Archive for Juli, 2008
Der Rugged Tablet PC auf YouTube

Mit Hilfe zweier Videos auf YouTube wird demonstriert, wie stabil Tablet PCs sein können. Es ist trotzdem nicht unbedingt empfehlenswert, die Beispiele mit dem eigenen Tablet PC nachzuvollziehen, da es sich beim Rugged um ein extrem widerstandsfähiges Gerät für den Outdoor-Einsatz beim Militär oder unter ähnlich harten Bedingungen handelt. Hier die Links:

http://www.youtube.com/watch?v=gMt8sEpAasE

http://www.youtube.com/watch?v=5DD0G6S5Kf0

Insbesondere beim zweiten Video wird klar, dass sich der Tablet PC nicht für alle Aufgaben eignet; einige Nägel sind am Ende doch recht krumm.

21 fehlgeschlagene Technologien – der Tablet PC ist dabei

Das PC Magazine hat 21 Technologien zusammengestellt, die nach der Meinung der Redaktion großartig sind, aber sich nciht durchgesetzt haben. 11 dieser Technologien kommen von Apple, 10 von Microsoft. Das PC Magazine schreibt dazu:

Weshalb nicht auf dem PC wie auf einem Blatt Papier schreiben statt zu tippen? Und die CPU Ihr Gekritzel interpretieren, Ihre Notizen sortieren und Sie grundsätzlich intelligenter arbeiten lassen? Aufgrund der Verkaufszahlen scheint es, als sei die Welt noch nicht bereit für den Tablet PC. Trotzdem ist Bill Gates davon zuversichtlich, dass Sie dieses System lieben werden.

Was denn, der Tablet PC ein Flop? Setzen Microsoft und alle großen Hersteller mobiler Rechner auf das falsche Pferd? Eher nicht. Liegt das PC Magazine (dessen Berichterstattung ich in der Regel durchaus schätze) vollkommen neben der Spur? Sehen wir uns einmal die Situation an.

Erinnern Sie sich noch, wann die ersten wirklich mobilen Laptops auf den Markt kamen? Ich glaube, es war Anfang der 90er Jahre. Sie benötigten aber mehr als ein Jahrzehnt, bis sie sich aber vom Image eines Statussymbols zu einem Teil unseres alltäglichen Lebens entwickelt haben. Und jetzt soll der Tablet PC sich ganze sechs Jahre als Flop erwiesen haben? Die Behauptung ist wohl etwas verfrüht.

Der Tablet PC hatte aus verschiedenen Gründen einen schwierigeren Start als der Laptop. Zum Einen ändert sich beim Tablet PC die Bedienung, während der Laptop weitgehend wie ein stationärer Rechner bedient wird. Zum Anderen erschließt sich der Vorteil des Tablet PC gegenüber dem Laptop nicht auf den ersten Blick und er spielt seine Stärken in vielen Fällen erst mit individueller Software aus.

In letzter Zeit kommen immer mehr Laptops auf dem Markt, deren Bildschirme sich drehen lassen, so dass das Gerät als Tablet PC genutzt werden kann. Auch wenn es sich dabei nicht um richtige Tablet PCs handelt (die Tastatur lässt sich nicht abnehmen, die Tablet PC-Tasten fehlen, siehe den Eintrag “Die Tablet PC Hardware Guidelines” in diesem Blog, ist davon auszugehen, dass sich immer mehr Benutzer an die Benutzung des PC mit dem Stift gewöhnen und sie nicht mehr missen wollen. Meiner Meinung nach gehört der Technik des Tablet PC die Zukunft.

Den vollständigen Artikel des PC Magazine finden Sie unter http://www.pcmag.com/article2/0,1895,2325942,00.asp.

Inker RC4 von ATOZED software steht zum Download bereit

Das Tablet Input Panel (TIP), das mit Windows XP Tablet PC Edition bzw. Windows Vista ausgeliefert wird, ist ja bereits eine schöne Sache. Aber nur weniger Dinge im Leben sind so gut, dass sie sich nicht noch verbessern ließen. Die Firma ATOZED software mit Sitz in Nikosia auf Zypern hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen verbesserten Ersatz für TIP zu entwickeln. Derzeit steht der Release Candidate (RC) 4 zum Download bereit.

