Zahlen, Zahlen…

Ab und an veröffentlicht Microsoft Zahlen, meist einen ganzen Haufen auf einmal. Nun war es mal wieder so weit. Einige der veröffentlichten Zahlen will ich hier kurz vorstellen.

Waren Anfang Dezember bereits 40 Millionen Windows 8-Lizenzen verkauft, waren es zu Beginn des neuen Jahres schon 60 Millionen. Diese Zahl setzt sich aus den Verkäufen über das vergünstigte Upgrade-Angebot sowie den Absätzen über die OEMs zusammen. Da Microsoft nur dann konkrete Zahlen nennt, wenn das Unternehmen damit zufrieden ist, dürften die Verkaufszahlen wohl dem Ziel von Microsoft entsprechen. Und dies, obwohl der Handel immer noch munter Rechner mit Windows 7 verkauft. Als ich kürzlich einmal eine Saturn-Filiale in Essen besuchte, war die Hälfte der angebotenen Laptops noch mit der älteren Windows-Version bestückt. Die Geräte standen immer schön im Wechsel: eines mit Windows 7, dann eines mit Windows 8, dann wieder Windows 7…

Der Windows Store zählte inzwischen 100 Millionen Downloads. Das klingt zwar auf den ersten Blick viel, aber wenn wir einmal nachrechnen sind das mal gerade 1,66 Downloads pro verkaufter Lizenz. Es wäre sicher interessant zu erfahren, woran das liegt. Nehmen die Nutzer die Modern UI nicht so richtig an und arbeiten lieber mit den vorhandenen Desktop-Anwendungen? Oder liegt es einfach daran, dass der Store in der Zwischenzeit recht unübersichtlich geworden ist? Große Mengen Apps stehen da in einige Kategorien aufgeteilt nebeneinander und es gibt keine Suchfunktion. Irgendwie will beim Suchen im Store bei mir keine richtige Freude aufkommen. Da sollte Microsoft wirklich einmal nachbessern. Außerdem wäre es auch einmal ganz interessant zu erfahren, wie viel der durchschnittliche Entwickler an seiner App verdient.

Das Ponemon Institut hat in einer von Microsoft in Auftrag gegebenen internationalen Studie herausgefunden, dass bereits 66 % der kleinen und mittelständischen Unternehmen die Cloud nutzen. Da es sich dabei um eine recht neue Technologie handelt (erst 2009 hat das National Institute for Standards and Technology (NIST) eine allgemein akzeptierte Definition veröffentlicht) und die Presse ständig gebetsmühlenartig die Gefahren der Cloud beschwört, ist das ein wirklich beachtliches Ergebnis. Wann sonst war ein neuer Markt nach so kurzer Zeit bereits weitgehend aufgeteilt?

Forrester hat im vierten Quartal 2012 eine Umfrage durchgeführt, nach der 32 % der Büroangestellten ein auf Windows basierendes Tablet einem Tablet mit Android oder iOS vorziehen würden. Besonders diese Zahl würde ich aber mit Vorsicht genießen, da sich dieses Ergebnis durch die Fragestellung sehr einfach manipulieren lässt. Insbesondere stellen sich viele Anwender und potentielle Käufer die Frage, ob sie ihre gewohnten Programme auf dem Tablet verwenden können, insbesondere geht es vielen Menschen um das Office-Paket. Hier im Tabletpcblog beziehen sich zwölf von den zwanzig Top-Suchbegriffen, mit denen Leser diesen Blog gefunden haben, auf die Installation und Verwendung von Office 2007 und 2010 auf dem Tablet PC. Wie viele Mails ich bereits erhalten habe mit entsprechenden Fragen kann ich nicht mehr nachvollziehen.

Und zum Schluss noch eine Information: die Hamburger Verwaltung will ihre Mitarbeiter mit Windows 8-Tablets ausstatten. Diese sollen mit den Geräten dann Zugriff auf 1.500 Fachanwendungen haben, von der einfachen Datenbankanwendung bis hin zum zentralen Einwohnermeldesystem.

2 Gedanken zu „Zahlen, Zahlen…

  1. Till Wolff

    „Große Mengen Apps stehen da in einige Kategorien aufgeteilt nebeneinander und es gibt keine Suchfunktion. Irgendwie will beim Suchen im Store bei mir keine richtige Freude aufkommen. Da sollte Microsoft wirklich einmal nachbessern. “

    Nach Windows 8 Konzept werden die Suchfunktionen aller Apps am gleichen Ort bereitgestellt:
    http://www.shost.ch/uploads/1357862279.png
    http://www.shost.ch/uploads/1357854175.png

    Man kann auch ohne das App zu starten gleich loslegen. Wenn man den Startbildschirm vor sich hat, einfach drauf los schreiben und nach Eingabe des Suchbegriffs die gewünschte App auswählen(In unserem Fall den Store)
    Am Anfang war ich alles andere als begeistert davon. Doch als ich mich daran gewöhnt hatte musste ich feststellen, dass es gar nicht mal so schlecht ist.

    Freundliche Grüsse
    Till Wolff

  2. Mathias Beitragsautor

    Es ist durchaus richtig, dass dort eine rudimentäre Suche vorhanden ist, aber wenn Sie keinen Namen einer App kennen, hilft Ihnen diese Suche nicht weiter. Irgendwie ist das alles noch nicht wirklich zufriedenstellend.

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