Intelligente Theke für die kleine Kneipe

Elektronische Schanksysteme sind eigentlich nichts Neues. Bisher waren sie allerdings für Eckkneipen viel zu umfangreich und zu teuer. Forscher der Technischen Universität Clausthal sind jetzt aber mit einer Neuentwicklung auf der CeBIT 2010, die sicher viele Wirte begeistern wird: der „intelligenten Theke“ für kleine Kneipen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen besteht das System aus einzelnen Modulen, die nach und nach installiert werden können. Der Einstieg zu einer Kneipe mit cleverer Theke könnte ein Modul sein, welches hilft, den Überblick über verkaufte Getränke zu bewahren und verhindert, dass zum Beispiel zu viel Bier ins Glas gezapft wird. Der Bierverbrauch soll sich so um bis zu acht Prozent reduzieren lassen.

Hinter diesen praktischen Vorzügen steckt natürlich ausgeklügelte IT. Besser gesagt haben die Forscher eine softwarebasierte, dynamische Infrastruktur (Middleware) entwickelt, die garantiert, dass die einzelnen Module wie Zapfhahn oder Kasse sowohl unabhängig betrieben werden, aber auch als Bestandteil eines verteilten Systems mit den anderen kommunizieren und kooperieren können.

So weit die Pressemitteilung. Aber mal ehrlich – die Kneipe, die durchschnittlich acht Prozent zu viel Bier ausschenkt muss vermutlich noch gebaut werden, genau wie das Bierglas, in das durchschnittlich acht Prozent zu viel ausgeschenkt werden können, wohl noch hergestellt werden muss. Außerdem besteht der Charme einer Eckkneipe doch wohl gerade darin, dass dort nicht alles IT-gesteuert ist.

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