Intel und Microsoft wollen Apples Anteil am Tablet-Markt unter 50 % drücken

Nun gibt es Tablet PCs bereits seit Windows XP, aber in den letzten 10 Jahren dümpelte der Markt eher vor sich hin, bis Apple den  Formfaktor plötzlich populär machte. Heute liegt Apples Marktanteil im Tablet-Markt bei etwa 70 %, den Großteil der anderen Marktanteile hält Android, während Tablet PCs auf der Basis von Microsoft Windows weit abgeschlagen sind.

Mit Windows 8 plant Microsoft, den Markt jetzt von hinten aufzurollen – und die Hardwarehersteller ziehen mit. Das Branchenmagazin Digitimes hat nachgezählt: bis Ende dieses Jahres sollen von den großen Herstellern 32 Tablet PCs mit Windows 8 auf Intel-Basis auf dem Markt sein. Berücksichtigt wurden Modelle von Hewlett Packard, Dell, Lenovo, Acer, Asus und Toshiba. Kleinere Anbieter wie die deutsche Wortmann AG wurden bei der Zählung nicht berücksichtigt.

Lagen die Tablet PCs in der Vergangenheit eher im höherpreisigen Segment zwischen 1.000 und 1.500 Euro, wollen sich besonders Lenovo und Acer auf Einsteigermodelle konzentrieren, die ab etwa 300 Dollar angeboten werden und damit in direkter Konkurrenz zu Googles günstigen Android-Geräten stehen. Die teuersten Tablet PCs sollen bis zu 1.000 Dollar kosten und Apples iPad Konkurrenz machen.

Dabei fällt auf, dass selbst die teuersten Geräte immer noch knapp unterhalb der Preise der bisher preiswertesten Tablet PCs liegen. Offensichtlich orientieren die Preise sich an denen der Konkurrenzprodukte. Diese Preisgestaltung zusammen mit der Überlegenheit von Windows 8 gegenüber iOS und Android lassen den Plan von Microsoft und Intel durchaus realistisch erscheinen, Apples Marktanteil bis Mitte 2013 auf unter 50 % zu drücken.

Dabei ist aber zu beachten, dass es sich dabei um den weltweiten Wert handelt. Laut Digitimes sieht Intel den Schlüssel für den künftig weltweit hohen Anteil von Tablet PCs auf Windows-Basis vor allem in Lenovos starker Position im chinesischen Markt der Bildungseinrichtungen und Unternehmen. Auf anderen lokalen Märkten könnte die Verteilung durchaus anders aussehen.

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