Was ist Inker?

Inker ist ein Ersatz für TIP, aber noch effizienter in der Benutzung und auch weitergehend anzupassen. Die Software erweitert die Funktionalität von TIP (die vollständig vorhanden ist). Durch die Installation von Inker wird TIP nicht gelöscht oder deaktiviert, sondern es ist möglich, die beiden Eingabemöglichkeiten parallel zu betreiben. Inker und TIP verwenden für die Erkennung der Handschrift die gleiche Engine, so dass die Erkennungsgenauigkeit erhalten bleibt. Allerdings konzentriert sich Inker mit Hilfe einer verbesserten Benutzeroberfläche auf die Reduzierung der Aktionen mit dem Stift, die für die Eingabe und Korrekturen erforderlich sind. Die Software wurde mit C# und WPF entwickelt.

 Die meiner Meinung nach wichtigsten Features von Inker

  • Aktivierung – Sie müssen nicht wie bei TIP zunächst auf das Icon tippen, um den Eingabebereich zu öffnen. Tippen Sie einfach auf das Feld, das Sie ausfüllen wollen und Inker wird aktiviert. Dieses Feature funktioniert nicht mit allen Anwendungen. Ggf. müssen Sie auf das Symbol in der Systemleiste tippen. Dann haben Sie zwar keinen Vorteil gegenüber TIP, aber auch keine zusätzliche Arbeit.
  • Korrekturen von vorhandenem Text – Wenn Inker keine Eingaben enthält markieren Sie den vorhandenen Text. Inker lädt diesen Text und ermöglicht Ihnen die Korrektur.
  • Verbesserte Erkennung – Inker erkennt Ihre Eingaben besser als TIP. Obwohl für die Erkennung die gleiche Engine verwendet wird, führt Inker zusätzliche Analysen der Eingabe durch und verwendet diese Information, wenn die Erkennungsergebnisse viele mögliche Kandidaten enthalten.
  • Gesten für die Korrektur – Verwenden Sie einfach eine Hoch- bzw. Runtergeste, um die Groß- und Kleinschreibung eines Wortes oder eines Buchstabens zu ändern. Mit einer Links-Rechts-Geste können Sie neue Buchstaben einfügen.
  • History – Inker merkt sich den von Ihnen eingegebenen Text, so dass Sie ihn falls erforderlich mehrfach einfügen können.
  • Favoriten – Sie können eigene Worte oder Phrasen angeben, die Sie im Schreibbereich schnell eingeben können.
  • Eingabenavigtion – Mit Inker können Sie Formulare mittels einer speziellen Einfügeschaltfläche einfacher ausfüllen, die den Text in das aktuelle Feld einfügt und den Cursor automatisch auf das nächste Feld setzt.

Alles in allem macht bereits der RC4 eine gute Figur und ist es Wert, dass Sie ihn sich ansehen. Ich bin zuversichtlich, dass bis zum endgültigen Release auch die noch vorhandenen Probleme und Fehler beseitigt sein werden. Der Download des RC ist kostenlos; ein Preis für die endgültige Version steht noch nicht fest, er wird aber bei EUR 29,00 liegen. Sie können Inker von der URL http://www.atozed.com/Inker/index.de.aspx herunterladen.

Microsoft veröffentlicht Origami 2.0 für Vista Tablet PC und UMPC

Bereits Mitte Juni hat Microsoft Origami 2.0 als kostenfreien Download zur Verfügung gestellt.

Das Add-On soll die Stiftbedienung von Windows Vista mit Hilfe einer zusätzlichen Benutzeroberfläche vereinfachen. In diese neue Bedienoberfläche wurden mehrere Programme, Informationen und Funktionen integiert. Dafür bietet Origami einen aufgeräumten Bildschirm als Ersatz für den Standard-Desktop von Vista und ermöglicht den schnellen Zugriff auf die vier Kategorien Musik, Videos, Bilder und Programme. Zusätzlich enthält Origami ein Bild-Kennwort. Dabei sind vier Bilder mit Tieren, Bienen, Käfern und verschiedenen Gegenständen vorgegeben. Um sich anzumelden, tippt man auf einem Bild die einzelnen Gegenstände oder Tiere in einer vorgegebenen Reihenfolge an. Leider hat das Bildpasswort einen sicherheitsrelevanten Schönheitsfehler: auch wenn Vista so konfiguriert ist, dass komplexe Passwörter erforderlich sind, lässt sich Origami so einrichten, dass das Anklicken eines einzelnen Gegenstandes für die Anmeldung ausreicht. Ob diese Sicherheit ausreicht, muss jeder Anwender für sich entscheiden.

