Kevin Turner hält Keynote auf der CeBIT 2013

Am 5. März hielt Kevin Turner, COO bei Microsoft in Redmond, auf der CeBIT eine Keynote, in der er Microsofts Strategie für die nächste Zeit darstellte.

Anschließend räimte Kevin mit demGerücht auf, dass Microsoft-Software besonders sicherheitsanfällig sei. So gab es im Jahr 2011 bei Oracle 497 sicherheitsrelevante Probleme, bei Apple 360, bei Google 324 und bei Microsoft lediglich 231. Ich denke aber, dass die reinen ahlen ein falsches Bild zeigen. Da die von Microsoft entwickelte Software am meisten genutzt wird, ist es für die Entwickler von Schadsoftware selbstverständlich am interessantesten, Microsoft-Software anzugreifen und deren Sicherheitslücken anzugreifen.

Für die nahe und mittlere Zukunft mact Kevin fünf Megatrends aus: Die Cloud, Social Media, Mobility, Big Data und Touch.

Er betonte, dass für die Unternehmen der Zug den Bahnhof bereits in Richtung Cloud velassen habe. Die Konsumenten dagegen würden noch hinterherhinken, da sie die Vorteile noch nicht erkennen würden. Trotzdem ist die Cloud für Microsoft der am schnellsten wachsende Geschäftsbereich.

Der zweite Megatrend sind soziale Netzwerke. 2,8 Milliarden Tweets umd 21 Millionen Facebook-Nutzer zeigen, wie wichtig die sozialen Medien auch für das Business sind. Nicht umsonst arbeiten 85 % der 500 erfolgreichsten Unternehmen weltweit mit Social Media.

Als dritten großen Trend macht Kevin die Mobilität aus. Da wird ihm vermutlich auch niemand widersprechen wollen. Der stationäre Rechner, der fest im Wohnzimmer oder Büro steht, wurde in den letzten Jahren zunehmend durch mobile Geräte abgelöst.

Big Data ist so etwas wie DAS derzeitige Buzzword. Immer mehr Daten, die zunehmend in unstrukturierter Form vorliegen, wollen verwaltet werden und stellen die IT vor immer neue Herausforderungen. Auch diedm Thema nimmt sich Microsoft in zunehmendem Maße an.

Dass auch Touch für Microsoft ein Mega-Trend ist, verwundert nicht. Schließlich ist das die Sau, die das Unternehmen derzeit öffentlichkeitswirksam durchs Dorf treibt. Kevin betonte, dass das gesamte Microsoft-Ökosystem in Zukunft touch-enabled sein soll. Das ist auch gut so, allerdings sollte Microsoft meiner Meinung nach nicht vergessen, dass es auch andere Eingabemethoden gibt, die je nach Einsatzgebiet sinnvoll sind und daher auch weiterhin entwickelt bzw. weiter gepflegt werden sollten. In vielen Fällen ist der Stift gegenüber Touch ganz klar im Vorteil. Dass es für das Surface RT keinen Stylus zu kaufen gibt, halte ich für das größte Manko dieses Geräts. Auch dass Windows nach wie vor keine vernünftige Spracherkennung hat, nehme ich Microsoft inzwischen langsam etwas übel. Was Microsoft uns seit vielen vielen Windows-Versionen als Spracherkennung verkaufen möchte, ist von vollwertig wet entfernt. Tatsächlich handelt es sich lediglich um eine Sprachsteuerung des Rechners, die zugegebenermaßen auch gut funktioniert. Irgendwie ist es doch widersinnig, eine Textverarbeitung per Sprache zu starten und den langen Text anschließend per Touch oder Tastatur einzugeben. Das Starten schaffe ich noch gut per Touch, Stylus oder Keyboard, aber wenn ich anschließend meinen Text diktieren könnte, wäre das eine echte Erleichterung. Aber dieser Wunsch von mir bleibt sicher auch in der nächsten Windowss-Version unerfüllt.

Zum Abschluss seiner Keynote betonte Kevin Turner noch die steigende Wichtigkeit des CIOs für die Unternehmen. Mit steigender Gerätevilfalt und anderen neuen Anforderungen it er für das Business so wichtig wie noch nie.

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