DaaS – ups, was ist das?

Geht es Ihnen auch so, dass Sie von bestimmten Abkürzungen schnell genervt sind? Mir geht es so mit Abkürzungen, die aus einem Buchstaben, gefolgt von „aaS“, bestehen. Da gibt es SaaS (Software as a Service), PaaS (Platform as a Service), IaaS (Infrastructure as a Service)… Damit will ich nichts gegen die dahinter steckenden Technologien sagen. Sie sind alle wirklich innovativ und hilfreich. Aber die Namen, die sie bekommen haben, sind für sich nicht allzu aussagekräftig und erklärungsbedürftig. Im Grunde haben sie eine Gemeinsamkeit: Der Anwender sitzt im Büro und arbeitet mit Technologien, die irgendwo in der Cloud bereitgestellt werden.

Und jetzt stellte Intel auch noch DaaS (Display as a Service) vor. Entsprechend der Definition der anderen „aaS“-Technologien müsste der Anwender an seinem Rechner arbeiten und die Anzeige findet nicht auf dem lokalen Monitor statt, sondern in der Cloud. Das ist selbstverständlich Unsinn. Auf seinem Future Showcase hatte Intel mehrere Tablet PCs aufgebaut, die gemeinsam eine Anzeigefläche bildeten.

Intel beschreibt DaaS in einer Pressemitteilung wie folgt: „Videos zu zeigen ist heutzutage noch eine ziemlich umständliche Angelegenheit: Es sind Kabel und komplizierte Installationen erforderlich. Um diese Hürden zu überwinden, liegt die Zukunft auch hier in der Virtualisierung: DaaS (Display As A Service) verwandelt eine unbegrenzte Anzahl von Einzelmonitoren mit IP-Adressen in ein virtuelles Display oder eine gigantische Bildschirmwand. Beliebig aufgelöste Bilder und beliebig auflösende Monitore agieren als Diensteanbieter in einem Netzwerk, stellen Pixel zur Verfügung oder machen sie sichtbar. DaaS sorgt für den Peer-to-Peer-Verbindungsaufbau zwischen allen beteiligten Quellen und Displays, für die Aufteilung des Videostroms und für die synchronisierte Echtzeit-Darstellung der Inhalte über alle Anzeigegeräte hinweg – mit DaaS werden Bilder mobil. Mitglieder eines Teams könnten auf diese Weise – unabhängig von ihrem jeweiligen Standort – gemeinsam ein Projekt bearbeiten. Zudem können zum Beispiel alle Enkelkinder Inhalte ihrer Tablets bzw. Ultrabooks auf das Display der Großeltern projizieren und so für ein spannendes Familienerlebnis sorgen. Ziel ist es, einen offenen Standard für DaaS zu entwickeln, so dass in den kommenden fünf oder zehn Jahren Geräte aller Plattformen diese interessante Technologie nutzen können.“

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