Archive for Mai, 2010
Kommt der 100 Dollar-Tablet PC im Jahr 2011?

Die Organisation One Laptop Per Child (OLPC) ist durch die Konstruktion sehr preisgünstiger Laptops für die dritte Welt bekannt geworden. Bereits seit längerer Zeit arbeitet die Organisation an einem kindgerechten Tablet PC, der nicht mehr als 100 Dollar kosten soll. Wie das Nachtrichtenportal IDG jetzt bekanntgab, soll es im Frühjahr 2011 vorgestellt werden und im Laufe des nächsten Jahres auf den Markt kommen.

Hauptinitiator Nicholas Negroponte sagt, dass diese erste Version noch aus Metall und Glas hergestellt wird, dass OLPC aber im weiteren Verlauf eine Outdoor-Version anstrebt, die vollständig aus Plastik besteht. Dadurch soll das Gerät bruchfest werden. Außerdem geht er davon aus, dass das Gerät auch in den hochentwickelten Industrieländern reißenden Absatz finden wird. Durch die hohen Stückzahlen soll ein Preis von lediglich 75 Dollar möglich sein.

Ein auf YouTube veröffentlichtes Video stellt einen Prototypen des 100-Dollar-Tablet PCs vor. Nach dem Video scheint das Gerät dem iPad eindeutig überlegen zu sein. Mit Linux verfügt es über ein vollwertiges Betriebssystem und es soll auch über eine Outdoor-Anzeige verfügen, die selbst im Sonnenlicht eine gute Lesbarkeit der Anzeige gewährleistet.

Ob der angestrebte Preis von 75 Dollar erreicht werden kann bleibt abzuwarten. Das Marktforschungsunternehmen iSuppli hat ausgerechnet, dass die im iPad verbauten Hardwarekomponenten 219,35 Dollar kosten. Dieser Preis beinhaltet aber lediglich die reinen Materialkosten ohne die Kosten für die Montage und den Vertrieb. Und dann soll ein vermutlich überlegenes Gerät für 75 Dollar auf den Markt kommen?

Hier noch das YouTube-Video:

Blogparade bei MSDN

Die Blogparade geht in die nächste Runde. Beim letzten Mal ging es nur darum, das Lieblings-Entwicklerprodukt zu nennen, das die Teilnehmer verwenden. Diesmal ist etwas mehr Kreativität gefragt, denn es geht darum, originelle Ideen für den Einsatz der Cloud im Allgemeinen und von Windows Azure im Speziellen vorzustellen.

Nun ist es kein Geheimnis, dass ich der Cloud kritisch gegenüberstehe. Die Anbieter stellen die Verwendung der Cloud immer als recht einfach und absolut sicher dar. Meine Erfahrung sagt mir dagegen, dass immer, wenn etwas anfangs als einfach und sicher beschrieben wird, irgendwann der Hammer kommt und Probleme und Risiken auftauchen. Aber wie gesagt – es handelt sich bei mir um Bedenken, die “aus dem Bauch” kommen und die ich nicht mit Argumenten untermauern kann.

Aber in welchen Bereichen ist die Cloud einzusetzen? Ein Einsatzbereich ist offensichtlich: Ein Unternehmen mit mehreren Niederlassungen kann von allen Standorten mit dem gleichen Datenbestand arbeiten, wenn sich die Datenbank in der Cloud befindet. Die doch mit einigem Aufwand verbundene Synchronisation der Datenbankserver entfällt.

Aber auch kleine Unternehmen können theoretisch von der Cloud profitieren. Nehmen wir als Beispiel Arztpraxen. Ja, auch das sind Unternehmen und sogar Unternehmen, die mit extrem sensiblen Daten umgehen. Dementsprechend streng sind dort auch die Vorschriften für den Datenschutz. Mir hat ein Arzt erzählt, dass die Daten in der Praxis redundand vorhanden sein müssen und dass täglich eine zusätzliche externe Datensicherung vorgenommen werden muss. Die einzige mit den Vorschriften konforme Möglichkeit besteht in einer archaisch anmutende Sicherung auf Band. Das Band nimmt der Arzt mit nach Hause. Aber bekanntlich können Vorschriften geändert werden, so dass auch eine nicht nur tägliche, sondern ständige Sicherung der Daten in der Cloud vorgenommen werden könnte.

