Nur noch vier Wochen bis zur CeBIT

Vom 5. Bis 9. März ist es wieder so weit: die CeBIT öffnet in Laatzen bei Hannover ihre Pforten. Für alle, die nicht bis dahin auf die Neuheiten und Innovationen warten wollen, veröffentliche ich hier eine Pressemitteilung der Messe AG in Hannover.

Geht es um Businessmodelle für die Zukunft, zählen „Crowdsourcing“ und dessen populärste Spielart „Open Innovation“ zu den vielversprechendsten Ansätzen. Immer mehr Unternehmen nutzen die Chance, sich Know-how oder innovative Denkanstöße von außen zu holen, um bestimmte Aufgabenstellungen zu lösen oder neue Produkte zu entwickeln. Die CeBIT fördert diese neue Art des Wirtschaftens und stellte auf der CeBIT-Preview eine herstellerübergreifende Open-Innovation-Plattform vor, die unter der Webadresse https://innovation.cebit.de erreichbar ist.

 

„Die CeBIT ist seit jeher der Ort für Innovationsfindung und kreative Impulse. Mit CeBIT Open Innovation gehen wir einen Schritt weiter und schaffen einen virtuellen Raum für kreative Ideenschaffung. Unternehmen, die den Zugang zur ITK-affinen Zielgruppe suchen, sind herzlich eingeladen, die neue Plattform zu nutzen“, sagte CeBIT-Vorstand Frank Pörschmann bei der Vorstellung der Initiative in München. Partner des vielversprechenden Projekts ist die Münchner Firma innosabi, die für zahlreiche namhafte Unternehmen bereits erfolgreiche Open-Innovation- Kampagnen realisiert hat. Als erster Nutzer der neuen CeBIT Open Innovation Plattform ist der Internetbuchhändler Buecher.de an Bord, der Anregungen für die Weiterentwicklung seiner mobilen Website sucht.

 

Spannende Konzepte für die boomende „Shareconomy“

In einer vielbeachteten Keynote im Rahmen der Preview skizzierte Dr. Christian P. Illek, Mitglied des BITKOM -Hauptvorstandes und Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland, eine Zeitenwende in der Industrie. Die neue Ära sei durch das Bedürfnis der Menschen gekennzeichnet, Dinge miteinander zu teilen und sich „mitzuteilen“. „Das verändert die Erwartungshaltung der Nutzer an Software, Services und Endgeräte: Diese müssen einfach, intuitiv und geräteübergreifend nutzbar sein.“ Dieser Aspekt der Nutzung von Informationen über unterschiedliche Endgeräte und Cloud-Services hinweg steht laut Illek im Zentrum des Messeauftritts von Microsoft in Halle 4. Das Unternehmen möchte auf der CeBIT die „Shareconomy“ und die dahinterliegenden ITK-Prozesse erlebbar machen – beispielsweise mit einem Fahrradverleih der Zukunft: Mit der Suchmaschine Bing Maps kann man einen Drahtesel in der Nähe finden, per NFC-Smartphone (Near Field Communication) das Schloss öffnen und automatisch bezahlen. Ein cloud-basiertes Datacenter übernimmt im Hintergrund das Datenmanagement. Im Ausstellungsbereich „New Experience“ können die CeBIT-Besucher außerdem die neuesten Anwendungen für Windows 8, Windows RT und Windows Phone testen und sich über NFC oder kabelloses Aufladen informieren.

 

Das Thema Vernetzung spielt auch bei Salesforce eine große Rolle, einem der größten Spezialisten für Unternehmensanwendungen in der Internet-Cloud. „Wir wollen Firmen auf der CeBIT zeigen, wie sie zu einer Customer Company werden“, berichtete Peter Ruchatz, Vice President Marketing EMEA Central bei Salesforce, auf der CeBIT-Preview. „Unter Zuhilfenahme von sozialen, mobilen und Cloud-Technologien können sich Unternehmen mit ihren Kunden vernetzen und eine völlig neue Intensität des Dialogs erreichen, aber auch ihre Mitarbeiter und Partner einbinden.“ Eine solche Customer Company sei dann hervorragend für die Shareconomy aufgestellt.

