Wie sag‘ ich es meinem Tablet PC? – Philosophen geben Antwort

Erstaunlich: Die Philosophische Fakultät der Friedrich Schiller Universität Jena gehört zu den Ausstellern der CeBIT 2010. Grund: Sie präsentiert Optimierungen für sprachbasierte Anwendungen im IT-Bereich.

Der Lehrstuhl für Indogermanistik informiert gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik im future parc über das ForMaT-Projekt. Hier wird dem User auf den Mund geschaut, um IT-Systeme die Bedeutung hinter der Worthülse erkennen zu lassen. Forschung, die beispielsweise hilft, Übersetzungs- und Verständnishilfen zu leisten oder Textbausteine für Suchfunktionen zu liefern.

Offensichtlich kommen die Jenaer wohl eher mit Grundlagenforschung und es wird noch einige Zeit dauern, bis wir von den Erkenntnissen profitieren können. Wenn es aber möglich wird, die Spracherkennung zu verbessern, wäre dies ein Fortschritt. Windows enthält zwar eine solche Funktionalität, aber ehrlich gesagt ist sie – lassen Sie es mich wohlwollend ausdrücken – grottenschlecht. Sie reicht zwar aus, um den Tablet PC mit gesprochenen Befehlen zu steuern, aber wirklich interessant wird sie erst, wenn es möglich ist, freie Texte flüssig zu diktieren. Hier versagt die Spracherkennung von Windows total. Dragon Naturally Speaking erledigt diese Aufgabe zwar etwas besser, aber bei meinem letzten Versuch mit dieser Software gab es immer wieder Probleme, sobald irgendwelche Hintergrundgeräusche auftraten. Und wer hat schon immer einen schalldichten Raum parat? Würde die Software das Diktat nicht nur erkennen, sondern auch verstehen, könnte sie die nicht gewünschten Nebengeräusche herausfiltern und auf diese Weise die Qualität der Spracherkennung deutlich verbessern.

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