Archive for Januar, 2009
Conficker-Virus breitet sich weiter aus

Ich habe ja eine gute Erziehung genossen und dabei auch gelernt, dass Schadenfreude äußerst unhöflich ist. Trotzdem fällt es mir manchmal schwer, diese unhöfliche Gefühlsregung zu unterdrücken. So auch in diesem Fall.

Conficker – ein Virus wie aus dem Museum

Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass Schadsoftware, die sich per Wechseldatenträger verbreitet, mit der Verbreitung des Internets veraltet ist und nicht mehr entwickelt wird. Conficker beweist das Gegenteil. Die Software verbreitet sich wirklich über USB-Sticks und installiert sich über die Autorun-Funktion von Windows. Obwohl Microsoft bereits Ende Okotober 2008 einen Sicherheitspatch bereitgestellt hat, hat Conficker auf diese Weise nach verschiedenen Schätzungen bereits mehrere Millionen Rechner infiziert. Dabei handelt es sich nicht nur um Rechner von Privatanwendern, auch das Netz der Landesregierung von Kärnten hat es erwischt. Wie konnte es dazu kommen?

OK, jeder steckt mal einen USB-Stick in einen fremden Rechner. Dass sich dabei eine Schadsoftware auf den Stick kopiert ist nicht auszuschließen. Das kann jedem passieren. Aber wie kommt die Schadsoftware anschließend auf den eigenen Rechner? Zunächst einmal muss der Administrator irgendwann einmal angegeben haben, dass Installationsprogramme auf Wechseldatenträgern automatisch gestartet werden. In vielen Fällen ist das ja auch ganz bequem, beispielsweise wenn eine DVD eingelegt wird, von der eine Software installiert werden soll. Automatisch werden die Bildschirme des Installationsprograms angezeigt. Aber wenn es sich um eine Schadsoftware handelt, ist es mit der Bequemlichkeit  schnell vorbei. Sicher – der Virus ist problemlos installiert – aber will man das wirklich? Bei mir ist die Autorun-Funktion auf allen Rechnern ausgeschaltet.

Was geschieht eigentlich während der Installation einer Schadsoftware? Zunächst einmal muss sich die Software an eine Stelle kopieren, an der sie nicht so einfach gefunden werden kann. Zwischen den Dokumenten des Anwenders würde sie auffallen und würde schnell entdeckt. In c:\Windows\system oder einem ähnlichen Verzeichnis ist sie erheblich besser versteckt und die Gefahr, dass der Anwender die Schadsoftware entdeckt und einfach löscht, ist erheblich geringer. Dann muss sich die Software noch in der Registry eintragen, damit sie beim nächsten Systemstart erneut gestartet wird. In vielen Fällen muss sie auch noch weitere Funktionalitäten aus dem Internet nachladen und dafür eine Lücke in der Firewall aufmachen. Alle diese Aufgaben erfordern Adminrechte. Diese Adminrechte hat eine Software aber nur, wenn sie unter einem Administrator-Account gestartet wird. Ein “normaler” Benutzer hat weder das Recht, in die Systemverzeichnisse zu schreiben, noch darf er die Registry verändern oder die Firewall öffnen. Damit Sie sich einen Virus oder eine andere Malware einfangen können, müssen Sie daher zum Einen mit Adminrechten arbeiten, und Sie müssen die Sicherheitsabfrage deaktiviert haben, in der Sie Ihr Passwort eingeben müssen, bevor Sie eine Aktion ausführen können, die Adminrechte erfordert. Wie dieser Sicherheitsmechanismus deaktiviert wird, stand kurz nach Erscheinen von Vista in allen Gazetten, da sie ja so furchtbar störend ist. Wenn Sie diese Abfrage ausgeschaltet haben, erhalten Sie jetzt die Quittung und Sie müssen nicht einmal bestätigen, dass Sie den Virus auch wirklich haben wollen.