Sind damit meine Bedenken ausgeräumt? Das nicht, aber in der Cloud sind die Daten doch auf jeden Fall sicherer als in einer Arztpraxis, die abends und am Wochenende leer steht bzw. als Daten, die der Arzt im Auto mit sich rumfährt.

Ach ja, bei der Blogparade gibt es auch etwas zu gewinnen. Unter allen Teilnehmern, die bis zum 21. 6. 10 etwas zur Cloud schreiben und auf den startenden Blogpost verlinken, werden drei Xbox 360 Elite-Pakete mit zwei Spielen verlost. Es kann sich also auszahlen, bei der Blogparade mitzumachen.

Intel stellt neuen Prozessor speziell für Tablet PCs vor

Am 1. Juni beginnt in Taipeh, der taiwanesischen Hauptstadt, die Computex. Intel hat jetzt auf einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass das Unternehmen auf dieser größten asiatischen Computermesse einen neuen Prozessor vorstellen wird, der speziell für Tablet PCs entwickelt wurde. Dieser Prozessor soll sich durch einen besonders geringen Strombedarf auszeichnen, so dass Tablet PCs eine ähnlich lange Laufzeit erreichen können wie Apples iPad. Leider teilte Intel keine Einzelheiten des Prozessors mit. Auf eine Nachfrage einer Journalistin antwortete Mooly Eden, General Manager der Mobile Platform Group, nur ausweichend. Wir werden wohl bis zur nächsten Woche warten müssen, bevor wir Einzelheiten über den neuen Prozessor erfahren. Hier eine Audioaufnahme der Frage und der Antwort: tabletsilicon

Microsoft baut seine Unterhaltungssparte um

Wie das Handelsblatt berichtet, verlassen zwei führende Manager Microsoft.

Robbie Bach, der Chef der Unterhaltungssparte, geht nach 22 Jahren im Konzern in den Ruhestand. J. Allard, Chief Experience Officer, wird das Unternehmen verlassen, Microsoft aber weiter als Berater zur Verfügung stehen. Er war nicht nur für die Gestaltung der Xbox verantwortlich, sondern er war in der Entertainment & Devices Division auch für für die Entwicklung von Windows Mobile sowie für das Projekt Zune zuständig.

Microsoft nutzt das Ausscheiden der beiden Manager, um die Unterhaltungssparte neu zu organisieren. Die freiwerdenden Positionen werden nicht neu besitzt. Stattdessen berichten Bachs bisherige Stellvertreter Andy Lees und Don Mattrick zukünftig direkt an Steve Ballmer. Andy Lee ist auch der neue Chef des ehemaligen Geschäftsführers von Microsoft Deutschland Achim Berg.

96 Tastenkombinationen für den IE8

Kay Giza hat in seinem Blog fast 100 Tastenkombinationen für den Internet Explorer 8 zusammengestellt. Die Liste ist auf jeden Fall einen Blick wert (eventuell auch zwei), da auch einige Tastenkombinationen dabei sind, die Funktionalitäten aufrufen, die auf andere Weise nicht aufgerufen werden können. Für diejenigen, die sich die Tastaturkürzel ausdrucken und an die Wand hängen wollen, stellt er die Tabelle mit den Shortcuts zusätzlich zum Download in den Formaten PDF und XPS bereit.

Meine Empfehlung: Belegen Sie die nicht benötigten Hardwaretasten auf Ihrem Tablet PC mit Tastaturkürzeln, die Sie am Häufigsten verwenden.

Weltweit erster Outdoor Spectrum Analyzer übertrifft Militärstandard MIL-STD 810F und arbeitet bis 9,4GHz

Als erste Firma stellt die Aaronia AG eine volkommen neue Klasse an Spectrum Analyzern vor, die auch bei strömendem Regen, extremen Temperaturen, Salzluft (Küstenbereiche bzw. Schifffahrt) oder in extrem staubigen und schmutzigen Umgebungen eingesetzt werden können, den SPECTRAN XFR Analyzer.
Der SPECTRAN XFR wurde speziell für den Einsatz im Militärbereich, auf Baustellen, in Bergwerken sowie in der Luft- und Raumfahrt etc. entwickelt. Dies stellt für diese hochempfindliche Geräteklasse ein absolutes Novum dar. Die XFR Analyzer sind extrem Outdoor-Notebook und hochempfindlicher Analyzer in einem Gerät und kombinieren ihre jeweiligen Vorzüge.

