Der Intel Future Showcase

Derzeit führt Intel eine europaweite Veranstaltungsreihe durch, in der das Unternehmen nach eigenen Angaben erstmals zeigt, was es so für die Zukunft ausbrütet. Gestern war es so weit – die Show machte in Hamburg Station, die einzige in Deutschland.

Nun ist Intel ja hauptsächlich als Prozessorschmiede bekannt. Ehrlich gesagt finde ich Prozessoren ziemlich langweilig. Sie werden immer schneller, enthalten mehr Kerne und das Innenleben wird immer weiter miniaturisiert. Irgendwie kann mich das nicht so richtig vom Hocker hauen. Aus diesem Grund habe ich auch lange überlegt, ob ich wirklich für eine Intel-Veranstaltung nach Hamburg fahren soll. Letztendlich habe ich mich doch für eine Teilnahme entschieden und in Hamburg wurden alle meine Bedenken schnell zerstreut. Intel stellte wirklich spannende neue Technologien vor. Ehe ich diese in den nächsten Tagen im Einzelnen vorstelle, werde ich jetzt erst einmal Intel beschreiben, einfach um zu zeigen, dass es nicht (nur) eine langweilige Prozessorschmiede ist.

Die Intel GmbH betreut gemeinsam mit der englischen Niederlassung in Swindon federführend die Märkte Europa, den Mittleren Osten und Afrika. Neben der Vermarktung der klassischen Intel Halbleitertechnologie, bestehend aus Mikroprozessoren, Chipsatz, Kommunikationsbausteinen und entsprechender Software sowie der Weiterentwicklung der entsprechenden Märkte, treibt Intel hier auch Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie Corporate Responsibility-Themen voran. Am Hauptsitz in Feldkirchen/München befinden sich die zentralen Vertriebs- und Marketingabteilungen, sowie die Intel Investment Abteilung Intel Capital, die Intel Software & Services Group und die Intel Open Labs München. Darüber hinaus gehören die Forschungs- und Entwicklungsstandorte Braunschweig und Ulm zur Intel GmbH.

2012 eröffnete Intel mit dem Automotive Innovation & Product Development Center in Karlsruhe seinen jüngsten Standort in Deutschland, der künftig zum weltweiten Kompetenzzentrum für den Automobil-Sektor von Intel ausgebaut wird.

Die Intel Mobile Communications (IMC) GmbH entwickelt und vermarktet innovative Halbleiterprodukte und Lösungen für die Mobilkommunikation, insbesondere in den rasant wachsenden Marktsegmenten Smartphones und Tablets sowie low-cost Mobiltelefone. Von den weltweit rund 4.000 Mitarbeitern arbeiten rund 1.700 in Deutschland, davon allein etwa 1.200 in der Firmenzentrale in Neubiberg bei München.

Für mich wirklich überraschend war die große Anzahl der Standorte, an denen Intel forscht. Allein in Europa sind es 43 Standorte in 17 Ländern. Dabei setzt das Unternehmen auf Kooperationen mit verschiedenen Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen. In Deutschland treibt Intel die Entwicklung von Produkten für eingebettete und vernetzte Systeme voran, die – nach dem Vorbild der IT-Welt – auf allgemein gültigen Standards basieren.
Schwerpunkte liegen auf Embedded Lösungen für Segmente wie intelligentes Energiemanagement und intelligente Vernetzung der Energiesysteme, Unterhaltungselektronik, zukunftsweisende Techniken für Auto, Transport und Straßenverkehr sowie für die Automatisierungsindustrie.

Soweit einige recht trockene Fakten zu Intel. Die Produkte und Technologien, die Intel auf dem Event vorgestellt hat und die ich in den folgenden Artikeln beschreiben werde, sind aber erheblich spannender – versprochen.

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