Eigentlich ist es doch ganz einfach, sich gegen die Schadsoftware zu schützen. Fassen wir noch einmal zusammen:

  • Deaktivieren Sie die Autorun-Funktion
  • Arbeiten Sie immer mit den geringsten Benutzerrechten, die Sie benötigen. Loggen Sie sich nur dann mit Admin-Rechten ein, wenn Sie sie auch wirklich benötigen.
  • Lassen Sie die Sicherheitsabfrage vor den Aktionen mit Adminrechten eingeschaltet.
  • Sollte auf Ihrem Rechner das automatische Update ausgeschaltet sein, ändern Sie dies, damit Ihr Rechner durch die aktuellsten Sicherheitspatches geschützt wird.

Auch ja, benötigen Sie dann noch eine Anti-Virensoftware? Selbstverständlich. Aber das sollte halt nicht der einzige Schutz sein, sondern lediglich der Sicherheitsanker für Situationen, in denen alle anderen Mechanismen nicht greifen können.

Windows SideShow for Windows Mobile Developer Preview steht zum Download bereit

Erinnern Sie sich noch an Windows SideShow? Ja, genau, das waren die kleinen zusätzlichen Bildschirme an der Außenseite der Laptops, die Microsoft im Jahr 2006 oder 2006 vorgestellt hat, auf denen Sie Ihre E-Mail-Eingänge oder Ihre eBay-Auktionen auf dem Laptop verfolgen konnten, ohne den Laptop dafür starten zu müssen. Bislang hat sich diese Technik noch nicht durchgesetzt und die SideShow wurde nur vor einigen Jahren bei wenigen Business-Laptops eingebaut. Vermutlich aufgrund des stolzen Preises dieser Geräte habe ich SideShow noch nie in freier Wildbahn gesehen.

Mit Windows SideShow for Windows Mobile könnte diese Technologie jetzt ein Revival erleben. Dabei handelt es sich um eine Anwendung für Pocket PCs und Smartphones, auf denen Windows Mobile 5 oder 6 ausgeführt wird. Diese Geräte dienen dann als Bluetooth SideShow-kompatibles Gerät und stellen sich als zusätzliches Fenster Ihres Laptops oder Tablet PCs dar. Sie können mit Ihrem Pocket PC oder Smartphone sowohl auf Informationen auf dem Tablet PC zugreifen als auch den Tablet PC über eine Gadget-Oberfläche durch Ihren Pocket PC steuern. Befindet sich der Pocket PC oder das Smartphone außerhalb der Bluetooth-Reichweite des Tablet PCs, können Sie weiterhin auf die Informationen zugreifen, die Sie bereits von Ihrem Tablet PC heruntergeladen haben.

Sie können die englischsprachige Betaversion von der URL http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=79F19684-F862-4E02-A2B0-0003B4565F34&displaylang=en herunterladen.

Digitale Tinte und die Suche von Windows 7

Auf YouTube habe ich ein kurzes Video gefunden, das die Verwendung der Windows 7 Suche mit digitaler Tinte beschreibt. Der Unterschied zur Suche unter Windows Vista besteht darin, dass unter Windows 7 die erkannte Schrift direkt in die Suche eingetragen wird und die Suche sofort startet. Unter Windows Vista wird die Schrift zunächst erkannt, aber nicht in die Suche eingetragen, so dass im Eingabebereich erst auf “Einfügen” getippt werden muss, damit die Suche startet.

Digitale Tinte und Windows Suche

Evermap stellt Tablet-PC-Add-In für Acrobat vor

Haben Sie sich nicht auch schon immer gefragt, weshalb es nicht möglich ist, in einem PDF-Dokument mit digitaler Tinte zu schreiben? Mit Autoink, entwickelt von der Firma Evermap ist dies jetzt möglich. Das Unternehmen hat ein Add-In für Acrobat-Software entwickelt, mit dem Sie direkt in Ihre PDF-Dokumente schreiben können.

Was können Sie mit AutoInk machen?

Sie können Textteile markieren. Dafür stehen Ihnen vier halbtransparente Farben zur Verfügung. Die Funktionsweise entspricht der von Textmarkern auf Papierdokumenten.

Sie können PDF-Formulare ausfüllen. Schreiben Sie einfach in die entsprechenden Felder und wandeln Sie die digitale Tinte in Text um.

Schreiben Sie Bemerkungen in den Text.