Der integrierete Spectrum Analyzer (basierend auf SPECTRAN HF-60100 V4) bietet einen Frequenzbereich von 1MHz bis 9,4GHz und einen AVG Noise Level (DANL) von -170dBm(1Hz). Der maximale Pegel wird mit +20dBm (optional +40dBm) angegeben. Die Filterbandbreiten sind von 200Hz bis 50MHz wählbar. Die kleinstmögliche SampleTime beträgt 1mS. Die typ. Genauigkeit: +/- 1dB. Der integrierte Spectrum Analyzer ist mit einen 14Bit Dual-ADC, DDC Hardware-Filter, einen 15dB Preamplifier, 0,5ppm TCXO und einen 150 MIPS DSP (CPU) ausgestattet.

Das Notebook mit Balistic Armor Schutz erfüllt den Militärstandard MIL-STD-810F und beinhaltet die PrimoSeal™-Technologie mit höchstem Schutzgrad (IP65). Als Prozessor kommt ein Intel Core 2 Duo P8700 (2,53GHz,1.066MHz,3MB) zum Einsatz. Weitere integrierte Features sind: Intel GMA X4500HD, Fingerabdruck-Lesegerät, 14,1Zoll Breitbild WXGA (1280X800) Bildschirm, Kamera und Mikrofon, 4096MB (2×2048) 800MHz DDR2 Dual Channel Speicher, eine 120GB stoßgedämpfte (5400 1/min) Festplatte, 6-Zellen 54Wh LI-ION Akku und Windows XP Pro SP3 (inkl. Windows Vista Business SP1 Medien) Betriebsystem.

Die kostenlos mitgelieferte und bereits installierte Windows Analyzer-Software sorgt für eine leistungsfähige Dokumentation und Weiterverarbeitung der Daten. (Quelle: Pressemitteilung des Herstellers)

Medion arbeitet an Tablet PC

Laut einem Bericht der Finnancial Times Deutschland plant der Elektronikhersteller und Aldi-Alleinlieferant Medion pünktlich zum Weihnachtsgeschäft dieses Jahres, einen eigenen Tablet PC auf den Markt zu bringen. Wenn der Tablet PC auch für die preisbewussten Käufer bei Aldi erschwinglich wird, dürfte dies der Akzeptanz dieses Rechnerformatfaktors einen kräftigen Schub geben.

Allerdings wagt sich das Unternehmen, das im letzten Jahr mit einem kräftigen Gewinneinbruch zu kämpfen hatte, damit auf einen Markt, der in diesem Jahr hart umkämpft sein dürfte, da auch Archos, die Asus-Tochter Pegatron und Telefunken für dieses Jahr Tablet PCs angekündigt haben.

Über die technische Ausstattung des Medion-Geräts ist bislang noch nicht viel bekannt. In einem Konzeptvideo lässt sich ein 10 Zoll-Display vermuten, außerdem sind noch drei USB-Anschlüsse, ein Cardreader sowie zwei Audioausgänge zu erkennen.

Außerdem hat sich Medion augenscheinlich um einen Designer bemüht, der versucht hat, dem Gerät eine unverwechselbare Optik zu verschaffen. Ich meine, wenn das Design nicht noch geändert wird, hat er seine Aufgabe gut erledigt. Hier noch das Konzeptvideo:

HP stellt die Entwicklung seines Slate ein

Noch im April hat Hewlett-Packard einen Slate vorgestellt, den die Company auf den Markt bringen wollte. Kürzlich teilte das Unternehmen mit, dass der Slate nicht produziert wird.

