. „Deshalb müssen wir sie möglichst früh für Informationstechnologie begeistern und es Schülern und Lehrern leichter machen, auf die CeBIT zu kommen“, mahnte Meinel.

Die Teilnehmer der CeBIT-Erlebnistage wurden von Informatikstudenten in Gruppen von maximal 15 Teilnehmern zu ausgewählten Ständen bekannter Aussteller geführt und konnten dort mit Fachleuten sprechen. Die Schulklassen-Führungen fanden an jedem Messetag statt und dauerten maximal einen halben Tag. Das individuelle HPI-Angebot für einzeln angemeldete Schüler gab es am 18., 19. und 20. März jeweils von 9:30 bis 17 Uhr.
Dieser Artikel wurde nach Informationen des Hasso-Plattner-Instituts erstellt.

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