Die Software kostet im Online-Shop von Evermap (http://evermap.com/buy.asp)  69 Dollar. Bevor Sie die Software erwerben, können Sie von der URL http://www.evermap.com/downloads.asp eine 30 Tage gültige Testversion herunterladen. AutoInk läuft unter Windows XP Tablet PC Edition und unter Windows Vista.

Und hier noch ein Demovideo  zu AutoInk.

Toshiba kündigt SSD mit 512 GB an

tabletpcblog

Toshiba hat die erste Solid State Disk (SSD) mit einer Kapazität von einem halben Gigabyte angekündigt. Sie gehört zur zweiten SSD-Generation und verspricht neben einer höheren Kapazität eine verbesserte Performance und Verlässlichkeit. Mit einer Lesegeschwindigkeit von 240 MB pro Sekunde und einer Schreibgeschwindigkeit von 200 MB je Sekunde sollen schnelle Bootvorgänge sowie ein flottes Starten von Anwendungen gewährleistet sein. Gegenüber den üblichen Festplatten weisen SSDs verschiedene Vorteile auf: sie benötigen weniger Strom, außerdem sind sie schneller und leichter, was besonders für Tablet PCs von Vorteil ist, die verwendet werden können, während sie vom Benutzer getragen werden. Toshiba erwartet, dass SSDs im Laufe dieses Jahres an Bedeutung gewinnen und im nächsten Jahr im mobilen Rechnermarkt bereits zehn Prozent Marktanteil erreichen.

Der Produktionsstart ist für das zweite Quartal 2009 geplant. Informationen zu Preisen liegen noch nicht vor.

Neue Sicherheitsempfehlung von Microsoft

Gerade kam aktuell die folgende Sicherheitswarnung:

Am Wochenende wurde gemeldet, dass es verstärkte Angriffe auf die Sicherheitslücke gibt, die in dem Microsoft Security Bulletin MS08-067 beschrieben wurde. Hierin wurde auf die Verfügbarkeit von Angreifer-Code hingewiesen, der die in Security Bulletin MS08-067 adressierte Sicherheitsanfälligkeit im Serverdienst ausnutzt und Remotecodeausführung ermöglichen kann. Betroffen sind Systeme unter Windows 2000, Windows XP und Windows Server 2003, auf denen das in MS08-067 bereitgestellte Sicherheitsupdate noch nicht installiert wurde.

 

Empfehlung: Microsoft empfiehlt Benutzern die sofortige Installation des Updates.

Microsoft stoppt Download der Windows 7 Beta

Nachdem gestern zunächst der öffentliche Download von Windows 7 gestartet wurde, waren die Server bei Microsoft sofort überfordert. Diese Situation hat vermutlich Microsoft provoziert, indem angekündigt wurde, den öffentlichen Betatest auf 2,5 Millionen Downloads zu beschränken. Aufgrund dieser Aussage wollten alle an Windows 7 interessierten selbstverständlich unter den ersten 2,5 Millionen Downloadern sein. Der Ansturm war so groß, dass die Server zeitweise stillstanden. Daraufhin zog Microsoft gegen 21:00 MEZ die Notbremse, stoppte die Downloadmöglichkeit auf unbestimmte Zeit und will zunächst die Serverkapazitäten aufstocken, bevor ein neuer Versuch unternommen wird, die Windows 7 Beta zum Download bereitzustellen.

Der HP SmartTouch – ein “Tablet PC” für den Schreibtisch

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Nein, selbstverständlich ist der SmartTouch von HP kein Tablet PC. Dafür fehlt ihm eine entscheidende Eigenschaft – die Mobilität. Aber da er auf der gleichen Technologie wie der Tablet PC basiert, soll er hier auch Erwähnung finden.

Das Positive zuerst: Er ist einfach cool. Unter dem Schreibtisch steht kein großes Gehäuse, da Monitor und Rechner zusammen verbaut wurden. Das Gerät sieht wie ein iMac-Clon aus. Mit dem Intel Core 2 Duo T5850 und vier Gigybyte Arbeitsspeicher sowie einer 500 GB-Festplatte ist er auch für die meisten Einsatzbereiche ausreichend ausgestattet. Außerdem hat HP nur Komponenten verbaut, für die signierte Treiber verfügbar sind. Aus diesem Grund kommt als Betriebssystem auch die 64 Bit-Version von Windows Home Premium zu Einsatz.

