Microsoft gibt erste Ausblicke auf das kommende Windows

Heute hat Microsoft San Francisco im kleinen Kreis die kommende Windows-Version vorgestellt. Na gut, eigentlich noch nicht so richtig, denn es handelt sich noch um eine sehr frühe Preview, der noch viele Features fehlen. Wer sich die ab morgen verfügbare öffentliche Preview herunterlädt und sich die Oberfläche ansieht, wird vermutlich enttäuscht sein, denn die Oberfläche ist schlicht und ergreifend noch nicht fertig. Wie gesagt, es handelt sich um eine sehr frühe Preview, die sich in erster Linie an die Entwickler richtet und zusätzlich den Unternehmen die für sie wichtigen Änderungen vorstellt.

Wer nun meint, nach Windows 8 kommt Windows 9, der sieht sich getäuscht. Die nächste Version heißt Windows 10. Ich vermute mal, dass Microsoft durch das Überspringen einer Versionsnummer den Unterschied zu Windows 8 deutlicher machen möchte. Aber eigentlich ist der Name ja auch egal, er muss nur halt eindeutig sein und diese eine Voraussetzung erfüllt der neue Name ja. Und eine Zahl ist mir auf jeden Fall lieber als irgendwelche kryptischen Buchstabenkürzel, von denen nach einigen Jahren niemand mehr weiß, in welcher Reihenfolge die Versionen erschienen sind. Kommen wir aber zu den wichtigen Dingen, den Features. Ich übernehme hier in weiten Teilen die Pressemitteilung von Microsoft, einfach aus dem Grund, weil ich Windows 10 noch nicht selbst gesehen habe.

Windows 10 kommt mit einer erhöhten Sicherheit und erweiterten Funktionen für die IT-Verwaltung. Zudem stellt Microsoft das neue Windows Insider Program (WIP) vor. Das WIP ermöglicht Testern eine offene Zusammenarbeit mit Microsoft im Rahmen der Entwicklung der nächsten Windows Generation, um diese optimal an Nutzeranforderungen anzupassen. Teilnehmer des Programms erhalten die Technical Preview von Windows 10 sowie ständige Updates zum Entwicklungszyklus. Die Technical Preview von Windows 10 ist ab morgen, den 1. Oktober 2014, gegen 18 Uhr verfügbar und richtet sich dabei primär an Unternehmenskunden. Tester teilen ihr kontinuierliches Feedback über die Windows Feedback App direkt mit Microsoft.

Windows 10 passt sich zukünftig an das jeweilige Gerät an, das Nutzer verwenden – von der Xbox bis zu PCs, Smartphones und Tablets. Damit ermöglicht Windows 10 eine konsistente Nutzererfahrung auf allen Windows Devices. Windows 10 läuft zukünftig auf einer noch nie dagewesenen Bandbreite an Geräten, vom „Internet der Dinge“ bis hin zu unternehmenseigenen weltweiten Rechenzentren. Microsoft bietet Anwendern mit der nächsten Windows Generation zudem eine konvergente App-Plattform für Entwickler mit einem einheitlichen App-Store. Das macht es Entwicklern leicht, zukünftig nur eine einzige Applikation für die verschiedenen Gerätetypen zu schreiben und zu veröffentlichen.

„Noch nie haben wir Kunden und Partnern einen so frühzeitigen Ausblick auf die künftige Generation unseres Betriebssystems gegeben“, so Oliver Gürtler, Leiter Geschäftsbereich Windows Microsoft Deutschland. „Mit der neuen Windows Generation stellen wir die Bedürfnisse von Unternehmen noch konsequenter in den Fokus und bieten Kunden eine Plattform, die den wachsenden Anforderungen in der IT und allen damit verbundenen Chancen und Risiken Rechnung tragen wird“.

