Surface-Auslieferung wird zum Debakel

Seit dem 16. Oktober kann Microsofts erster eigener Tablet PC, Surface genannt, vorbestellt werden. Microsofts Zusicherung lautete: „Bestellen Sie, und erhalten Sie die Lieferung bis zum 26.10“ (die Rechtschreibfehler stammen nicht von mir, sondern ich habe sie aus dem Microsoftstore übernommen). Der 26. 10. War am Freitag und ich hoffte, dass der UPS-Fahrer nicht schon vor dem Aufstehen klingeln würde. Tatsache ist, er klingelte überhaupt nicht. Tatsächlich hat sich die Auslieferung des Surface weltweit verzögert.

Einen Grund für die Verzögerung hat Microsoft bislang nicht genannt. Die Bestellung blieb im Status „Bestellung wird bearbeitet“, ich als Kunde erhalte keine Benachrichtigung, dass es noch ein wenig dauert, bis mein Surface ausgeliefert wird, sondern Microsoft Deutschland stellt sich schlicht und ergreifend tot. Keine Benachrichtigung, kein neuer Liefertermin im Shop, einfach nichts. Bei einigen Bestellern wurde die Bestellung sogar storniert.

Viele Besteller haben bei Microsoft angerufen und erhielten unterschiedliche Aussagen zur Auslieferung der Bestellungen. Mal hieß es, die Geräte würden zwischen dem 25. und 30. Oktober beim Besteller eintreffen, mal wurde der 27. Oktober (ein Samstag!) als Versandtermin genannt. Der Samstag ist vorbei, und weder hat sich der Status meiner Bestellung geändert noch wurde meine Kreditkarte belastet. Dass telefonisch am Samstag niemand zu erreichen war ist irgendwie verständlich. Schließlich war Wochenende. Aber wie dann an diesem Tag die Geräte verschickt werden sollen, ist mir auch nicht klar. Also wird es auch am Montag nichts mit dem neuen Gerät.

Dass die Geräte derzeit nicht geliefert werden können, ist nicht Schuld von Microsoft Deutschland. Auch aus anderen Ländern finden sich im Internet Beschwerden, dass das Surface nicht ausgeliefert wurde. Es handelt sich also um ein weltweites Problem. Nur dass wir als Kunden nicht benachrichtigt und Microsoft Deutschland die Besteller im Unklaren lässt, was mit ihrer Bestellung geschieht, ist mit kundenfreundlichem Verhalten kaum zu erklären. Microsoft in den USA und in Großbritannien hat in der Zwischenzeit reagiert und versucht, die Kunden mit Gutscheinen über 50 Dollar bzw. 50 Britische Pfund wieder freundlich zu stimmen. Selbst wenn die Münchener keine Gutscheine ausgeben wollen – das andere Extrem, das derzeit praktiziert wird, indem die Kommunikation vollständig eingestellt wurde… Nein, hier schreibe ich nicht weiter, da dies ohne Beleidigungen kaum zu machen ist.

 

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