 

Gute Aussichten für Enterprise Content Management

Voll im CeBIT-Trend liegen 2013 aber nicht nur Ideen aus der Welt des Teilens, sondern auch ECM-Lösungen (Enterprise Content Management), die eine effiziente digitale Archivierung des gesamten Unternehmenswissens gewährleisten. Nach einer auf der CeBIT-Preview vorgestellten Studie des Hightech-Verbandes BITKOM erwarten knapp drei Viertel der ECM-Unternehmen (74 Prozent) in diesem Jahr steigende Umsätze. Weitere 19 Prozent planen in etwa so viel umzusetzen wie 2012. Damit ist die ECM-Branche noch optimistischer als die Vertreter der übrigen ITK-Wirtschaft, von denen 86 Prozent eine stabile oder steigende Umsatzentwicklung erwarten. „Immer mehr Unternehmen vertrauen zur Bewältigung wachsender Dokumentenberge und Datenmengen auf ECM-Lösungen“, weiß Jürgen Biffar, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des BITKOM-Kompetenzbereichs ECM. Der BITKOM ist unter anderem mit dem ECM Solutions Park in Hannover vertreten.

 

Technologie-Schrittmacher aus China und neue Lösungen für die vernetzte Arbeit

Zum ersten Mal nahm mit Huawei ein weltweit führendes ITK-Unternehmen aus China an der Preview teil. Auf der CeBIT wird das Unternehmen in Halle 13 agile Rechenzentren sowie BYOD-Lösungen (Bring Your Own Device) für verschiedene Branchen vorstellen, beispielsweise Bildung, Healthcare, Transport und Energiewesen. Huawei wird in Hannover auch technische Symposien zu Branchentrends abhalten. So wird Derek Liu, Senior Marketing Director des Unternehmens, am Donnerstag, 7. März bei den CeBIT Global Conferences eine Rede zum Thema „Sharing Big Data“ halten.

 

Passend zum CeBIT-Leitthema möchte die DATEV den Aspekt der digitalen Teamarbeit in den Mittelpunkt ihres Messeauftritts stellen. Der IT-Dienstleister zeigt in Halle 2 Lösungen, mit denen sich Abläufe über Unternehmensgrenzen hinweg etablieren lassen. Dafür kommen reine Cloud-Anwendungen oder Hybrid-Lösungen zum Einsatz. Ein neues Online-Portal startet DATEV mit „Arbeitnehmer online“. Mitarbeiter können dort ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie die Lohnsteuerbescheinigung einsehen und herunterladen. Für die nötige Sicherheit sorgt die eID-Funktion (Online-Ausweisfunktion) des neuen Personalausweises (nPA).

 

Auch der CeBIT-Auftritt von Siemens Enterprise Communications in Halle 13 stellt Business-Nutzer in den Mittelpunkt. Eine zentrale, multifunktionell gestaltete Plaza mit Audio- und Videotechnik soll den Leitgedanken „amplifyTEAMS“ erlebbar machen und demonstrieren, wie Kommunikation die Zusammenarbeit zwischen räumlich getrennten Teams intensiviert und so die Funktionalität von Unternehmen maximiert. „Das effiziente Teilen und gemeinsame Nutzen von Wissen, Ressourcen und Erfahrungen ist der Schlüssel für den Erfolg von Unternehmen und Institutionen in der heutigen Wissensgesellschaft“, betont Martin Kinne, Geschäftsführer von Siemens Enterprise Communications in Deutschland. Unsere Antwort ist eine integrierte Kommunikation, die unterschiedlichste Medien miteinander verbindet und den Fokus auf den Anwender legt.“

 

Intelligente Ideen für das smarte Wohnen, zur Auslagerung von Daten und zum mobilen Drucken

Zum ersten Mal präsentiert sich digitalSTROM mit seinem patentierten System für das vernetzte Zuhause auf der CeBIT (Halle 11). Der neue Standard, der auf der Preview vorgestellt wurde, nutzt das bestehende Stromnetz, um Funktionen wie Licht, Zugang, Sicherheit oder das Thema Energieeffizienz auf intelligente Weise miteinander zu verbinden. Möglich macht das neue Wohnen die deutsch-schweizerische Erfindung einer chipbasierten Lüsterklemme.