Die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick

  • Ein Windows für alle Geräte. Die nächste Windows Generation bietet ein einheitliches, kompatibles und vertrautes Nutzererlebnis auf allen Devices der Produktfamilie – vom PC, über Tablets und Smartphones, bis hin zur Xbox. Ich bin wirklich gespannt, wie das aussehen wird. Schließlich handelt es sich um vier verschiedene Gerätearten, die auf unterschiedliche Weise bedient werden, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen und an die die Nutzer auch sehr unterschiedliche Erwartungen haben. Aber ich bin guter Hoffnung, dass Microsoft für diese Quadratur des Kreises eine sinnvolle Lösung gefunden hat bzw. noch finden wird.
  • Neue Potentiale für Entwickler.
    Entwickler erstellen für Windows 10 zukünftig nur noch eine Anwendung für die Nutzung auf allen Windows Geräten. Die App läuft universell auf mehreren Devices – unabhängig der Art der App, ob LOB oder beispielsweise eine Gaming-App.
  • Erweitertes Startmenü. Im neuen Windows kommt das bekannte Startmenü zurück und damit die Möglichkeit, direkt auf wichtige Elemente zuzugreifen. Mit einem Klick gelangt der Anwender zu den Funktionen und Dokumenten, die am häufigsten genutzt werden. Zudem wird es im Startmenü einen neuen Bereich geben, in dem Nutzer direkt auf favorisierte Apps, Programme, Kontakte und Webseiten zugreifen können. Hoffentlich bleibt uns dabei aber auch die Modern UI erhalten. Sie ist zwar potthässlich, aber um so vieles flexibler als das veraltete Startmenü, dass ich wirklich nicht wieder zu der veralteten Methode zum Aufruf von Anwendungen zurückkehren möchte.
  • Apps im Fenstermodus. Apps aus dem Windows Store öffnen sich in der neuen Windows Version wie Desktop Programme. Sie lassen sich in der Größe flexibel ändern und können wie von Programmfenstern gewohnt hin- und hergeschoben werden. Zudem werden die Apps eine Titelleiste haben zum direkten Schließen, Minimieren und Maximieren.
  • Verbesserungen in der Snap Funktion. Mit der neuen Snap Funktion lassen sich zukünftig bis zu vier Apps gleichzeitig auf dem Bildschirm anordnen.
  • Neue Funktion an der Task-Bar. Ein neuer Button ermöglicht einen schnellen Überblick und einen leichten Wechsel zwischen allen offenen Apps und Dateien. Na ja, eventuell kann sich Microsoft ja auch erbarmen, die Tastenkombination Windowstaste+Tab wieder zu aktivieren. Bis Windows 7 funktionierte der schnelle Wechsel damit schließlich sehr gut, schnell und zuverlässig.
  • Multiple Desktops. Im neuen Windows kann einfach zwischen spezifischen Desktops – für die Arbeit oder den privaten Einsatz – gewechselt werden. So behält man bei der Nutzung mehrerer Apps zukünftig einen besseren Überblick.

Windows 10 – Entwickelt für moderne Businessanforderungen

Sicherheit

  • Integrierter Identifikationsschutz. Ermöglicht ein einfaches Anmelden am Gerät, bei Apps oder auf Webseiten. Eine zweifache Prüfung basierend auf dem Prinzip einer Smartcard ist bereits in der Plattform integriert.
  • Verbesserungen für den Schutz vor Datenverlusten (DLP). Windows 10 bietet einen
    erweiterten Schutz innerhalb der Apps und Dateien – unabhängig von den eingesetzten Devices.
  • Eingebauter Malware-Schutz für Apps. Erlaubt Firmenkunden, die Nutzung von bestimmten Applikationen im Unternehmenseinsatz freizugeben und auf vertrauenswürdige Applikationen zu beschränken.

Optimierte Verwaltung

  • Vereinfachte, zuverlässige Bereitstellung. Direkte Upgrades ohne zeitraubende, neue Ladeprozesse.
  • Flexiblere Updates. Unternehmen können zukünftig für jeden Anwenderbereich die Innovationsgeschwindigkeit selbst wählen.
  • Neues Möglichkeiten der Store Nutzung. Unternehmen individualisieren zukünftig den Store entsprechend ihrer Bedürfnisse. So können für Apps Volumenlizenzen festlegt werden, die Verteilung der Applikationen ist flexibler möglich und Lizenzen können zurückgeholt oder erneut genutzt werden.

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