Archive for Juni, 2011
Binden Sie Skydrive als Netzlaufwerk ein

Bekanntlich bietet Microsoft kostenfreie 25 Gigabyte Speicherplatz im Netz. Einzige Voraussetzung ist eine Windows Live ID. Aber die dürfte wohl eh‘ fast jeder Windows-Nutzer haben.

Für den Speicherplatz, Skydrive genannt, ist eine Anmeldung unter http://www.windowslive.de/SkyDrive/ erforderlich. Für diese Anmeldung sind nur wenige Angaben erforderlich und sie ist schnell erledigt und Sie gelangen in die Weboberfläche von Skydrive. Nun
ist die Bedienung von Skydrive über die Weboberfläche nicht wirklich komfortabel. Es gibt aber die Möglichkeit, den Skydrive als Netzlaufwerk in den Windows Explorer einzubinden. Dafür ist allerdings ein kleiner Trick erforderlich.

Alles was Sie benötigen ist die eindeutige CID, die Skydrive für jeden Nutzer generiert. Diese CID finden Sie nach dem Einloggen oder spätestens, wenn Sie sich Ihr Profil anzeigen lassen, in der Adresszeile des Browsers ganz am Ende der Adresse. Bei mir besteht sie aus einem
alphanumerischen String mit 16 Zeichen. Vermutlich wird die CID bei Ihnen die gleiche Länge aufweisen, das kann ich aber nicht garantieren. Kopieren Sie die CID in die Zwischenablage und öffnen Sie den Windows Explorer. Wechseln Sie in der Treeview auf der linken Seite zum Eintrag Computer. Klicken Sie anschließend in der Menüleiste auf den Eintrag Netzlaufwerk verbinden. Wird Ihnen dieser Eintrag nicht angezeigt, müssen Sie ggf. das Fenster des Windows Explorers verbreitern oder Sie klicken in der Menüleiste auf die beiden Pfeile nach rechts, um diesen Menüeintrag anzeigen zu lassen.


Sie sehen den in Bild 1 gezeigten Dialog. Wählen Sie einen beliebigen freien Laufwerksbuchstaben und geben Sie als Ordner den Pfad \\docs.live.net@SSL\CID ein. Das „CID“ ersetzen Sie durch die CID, die Sie aus der Adresszeile Ihres Browsers kopiert haben. Sie können außerdem noch wählen, ob die Verbindung bei jedem Login auf diesem Rechner wiederhergestellt werden soll. Nach einem Klick auf „Fertig stellen“ versucht der Windows Explorer, eine Verbindung mit Ihrem Skydrive herzustellen. Wenn Sie keinen Fehler gemacht haben, werden Sie noch nach den Anmeldeinformationen für den Skydrive gefragt.

Wenn Sie bei dieser Gelegenheit die Option „Anmeldedaten speichern“ aktivieren, müssen Sie diese Eingabe nur dieses eine Mal vornehmen.

Ist der Tablet PC tot?

In diesem Blog hat sich seit etwa einem Jahr nicht mehr getan – und das aus gutem Grund. Was war passiert? Das iPad war erschienen, alle Welt konzentrierte die Aufmerksamkeit auf diese Geräte und aufgrund der hervorragenden Pressearbeit von Apple schien der Tablet PC in der Versenkung zu verschwinden. Inzwischen wird Apples Vorherrschaft massiv von Android-Geräten angegriffen. Das iPad hat mit den Android-Geräten eines gemeinsam – sie haben kein vollwertiges Betriebssystem. Beide Gerätefamilien arbeiten mit abgespeckten Smartphone-Betriebssystemen, was bedeutet, dass die Anwendungen, mit denen wir auf unseren stationären Rechnern arbeiten, auf diesen Geräten nicht ausgeführt werden können. Dadurch wird der Einsatz dieser Geräte im Unternehmensumfeld zwar nicht verhindert, aber er wird zumindest deutlich erschwert.
Anders bei den Tablet PCs. Hier wird als Betriebssystem in der Regel Windows Vista bzw. Windows 7 ausgeführt (ältere Geräte arbeiten auch noch mit Windows XP Tablet PC Edition, aber da Windows XP durch Microsoft nicht mehr unterstützt wird, werde ich dieses Produkt nicht weiter erwähnen). Genau um diese Geräte geht es in diesem Blog und genau um diese Geräte war es in den letzten 12 Monaten mehr als ruhig. Es kamen praktisch keine Geräte mehr auf den Markt, es erschien meines Wissens keine speziell für den Tablet PC entwickelte Software, das einzige aktive deutschsprachige Tablet PC-Forum gab seine Selbständigkeit auf und wird jetzt vom Tablet Club betrieben. Das Thema Tablet PC läuft dort quasi nebenher und wird undifferenziert mit den Android-Geräten zusammengewürfelt. Auch die anderen mir bekannten Foren und Websites zum Thema Tablet PC waren in den letzten 12 Monaten eher inaktiv. Es machte wirklich den Eindruck, als hätten Apple mit dem iPad und Google mit Android den Tablet PC zum Markt verdrängt.
In letzter Zeit zeigt sich aber, dass sowohl Microsoft als auch Intel daran arbeiten, dem Tablet PC eine Zukunft zu geben. Inzwischen wurde bekannt, dass Windows 8 eine für die Fingerbedienung optimierte Oberfläche enthalten wird. Gerüchteweise wird auch die nächste Office-Version noch weiter auf die Bedienung mit Touchscreen und Stift ausgerichtet. Diese Entwicklung hat ja bereits mit dem Erscheinen von Office 2010 eingesetzt. Auch Intel plant, ins Geschäft mit der Software einzusteigen und hat das AppUp-Programm aufgelegt, mit dem Intel unabhängige Software-Entwickler bei der Vermarktung ihrer Anwendungen unterstützen will. Dabei legt Intel den Schwerpunkt auf Entwicklungen für Netbooks und Tablet PCs. Eine Besonderheit des Programms ist, dass es nicht auf Windows beschränkt ist, sondern dass auch Entwicklungen für Linux unterstützt werden.
Ich bin jetzt daher optimistisch, dass der Tablet PC eine Zukunft haben wird. Sicher wird er nie die Verkaufszahlen der iPads und Android-Geräte erzielen. Trotzdem wird der Tablet PC seinen Platz behalten und sich nicht durch die Weiterentwicklungen des PDA davon vertreiben lassen.