 

Einen Ausblick auf neue Produkte und Anwendungen von STRATO gab CTO René Wienholtz. Er zeigte bei der CeBIT-Preview eine Entwickler-Version der Windows-8-App für HiDrive, die den Online-Speicher als Kachel auf die Oberfläche des neuen Microsoft-Betriebssystems bringt. Darüber hinaus will STRATO auf seinem Stand in Halle 6 eine ServerCloud vorstellen: In der komfortablen Webverwaltung der Public-Cloud-Lösung können Kunden virtuelle Server flexibel für den eigenen Bedarf konfigurieren und ihre Ressourcen jederzeit anpassen. Der Verbrauch wird stundengenau abgerechnet.

 

Ebenfalls „made in Germany“ präsentiert sich in Hannover die Firma antispameurope mit HORNETDRIVE, einem sicheren Cloud-Speicher für Unternehmen. Dessen lückenlose Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aller Daten gewährleistet, dass kein Unbefugter Zugriff erhält. Sämtliche Nutzerdaten liegen in deutschen Rechenzentren, und als deutscher Betreiber ist antispameurope dem deutschen Datenschutzgesetz verpflichtet. Neben Clients für Windows, Mac OS X und Linux stehen auch mobile Apps für iOS und Android zur Verfügung.

 

Ein interessantes Produkt stellte auch der Druckspezialist ezeep bei der CeBIT-Preview vor: Mit dem mobilen Printing Service des Unternehmens können Mitarbeiter im Büro oder von unterwegs jederzeit schnell und einfach drucken, egal ob vom Smartphone, Tablet, Laptop oder direkt aus dem Web. Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten: Vorhandene Drucker werden automatisch mit ezeep verbunden und können dann mit einem Klick für alle Geräte freigegeben werden. Zusätzlich erhalten IT-Verantwortliche Transparenz und Kontrolle über die Druckkosten. ezeep präsentiert sich in Hannover auf dem Gemeinschaftsstand für junge innovative Unternehmen in Halle 6 in der „Webciety“.

 

Das SAP-System- und Softwarehaus ITML zeigt auf der CeBIT sein Lösungs- und Beratungsportfolio im SAP-Umfeld (Halle 4). Als Schwerpunkt können sich die Messebesucher von der Leistungsfähigkeit der mit SAP-Technologie und Microsoft-Frontend entwickelten ITML>Solution-Suite für Marketing, Vertrieb, Service und Einkauf überzeugen, die auf der CeBIT-Preview vorgestellt wurde. Der Smart Business Client erlaubt Anwendern, ihre täglichen Arbeitsabläufe auf einer einzigen an Microsoft Office orientierten und intuitiven Nutzeroberfläche zu erledigen. Das personalisierbare User-Interface führt Daten aus SAP ERP, Groupware oder webbasierten Dritt-Anwendungen zusammen. Darüber hinaus erfahren Interessierte in Hannover, wie sie mittelstandsgerecht den Umstieg auf das weltweit erfolgreiche SAP-ERP-System meistern können – inklusive mobiler Einbindung der Bereiche Einkauf, Vertrieb, Service und Logistik.

Fujitsu stellt als führender japanischer Anbieter von ITK-basierten Business-Lösungen die Themen Cloud, Big Data und Mobilität in den Mittelpunkt seiner CeBIT-Präsenz. Großes Interesse erregte auf den CeBIT-Previews das Fujitsu STYLISTIC M702 – ein neues, staub- und spritzwassergeschütztes Tablet für den professionellen Einsatz. Das Gerät basiert auf der Tegra-3-Plattform von NVIDIA mit Quad-Core-Prozessor und Android 4.0 als Betriebssystem. Für die Kommunikation sorgen LTE, WLAN, GPS, Bluetooth plus zwei Webcams. Die auf dem Tablet gespeicherten Firmendaten werden mit einem Fingerabdrucksensor geschützt.

