Die IFA 2013 – eine kleine Presseschau

Die IFA hat sich in den letzten Jahren kräftig gewandelt. War sie in den ersten Jahren eine reine Radioausstellung, kamen später andere Haushaltsgeräte hinzu. In den letzten Jahren erweiterte sich das Themenspektrum mehr und mehr hin zu Mobiltelefonen und IT-Geräten für Consumer. Die IFA 2013 ist nun bereits zur Hälfte vorbei – Zeit für eine kurze Presseschau.

Die taz sorgt sich vor allem um dem Datenschutz: „Auf die Schlagwörter Datenschutz, Internetsicherheit und Überwachung antwortet die junge Frau im Info-Häuschen der Internationalen Funkausstellung (IFA) verdutzt: „Einen Stand oder Vorträge? Ich suche mal eben auf Google.“ Denn in ihrem System findet sie leider gar nichts.“ OK, IT-Sicherheit & Co. sind auf jeden Fall wichtige Themen, aber auf einer Gerätemesse ist das Thema wohl doch recht verfehlt. Aber die Redaktion der taz, deren Arbeit ich sonst sehr schätze, lieg bei IT-Themen ja grundsätzlich vollkommen daneben. Alles was nicht von Apple kommt, ist für die taz halt das Böse in Person.

Die Computerwoche stellt das Ultra HD-Fernsehen in den Mittelpunkt: „Die großen Hersteller von TV-Geräten haben das Thema Ultra-HD zu einem zentralen Trend der IFA in Berlin erklärt. Neue große Fernseher sollen das Bild mit Hilfe der Technologie fast noch schärfer als die Wirklichkeit aussehen lassen. Die Gerätehersteller erhoffen sich großes Interesse bei den Zuschauern, denn zuletzt war das Geschäft um ein Viertel eingebrochen. Die neue Technologie soll es nun richten.“

Erstaunlich finde ich die Suchergebnisse auf www.pcwelt.de. Die Suche nach „IFA“ ergab keine Treffer, aber im PCWELT-Preisvergleich wurden immerhin drei Zeitschriften über den Nutzfahrzeugbau in der DDR angezeigt. Auch was schönes.

Heise.de zeigt sich in seinem IFA-Spzial vom neuen Tablet PC von Panasonic beindruckt: „Wer braucht 4K-Auflösung auf dem Tablet und wer zahlt dafür 4500 Euro? Laut Panasonic „Kreative“. Im Rahmen der IFA hat der japanische Hersteller das 20-Tablet UT-MB5 mit einer Auflösung von 3840 × 2560 gezeigt. Es geisterte zwar schon länger als Ankündigung herum, in der Hand hatte es bislang aber kaum jemand. Nicht nur mit der Auflösung stellt Panasonic einen Rekord auf, auch der Preis von 4500 Euro dürfte ein Alleinstellungsmerkmal sein. Laut Hersteller soll sich das Gerät vor allem an professionelle Kreative richten – also beispielsweise Zeichner, Grafiker, Architekten und Ingenieure, die mit Bauplänen und CAD-Plänen zu tun haben.“

Die Redakteure der Wirtschaftswoche zeigen sich von der Verbindung von Smartphone und HiFi beeindruckt: „Smartphone-Revolution hat den Hifi-Markt voll erfasst. Für immer mehr Verbraucher ist das Telefon zum zentralen Musik-Gerät geworden – nicht nur unterwegs, sondern auch zu Hause. Der Trend sorgt für einen Umbruch in der Heimelektronik: Lautsprecher, mit denen man Musik direkt vom Handy hören kann, sind auf dem Vormarsch. Damit öffnet sich auch die Tür für neue Anbieter, die das Geschäft der etablierten Platzhirsche aufmischen wollen.“

Die FAZ stellt (sicherlich nicht unberechtigt) die Frage nach dem Sinn der vollkommenen Vernetzung: „Smart wird jetzt nicht nur (und wieder einmal) das Fernsehgerät mit Internetanbindung. Smart wird auch die Armbanduhr. Die diesjährige IFA verbindet alles mit allem. Aber nicht alles ist sinnvoll.“

Die Hamburger Morgenpost staunt über die Vielseitigkeit der Tablet PCs mit Windows 8: „Besonders interessant sind die ersten Tablet-Computer mit dem neuen Microsoft-System Windows 8, kleine Tablets in Notizbuchgröße und sogenannte Hybrid-Geräte. Letztere lassen sich einfach mit einer Tastatur verbinden und sich so nicht nur für die Internet-Nutzung oder auf der Couch, sondern auch zum produktiven Arbeiten anbieten. Zahlreiche Hersteller präsentieren Tablets mit Tastaturen, auf die das Gerät aufgesteckt werden kann. Pfiffig sind Lösungen, bei denen sich die Tastatur als Schutzabdeckung, als zusätzlicher Stromspender oder Ständer nutzen lässt.“

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