Die Frage ist nur, ob sich ein Touchscreen auf dem Schreibtisch auch lohnt. Bei mir ist die Maus näher an der Tastatur als der Monitor. Daher würde ich in jedem Fall die Arbeit mit der Maus vorziehen, auch, weil die Maus als Gerät zum Zeigen und Navigieren exakter ist als meine Finger. Und Software, die für den Touchscreen auf dem Schreibtisch optimiert ist, gibt es außer einigen Mulitmediaanwendungen und Spielchen, die HP mitliefert, zumindest derzeit nicht. Eventuell ist der Touchscreen ja für Spieler sinnvoll. Da ich nicht am Rechner daddele, kann ich das aber nicht beurteilen.

Was mir bei diesem Rechner auf jeden Fall fehlen würde ist ein zweiter Monitor. Lt. Google werden auf dem Markt keine 22 Zoll-Touchscreen-Monitore angeboten. Einen konventionellen 22 Zoll-Monitor zu verwenden macht auch nicht so viel Sinn, da sich die Bedienung der Anwendungen nach dem Monitor richten würde, auf dem die Anwendung angezeigt wird.

Für welche Aufgaben eignet sich der SmartTouch? Chip Online gibt folgende Empfehlung: “Idealerweise hängen Sie sich das Gerät an die Wand und nutzen ihn als Media-Client.” Gut, dafür mag sich der Rechner ja eignen, aber ob dieser Einsatzbereich den Preis wert ist, der je nach Ausstattung zwischen 1499 und 1899 Euro (zuzügl. Versand) beträgt, muss jeder für sich entscheiden.

Windows Beta 7 verfügbar

Gerade haben Steve Ballmer, Chief Executive Officer, und Robbie Bach, President Entertainment Devices Division bekanntgegeben, dass Microsoft die öffentliche Betaversion von Windows 7 freigegeben hat. Ab sofort steht Windows 7 für TechNet- und MSDN-Abonnenten unter http://www.microsoft.de/windows/windows-7 sowie auf der US-Site unter http://www.microsoft.com/windows7 zur Verfügung. Am morgigen Donnerstag wird eine öffentliche Downloadmöglichkeit folgen. Der Download steht nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung. Microsoft plant, den 2,5 Millionen Downloads zu ermöglichen.

Die Windows 7 Beta wird als ISO Image Datei in 32 und 64 Bit Version in folgenden Sprachen zum Download angeboten: Englisch, Deutsch, Japanisch, Arabisch und Hindi. Hierzu muss lediglich das Sprachpaket installiert werden. (Anmerkung: Hindi nur als 32-Bit Version.)

Ein Upgrade auf Windows 7 Beta ist nur von Windows Vista mit Service Pack 1 möglich. Finale Informationen zu den Upgrade-Möglichkeiten nach dem Beta-Stadium liegen noch nicht vor. Um einem möglichen Datenverlust vorzubeugen, sollten vor der Installation von Windows 7 alle Daten gesichert werden. Außerdem würde ich empfehlen, die Betaversion in einer virtuellen Maschine zu installieren. Die Betaversion ist bis zum ersten 1. 8. 2009 funktionafähig und kann anschließend nicht mehr verwendet werden.

Weitere Informationen in deutscher Sprache finden Sie im Windows 7-Blog unter http://blogs.technet.com/sieben/.

Microsoft plant kostenloses Upgrade auf Windows 7

Wie Techarp.com berichtet, plant Microsoft ein Angebot an die PC-Hersteller, das den Käufern ein kostenloses Upgrade auf Windows 7 ermöglicht. In den Genuss dieses Angebots sollen Käufer kommen, die ihren Rechner ab dem 1. Juli 2009 kaufen.

Das Upgrade bezieht sich auf die jeweils gleiche Version, also von Vista Home Premium auf Windows 7 Home Premium oder von Windows Vista Ultimate auf Windows 7 Ultimate. Versucht der Anwender, einen nicht unterstützten Upgradepfad zu verwenden, beispielsweise von Vista Home Premium auf Windows 7 Ultimate, muss er seine Festplatte formatieren und verliert dabei die vorher installierten Programme sowie seine Einstellungen und Dokumente.