 

Als weitere Messeneuheiten kündigte Fujitsu leuchtstarke und komfortable Displays an, die den zunehmenden Trend zur Mobilität in Unternehmen berücksichtigen. So bietet das neue 23-Zoll-Modell X23T-1 MHL aus der Fujitsu-X-Line dank der Mobile-High-Definition-Link-Technologie die Möglichkeit, Inhalte von einem kompatiblen Smartphone darzustellen.

 

Bluetooth-Uhr fürs Handgelenk und Bildschirme mit Extrakomfort

Mehrere Neuheiten brachte der Elektronikversender Pearl zur CeBIT-Preview mit. Highlight war die Handy-Armbanduhr simvalley mobile PW-315.touch. Neben einer Touchscreen-Steuerung mit Wischgesten bietet der Handgelenk-Schmuck ein farbstarkes Vier-Zentimeter-Display mit 240 x 240 Pixel Auflösung, Bluetooth, einen Mediaplayer und einen Steckplatz für microSD-Speicherkarten bis 32 GB.

 

Eine CeBIT-Neuheit ist ferner der Tablet-PC Touchlet X10.dual mit 9,7 Zoll großem IPS-Multitouch-Bildschirm, 3G-Mobilfunk, schnellem n-Draft-WLAN und HDMI-Schnittstelle. Dank des integrierten GPS-Chips lassen sich ortsbezogene Apps mit metergenauer Positionsbestimmung nutzen.

 

Für den wachsenden Seniorenmarkt zeigte Pearl auf der CeBIT-Preview das simvalley mobile simlocate S1. Das Handy bietet umfangreiche Ortungsmöglichkeiten, darunter einen LBS-Modus zur Lokalisierung über das Mobilfunknetz, der auch in Gebäuden funktioniert, und eine Geofencing-Funktion: Verlässt das Handy eine bestimmte Sicherheitszone, sendet es automatisch eine SMS mit Koordinaten und Google-Maps-Link an eine vorab festgelegte Mobilfunknummer.

 

AOC und Philips nutzten die CeBIT-Preview, um ihre neuen Monitore im Kinoformat 21:9 vorzustellen. Die UltraWide-Displays bieten gegenüber herkömmlichen 16:9-Modellen den Vorteil, dass bei Cinemascope-Filmen die störenden schwarzen Balken am oberen und unteren Bildrand entfallen. Durch die größere Desktop-Oberfläche lassen sich zudem mehrere Programmfenster nebeneinander anordnen, was das Arbeiten vereinfacht.

 

AOC bringt mit dem q2963Pm ein 29-Zoll-Modell mit IPS-Panel, das über eine Auflösung von 2 560 mal 1 080 Bildpunkten verfügt. Als Schnittstellen stehen VGA, DVI-D, HMDI und DisplayPort zur Verfügung. Auch ein MHL-Anschluss und Stereolautsprecher sind an Bord.

 

Nicht nur PC-Spielefreaks werden ihre Freude am weltweit ersten Ambiglow 3D-Monitor haben. Präsentiert wurde der Philips Gioco 278G4DHSD von MMD, dem Lizenzpartner für Monitore der Marke Philips. Der Bildschirm kombiniert ein flimmerfreies und flaches 3D-Display (68,6 cm, 27 Zoll) mit der Ambiglow-Technologie. Diese projiziert an den beiden Bildschirmseiten ein zum Bild passendes, farbiges Licht auf die Wand hinter dem Monitor und sorgt so für ein intensives Erlebnis. Das Design des Monitors konnte vor kurzem den prestigeträchtigen iF design award 2013 gewinnen.

 

Auch BenQ als Marktführer für DLP-Projektoren war bei der Premierenschau vor der CeBIT mit von der Partie. Als Flaggschiff für Heimkinofans kommt der W1500 mit Full-HD-Auflösung (1 920 x 1080 Pixel) und 3D-Wiedergabe. Zudem verfügt das Gerät über die neue WHDI™-Funktechnologie. Damit überträgt das neue Modell Audio- und Videosignale kabellos per WiFi vom Blu-ray-Player oder von einer Spielkonsole. Zusätzlich setzt BenQ bei seiner Neuheit auf Frame Interpolation für geschmeidige Bewegungsabläufe ohne Wischeffekte bei Actionfilmen und Sportübertragungen.

