Verfasst von Mathias am 17. Juli 2009 | Veröffentlicht in
Office,
Software |
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Gestern habe ich Office 2010 auf meinem Tablet PC installiert. Die Installation ging wie erwartet flott und ohne Probleme über die Bühne. Mir fiel lediglich auf, dass es im Gegensatz zu früheren Versionen von Office während der Installation keine Möglichkeit gab, die Installation abzubrechen. Aber das hatte ich schließlich auch nicht vor.
Wie die meisten Office-Nutzer habe ich nach der Installation zunächst Outlook gestartet und mein E-Mail-Konto eingerichtet. Dass Outlook jetzt auch mit Ribbons ausgerüstet ist, wurde bereits in vielen Publikationen erwähnt, so dass ich mich hier nicht weiter darüber auslassen muss. Aber während ich das Konto angelegt habe fiel mir auf, dass das Office-Team in Redmond bei diesem Assistenten an die Tablet PC-Anwender gedacht hat. Informationen, die öffentlich einsehbar sind (die E-Mail-Adresse) werden im Einzelbuchstabenmodus angezeigt, während Informationen wie das Passwort, das nur den Inhaber des E-Mail-Kontos bekannt ist, über die Bildschirmtastatur eingegeben werden, so dass diese Informationen nie auf dem Bildschirm sichtbar sind. Ansonsten ging auch das Einrichten des Kontos problemlos vor sich und ich konnte keine weiteren Änderungen gegenüber der Vorversion feststellen.
Anschließend habe ich Word gestartet. Zunächst fiel mir der zusätzliche Ribbon namens Pen auf.

Zunächst dachte ich, dass es jetzt evtl. möglich wäre, direkt in das Dokument zu schreiben und dass ich nicht mehr auf den Eingabebereich (Tablet Input Panel = TIP) angewiesen wäre. Ein erster kurzer Test zeigte aber, dass dafür doch noch einiges fehlt. Ich konnte zwar direkt in ein neues Dokument schreiben und das Geschriebene auch ausdrucken, aber es ist nicht möglich, die Schrifterkennung aufzurufen. Auch für das Schreiben persönlicher Briefe, die nicht getippt, sondern handschriftlich verfasst werden sollen, ist diese Funktionalität nicht wirklich geeignet, da beispielsweise die Lassofunktion fehlt.
Als nächsten Versuch habe ich ein vorhandenes Dokument geöffnet und mit der Stift-Funktion direkt in das Dokument geschrieben. Ich habe Text mit dem Marker farbig unterlegt und mit dem Stift einen kurzen Kommentar dazu geschrieben:

So, jetzt kann ich auf dem Tablet PC Dokumente überprüfen, die ich auf dem Desktop erstellt oder von anderen erhalten habe. Außerdem kann ich dem Dokument Bemerkungen hinzufügen, die auf noch vorzunehmende Änderungen hinweisen, ohne die erheblich unkomfortablere Kommentarfunktion verwenden zu müssen. Die Arbeit erledige ich auf die gleiche Weise, mit der ich auch auf einem Ausdruck arbeiten würde.
Muss ich nun auf alles Rechnern Office 2010 installieren, um diese Funktionalität nutzen zu können? Um das festzustellen habe ich das Dokument noch einmal in Word 2007 geöffnet:

Meine handschriftlichen Bemerkungen sind also auch in Office 2007 vorhanden. Ich kann das Dokument also auf dem Desktop weiterverarbeiten. Die Bemerkungen sind als Grafik gespeichert (um das zu demonstrieren habe ich die Bemerkungen angeklickt, um sie zu markieren).
Und schon habe ich den ersten Bug gefunden. Die Bemerkungen werden nicht mit der Textstelle verknüft, sondern vermutlich mit ihrer Position im Dokument. Was heißt das? Nehmen wir einmal an, dass ich vor der Bemerkung noch Text einfüge oder lösche. Die Bemerkung bleibt an der gleichen Stelle, während sich die Textstelle, die ich markiert habe und auf die sich die Bemerkung bezieht, an eine andere Stelle verschiebt. Das war sicher anders geplant. Um die Stiftfunktionalität nutzen zu können, ist es daher wohl erforderlich, ein Dokument, das mehrere Bemerkungen enthält, von hinten nach vorne zu überarbeiten, damit vor den Bemerkungen keine Änderungen vorgenommen werden, durch die anschließend eine falsche Textstelle markiert ist.
So, das soll der erste flüchtige Eindruck gewesen sein. Ich gehe fest davon aus, dass Office 2010 noch erheblich mehr Neuerungen enthält, die die Arbeit mit dem Tablet PC beeinflussen.