Microsoft in der Wildnis von Berlin-Kreuzberg

Vom 5. bis 8. Mai findet in Berlin zum siebten Mal die re:publica statt. Seit 2007 findet die vermutlich weltweit größte Communityveranstaltung jährlich in Berlin statt und befasst sich mit dem Internet und neuen Kommunikationsformen, im Grunde also mit der Schnittstelle zwischen IT und Zivilgesellschaft. Die Bedeutung dieser Veranstaltung, die aus der Open-Source-Szene hervorgegangen ist, wird bereits aus der Entwicklung der Teilnehmerzahlungen deutlich: kamen zur ersten re:publica bereits 700 Teilnehmer, waren es im letzten Jahr bereits 3.000. Dabei umfasst das behandelte Themenspektrum nicht nur die hiesigen Probleme, sondern geht auch auf aktuelle Einschränkungen der Meinungsfreiheit weltweit ein. Als Beispiel sprach 2011 während der Hochzeit des arabischen Frühlings die ägyptische Bloggerin Noha Atef auf der re:publica und 2012 kamen Sprecher aus 30 Ländern.

Seit dem letzten Jahr ist auch Microsoft Partner der re:publica. Nun ist Microsoft nicht bevorzugt als Teil der Open-Source-Bewegung bekannt, wollte die aber im Rahmen der neuen Offenheit nicht länger ignorieren. Es ist schon recht amüsant, Microsofts Erklärung zu lesen, in der Microsoft die Teilnahme begründet: „…keine Angst, die beißen nicht. Nicht Promotoren-Drohnen, sondern Mitarbeiter aus den Teams von Microsoft Deutschland werden da sein und Fragen beantworten. Mitdiskutieren, aber nicht missionieren. Zuhören und nicht mit endlosen Sessions Zuquatschen…“ In diesem Jahr geht Microsoft aber schon deutlich selbstbewusster an die Sache ran. Hier die Presseerklärung:

Wir sind alle längst in der digitalen Welt angekommen. Wir haben #Neuland betreten und experimentiert, das Leben zu einem Netzwerk geformt. Als Microsoft haben wir alte Wurzeln gekappt, Plattformgrenzen überwunden, Open Source lieben und Geräte zu designen gelernt. Wir sind „Into the Wild“ und haben doch den Weg vor uns nie klarer gesehen: Für diesen „Wild Way“ sind wir offizieller Partner der re:publica 2014 in Berlin (06.-08. Mai 2014). Unser Ziel ist es, den Austausch über alle Grenzen hinweg voran zu treiben.

„Als Partner der re:publica verlässt Microsoft den gängigen Pfad und schlägt mit uns gemeinsam den Wild Way ein. Im Mittelpunkt steht der Dialog. Denn gemeinsam wollen wir Digitalisierung, Vernetzung und das offene Gespräch vorantreiben“, kommentiert Andreas Gebhard, geschäftsführender Gesellschafter der re:publica. In ihrer knapp achtjährigen Geschichte hat sich das Event für die Digitale Gesellschaft mit zuletzt 5.000 Besuchern zur größten Social-Media-Konferenz Europas entwickelt und durfte auf ihren Bühnen viele der wichtigsten Mitwirkenden der digitalen Gesellschaft begrüßen. Diese Gesellschaft unterliegt seit ihrer Existenz dem ständigen Wandel, doch nie zuvor war dieser so spürbar wie seit den Enthüllungen um Edward Snowden im Sommer 2013. „Into the Wild soll als Motto der re:publica 2014 den Blick öffnen für verschiedene Ansätze, um das Internet und die Gesellschaft der nahen Zukunft zu verstehen und zu verbessern“, kommentiert Gebhard.

#einfachmachen: Das Manifest des Neuen Arbeitens
„Wir haben gelernt, miteinander zu sprechen, ohne uns das Büro zu teilen. Wir haben gelernt, Meetings abzuhalten, ohne uns die gleiche Zeitzone zu teilen. Es ist an der Zeit, Arbeitswelt neu zu definieren“, erklärt
Thorsten Hübschen, Business Group Lead der Microsoft Office Division. Gemeinsam mit Experten aus Netz, Politik und Gesellschaft diskutiert der Software-Konzern in drei Workshops und Experten-Panels das Manifest des Neuen Arbeitens und treibt den Austausch auf allen Ebenen voran: Denn auch „Into the Wild“ steht der Dialog im Mittelpunkt.

Made on a Surface: Windows-Tablet sorgt für Vernetzung
Surface heißt das offizielle Tablet der re:publica 2014. Neben der Ausstattung sämtlicher Räumlichkeiten und Akkreditierungsstellen, warten diverse Aktionen auf alle Tablet-Fans: Am GIF-Away-Stand und dem Live-Meme-Generator lassen sich in Sekundenschnelle selbst animierte GIFs und Memes zaubern, Zeichner nutzen das Surface für Skizzen und Karikaturen rund um die Social-Media-Konferenz in Berlin. Zu den weiteren Highlights rund um das Windows-Tablet zählt ein Vortrag von Star-Architekt Jürgen Mayer H.

Auf der re:publica wollen wir uns einmischen und suchen dafür den Dialog. Unser Ziel ist es, den Austausch über alle Grenzen hinweg voran zu treiben, weil wir Veränderung wollen. Dafür fragen wir in einer Session gemeinsam mit den Berliner ePartizipation-Pionieren Zebralog: „Was hindert Kommunen an mehr Bürgerbeteiligung im Netz?“ Die Berliner arbeiten mit uns an technischen Lösungen, die es uns, den Bürgern dieses Landes, möglich macht, auch zwischen den Wahlen Einfluss auf politische Prozesse zu nehmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.