 

Außerdem konnten die Besucher der CeBIT-Preview einen ersten Blick auf ein neues großes Interactive Flat Panel werfen: Das VA-LED-Display des BenQ TL650 misst 161,1 cm (65 Zoll) und bietet Full-HD-Auflösung im 16:9-Format. Der Flachbildschirm mit Touchfunktion ist vor allem für den Einsatz in Konferenzräumen, Museen, Hotels oder Bildungsreinrichtungen gedacht. Die simple Bedienung per Stift oder Finger soll Präsentationen vereinfachen.

 

Shareconomy in der Verwaltung und Cloud-Connectivity für alle

Auch die Kommunen beschäftigen sich zunehmend mit digitalen Formen der Zusammenarbeit. Die Firma citeq (Halle 7), kommunaler IT-Dienstleister der westfälischen Stadt Münster, stellte auf der CeBIT- Preview ihr aktuelles Angebot zum Thema „Shareconomy in meiner Stadt“ vor, das Kommunen bei der Kommunikation mit Bürgern und Unternehmen unterstützen und die gemeinsame Nutzung von Ressourcen ermöglichen soll. Das von citeq konzipierte Bürgerrathaus soll Daten von öffentlichem Interesse zukünftig so zur Verfügung stellen, dass sie – ganz im Sinne von Open Data – von Dritten maschinell zur Veröffentlichung aufbereitet werden können.

 

Der Schwerpunkt des diesjährigen CeBIT-Auftritts der Deutschen Telekom wird auf Anwendungen aus der Cloud liegen. Das Unternehmen möchte seinen Business Marketplace weiter ausbauen und neue Pakete für Unternehmen schnüren. Geschäftskunden finden in diesem Marktplatz einen eigenen Bereich mit allen für sie relevanten Programmen – von Office-Anwendungen über virtuelle Server bis hin zu Videokonferenzsystemen. Alle Daten werden auf hochsicheren Servern in Deutschland gespeichert. Aktuell stehen im Business Marketplace 26 Applikationen zur Verfügung. „Bis zur CeBIT möchte die Telekom diese Zahl auf 40 erweitern“ erklärte Lutz Fröhlich, Leiter Marketing Operations Geschäftskunden bei der Telekom, auf der CeBIT-Preview in München. Bislang haben sich laut Fröhlich rund 10 000 Kunden für den Unternehmens-App-Store registriert.

 

Mehr Sicherheit für Smartphones, Tablets und die IT-Infrastruktur

In der CeBIT-Halle 12 dreht sich in diesem Jahr alles um die Sicherheit. Trend Micro sagt dabei besonders den Gefahren, die von bösartigen Apps auf mobilen Endgeräten ausgehen, den Kampf an. Ein „Mobile App Reputation Service“ soll die Besitzer von Smartphones und Tablets vor dem Installieren bösartiger Programme und damit vor Betrug, Datendiebstahl und dem Missbrauch von Systemressourcen bewahren. Der Service wird in den weltweit verteilten Rechenzentren von Trend Micro erbracht und steht Anwendern als Cloud-Dienst zur Verfügung. Wie Udo Schneider, Solution Architect EMEA bei Trend Micro, hervorhob, ist das Design der Berechtigungen in Android-Apps deutlich anfälliger als erwartet. Deshalb sei es nur eine Frage der Zeit, bis diese Angriffsmöglichkeiten in großem Stil von digitalen Gangstern genutzt würden.

 

Der Messeauftritt von Kaspersky Lab steht in diesem Jahr unter dem Motto „See it. Control it. Protect it. With Kaspersky, now you can“ in Halle 12. Experten wollen in Hannover Sicherheitstipps geben, die über den Umgang mit Gefahren durch den wachsenden Wissensaustausch über Unternehmenssysteme oder Social-Media-Kanäle aufklären.

 

Darüber hinaus hat Kaspersky Lab eine neue Unternehmenslösung angekündigt, die Themen wie Schutz und Verwaltung stationärer und mobiler Endgeräte, zentrales System-Management, Verschlüsselung sowie Sicherheit virtualisierter Umgebungen adressiert.