Diese Ankündigung kam vermutlich nicht zufällig, kurz nachdem HP Palm für 1,2 Milliarden Dollar übernommen hat. Grund für diesen Kauf ist vermutlich, dass HP den Zugriff auf das Betriebssystem WebOS erhalten wollte, das von Palm entwickelt wurde. Es steht daher zu erwarten, dass HP in näherer Zukunft einen Slate mit diesem Betriebssystem auf den Markt bringen wird, auch wenn diese Aussage im Moment noch reine Spekulation ist.

Die Seite, auf der HP den Slate vorstellte, ist noch unter www.hp.com/slate zu erreichen und auch auf Youtube finden Sie einige Videos, in denen das Gerät vorgestellt wird.

Updatemythen nüchtern betrachtet

Kay Giza, MSDN Online Team-Lead bei Microsoft Deutschland, hat in seinem Blog einen umfangreichen Artikel veröffentlicht, in dem er sich mit den meist unbegründeten Bedenken gegenüber Microsoft Update und Windows Update beschäftigt. Ich kann nur jedem empfehlen, den Link zu diesem Artikel anzuklicken und den Artikel zu lesen. Er widerlegt leicht verständlich und unterhaltsam geschrieben die meisten der immer wieder auftauchenden Bedenken gegen die automatischen Updates. Besser bekomme ich das auch nicht hin und werde hier deshalb die Inhalte auch nicht wiederholen, sondern lediglich noch einige wenige Anmerkungen anbringen:

Kay bringt den folgenden Mythos ins Spiel: Mein PC läuft danach langsamer oder unstabil! Dazu schreibt er: “Die Dienste Windows Update oder Microsoft Update und die automatische Installation der Updates und die Suche nach Updates bewirken in der Regel keine Verlangsamung Ihres Computers, da die Aktionen im Hintergrund ablaufen.” OK, “in der Regel” stimmt diese Aussage. Allerdings widerspricht diese Aussage einem Statement von Microsoft, das ich auf einer Veranstaltung gehört habe. Dort wurde ausgeführt, dass für den Fall, dass ein sicherheitskritisches Loch gefixt wird, der Hotfix sich auf das Stopfen dieses Lochs konzentriert und dass er in diesem Fall nicht optimiert ist. Die Optimierung findet in diesem Fall erst am nächsten Patchday statt. Aber sollte das wirklich ein Grund sein, keine automatischen Updates zu verwenden? Die Frage ist doch, ob es besser ist, kurzfristig mit einem halben Prozent Performanceverlust oder doch lieber mit einem potentiell unsicheren Rechner zu arbeiten. Die Antwort sollte klar sein.

Manche Sicherheitsupdates werden von Microsoft als “kritisch” eingestuft. Diese Einstufung erfolgt sicher zu Recht, wird aber von etlichen Anwendern vollkommen missverstanden. Ich weiß nicht, wie vielen Anwendern ich schon erklärt habe, dass nicht die Installation des Updates kritisch ist, sondern dass es kritisch ist, mit dem ungepatchten System weiterzuarbeiten. Eventuell könnte sich Microsoft einmal eine andere Benennung der Einstufung überlegen. Die ersten Male ist die Aufklärung des Anwenders ja noch witzig, irgendwann wird sie aber doch nervtötend. Das aber nur nebenbei.

Eigentlich gibt es nur einen Grund, die automatischen Updates (temporär) auszuschalten – immer dann wenn man mobil online geht. Was das mobile Internet angeht ist Deutschland immer noch Entwicklungsland, die Netzabdeckung beträgt aktuell je nach Anbieter zwischen 51 und 81 % der Fläche, im Durchschnitt sind es 70 % (Quelle: Bundesnetzagentur). Auf dem Land sieht es also wirklich mau aus. Wer schon einmal ein etwas umfangreicheres Update mit GPRS-Tempo heruntergeladen hat, würde sich wünschen, dass Windows erkennt, dass eine Funkverbindung vorliegt und dass das Update auf einen späteren Zeitpunkt verschoben würde, wenn wieder eine WLAN- oder Kabelverbindung vorhanden ist. Auch die Flatrates der Anbieter sind meist eher dürftig. Teilweise wird das Tempo bereits nach 200 MB auf GPRS-Tempo gedrosselt. Ein automatisches Update kann also das schnelle mobile Internet für einen ganzen Monat verbrennen.