Microsoft Research hebt Codex aus der Taufe

Microsoft Research ist eine Abteilung von Microsoft, die zu den weniger bekannten Arbeitsbereichen des Unternehmens gehört. Insgesamt betreibt Microsoft die folgenden sieben Forschungszentren (das Gründungsjahr der Forschungszentren habe ich immer in Klammern angegeben):

  • Microsoft Rresearch Redmond, USA (1991)
  • Microsoft Research Cambridge, Großbritannien (1997)
  • Microsoft Research Asia in Peking, China (1998)
  • Microsoft Research Silicon Valley in Mountain View, USA (2001)
  • Microsoft Research India in Bengaluru, Indien (2005)
  • Microsoft Cairo Innovation Center in Kairo, Ägypten (2006)
  • Microsoft Research New england in Cambridge, USA (2008)

Microsoft Research arbeitet mit Forschungszentren mehrerer Universitäten zusammen, beschäftigt mehr als 800 Forscher und ist damit eines der größten Forschungsinstute im Bereich Informatik weltweit.

So weit eine kurze Vorstellung von Microsoft Research. Kommen wir eindlich zum Thema.

Codex – gehört mobilen Geräten mit zwei Bildschirmen die Zukunft?

Desktoprechner mit zwei Bildschirmen sind heutzutage ja (fast) Standard. Aber können Sie sich einen Tablet PC oder einen UMPC mit zwei Bildschirmen vorstellen? Weshalb eigentlich nicht? Hier ist schon mal ein erstes Foto:

Na ja, bislang sieht Codex ja noch wie ein Organizer aus, wie er in den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhunders beliebt war. Er hat ein Format, das eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Ziegelstein nicht leugnen kann. Auch das Gewicht von etwa einem Kilo kann noch nicht wirklich überzeugen, außer vielleicht zur Selbstverteidigung. Aber bedenken Sie, dass wir hier über einen Prototypen reden, der selbst von einem Betastadium noch weit entfernt ist. Schlagen wir das Gerät doch einfach einmal auf.

Das ist doch ein echter Eyecatcher, oder? Bedenken Sie, dass es sich hier nicht um zwei PDAs handelt, sondern um einen vollwertigen mobilen Rechner mit zwei Bildschirmen. Im Gegensatz zu einem Tablet PC haben Sie hier nicht einen großen Bildschirm, sondern zwei Bildschirme, die jeweils halb so groß sind wie die Anzeige des Tablet PCs.

Jetzt höre ich Sie schon sagen: „Na und, ich kann doch einfach auf dem großen Bildschirm zwei Fenster aufmachen und habe den gleichen Effekt.“ Das ist – fast – richtig. Aber bedenken Sie, dass Codex über zwei voneinander unabhängige Anzeigen verfügt. Bedenken Sie außerdem, dass Windows 7, der Nachfolger von Windows Vista, multitouchfähig sein soll. Daraus lässt sich folgendes Szenario ableiten: Sie sitzen sich mit einem Kollegen an einem Tisch gegenüber, zwischen sich haben Sie Codex liegen, eine Anzeige ist Ihnen zugewandt, die andere Ihrem Kollegen. Sie sehen beide den Monitor vor Ihnen richtig herum, so als ob jeder seinen eigenen UMPC vor sich liegen hätte, aber Sie arbeiten gemeinsam mit einem Rechner.

Und wenn der Tisch zu groß ist, um gemeinsam an einem Codex zu arbeiten? Oder es ist im Gegenteil gar kein Tisch vorhanden. Na und? Nehmen Sie einfach einen Bildschirm ab. Drahtlose Technologie macht es möglich. Auch folgendes Szenario ist möglich: Stecken Sie den Codex einfach in Ihre Aktentasche und tragen Sie in Ihrer Jacke nur einen Monitor mit sich. Mit diesem kleinen Gerät können Sie auf alle Informationen zugreifen, die auf dem Gerät in Ihrer Aktentasche gespeichert sind und Sie belasten sich dabei mit wenig Gewicht.

Alles in Allem ist Codex heute bereits eine faszinierende Technologie, die wieder ganz neue Möglichkeiten der mobilen Arbeit eröffnen wird. Hoffen wir, dass Codex über die Phase des Prototypen hinauskommt und bald auf dem Markt erhältlich sein wird.

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