 

Eine neue Variante seines Abhörschutzes für Smartphones stellte Secusmart auf der CeBIT-Preview vor. Mit der Hochsicherheitslösung SecuSUITE bietet das Düsseldorfer Unternehmen eine Weiterentwicklung jener Technologie, die seit 2009 von den deutschen Bundesministerien verwendet wird. Der auf Voice-over-IP basierende Abhörschutz wird in ein handelsübliches Smartphone implementiert. Neben der sicheren Übertragung von SMS oder E-Mails ist auch das Surfen im Internet möglich. Der Wechsel zwischen geschäftlichem und privatem Profil erfolgt mit einem Klick.

 

ESET feierte auf der CeBIT-Preview die Premiere seiner neuen Sicherheitslösungen Smart Security 6 und ESET NOD32 Antivirus 6. Beide Produkte verfügen über clevere Zusatzfunktionen. Dazu zählen beispielsweise eine Diebstahlsicherung (ESET Smart Security) und ein Social-Media-Scanner. Auch der Schutz vor aktueller Malware und einem möglichen Datendiebstahl wurde optimiert. ESET Smart Security besitzt zusätzlich eine 2-Wege-Firewall, einen Spam-Schutz und eine Kindersicherung.

 

Ein weiteres interessantes Produkt stellte die Berliner Firma protected-networks.com mit ihrer Software 8MAN vor, die unternehmenskritische Daten vor internem und externem Datenmissbrauch schützen soll: Die mittlerweile in Version 4.6 vorliegende Berechtigungsmanagement-Lösung analysiert selbstständig alle vergebenen Zugriffsrechte innerhalb einer Windows-Server-Umgebung und zeigt sämtliche sicherheitsrelevanten Aspekte auf. Je nach Anforderung lässt sich 8MAN von Administratoren, Abteilungsleitern oder Dateieigentümern einsetzen.

 

Zukunftsträchtige Anwendungen und Wettstreit der Business-Ideen

Unter dem Motto „Urban Living“ gewähren 14 Fraunhofer-Institute auf der CeBIT Einblicke in ihre Forschungslabore. Am Gemeinschaftsstand in Halle 9 wird beispielsweise demonstriert, wie drahtlose Informationslogistik dabei hilft, die Abläufe in Krankenhäusern zu optimieren – von der Notfallversorgung über die Operation bis hin zur Abrechnung. Um zu verhindern, dass ein Patient verwechselt, falsch behandelt oder an der falschen Stelle operiert wird, hat das Fraunhofer ISST ein elektronisches Überwachungssystem für den Operationssaal konzipiert. Es basiert auf dem Kinect-Sensor der Microsoft-Spielkonsole Xbox. Der Sensor verfügt über eine Tiefen- sowie eine Farbbildkamera, die ein Skelettmodell des Patienten erstellen können. Außerdem liefert der Sensor Daten zur Sprach- und Gesichtserkennung. Weitere spannende „Urban Living“-Szenarien auf der CeBIT drehen sich um die Themen „Virtual Cityscapes – 3D-Stadtplanung von morgen“, „Intelligente Software-Ökosysteme – Innovation durch Software-Engineering“, „Wissen, wo was ist – Informationsdienstleistungen mit intelligenten Objekten“ und „ShareKey – das Smartphone als Türöffner“.

 

Ein Türöffner der etwas anderen Art soll die CeBIT 2013 für 50 junge Firmen aus 13 Ländern werden: Sie beteiligten sich erfolgreich an CODE_n , einem der bedeutendsten Startup-Wettbewerbe in Europa. Ulrich Dietz, Vorstandsvorsitzender der Firma GFT und CODE_n-Initiator, erläuterte auf der CeBIT-Preview, was CODE_n zum Hotspot der europäischen Gründerszene macht: „50 spannende Startup-Unternehmen, Tausende interessierte Besucher und zahlreiche Investoren treffen sich eine Woche lang in einer 4 000 Quadratmeter großen Halle auf der weltweit wichtigsten Veranstaltung der digitalen Wirtschaft.“

 

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