Eine Demo zu Origami 2.0 finden Sie unter http://www.microsoft.com/windows/products/winfamily/umpc/demo.mspx. Leider sind die Screenshots in englischer Sprache, auf der deutschsprachigen Microsoft-Website habe ich keine Demo gefunden. Den Download finden Sie unter http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?displaylang=de&FamilyID=b0edd346-75ba-4185-b6aa-0a49940afbde. Voraussetzung ist Windows Vista SP1.

Neuer Service hilft, verloren gegangene Tablet PCs aufzufinden

Schätzungen zufolge gehen jede Woche allein auf Flughäfen weltweit 12.000 Laptops, Tablet PCs und ähnliche Geräte verloren bzw. sie werden gestohlen. Ich denke, die meisten Eigentümer würden ihre Rechner gerne zurückhaben. Forscher der University of Washington und der University of California in San Diego haben jetzt einen Service entwickelt, der die Chancen, das Gerät wieder an seine Eigentümer zurückzuführen, verbessert.

Adeona, benannt nach einer römischen Gottheit, die Kinder wieder zu ihren Eltern zurückführt, ist Open Source und kostenfrei. Wie funktioniert der Dienst?

Der Anwender lädt eine kostenfrei Clientsoftware auf seinen Tablet PC oder Laptop. Diese Software sendet anschließend in unregelmäßigen Abständen verschlüsselte Datenpakete an einen Server, sobald der Tablet PC mit dem Internet verbunden ist. Geht der Tablet PC verloren, lädt sich der Anwender ein anderes Programm herunter, meldet sich an und kann diese Informationen vom Server lesen und auf diese Weise erfahren, wo sich sein mobiler Rechner zuletzt im Internet angemeldet hat.

Die im Laufe des letzten Jahres entwickelte und jetzt gelauchte Software ist für Windows und den Mac erhältlich. Die Version für den Mac ist außerdem in der Lage, mit Hilfe der Webcam ein Bild des Bedieners des gestohlenen PCs aufzunehmen und an den Server zu übermitteln, so dass der Besitzer der Polizei nicht nur den letzten Standort seines Rechners, sondern auch ein Bild des Diebes bzw. Hehlers übergeben kann.

Als nächsten Schritt planen die Forscher, die Möglichkeit zu implementieren, auch Befehle an den Laptop zu senden, um beispielsweise sensible Daten zu löschen. Außerdem wird nach Möglichkeiten gesucht, den Dienst auch für andere Geräte wie PDAs oder das iPhone anzubieten.

Weitere Informationen zu Adeona finden Sie (in englischer Sprache) unter http://adeona.cs.washington.edu/.

PenCommander 2.1 für Tablet PCs und UMPCs erschienen

Die Firma PhatWare mit Sitz in Mountain View, Kalifornien, hat am 15. Juli 2008 bekannt gegeben, dass sie ihre Software PenCommander 2.1 ausliefert.

PenCommander ermöglicht die Verwendung des Stifts für den Aufruf von Befehlen, mit denen sich Tablet PCs und UMPCs steuern lassen, beispielsweise um Dokumente zu editieren, um sich häufig wiederholenden Text in Dokumente einzufügen oder um Anwendungen aufzurufen. Die dafür erforderlichen Skripte werden ausgeführt, indem ein PenCommand-Befehl in den Eingabebereich der Anwendung eingegeben wird. Außerdem können Schaltflächen angelegt werden, die die jeweiligen Skripte durch einen Tipp mit dem Stift aufrufen. Die Möglichkeiten der für Windows Vista SP1 optimierten Version werden nur durch die Grenzen Ihrer Phantasie beschränkt. Sie erhalten die Software zum Preis von $ 24,95 zum Download von der Unternehmenswebsite (www.phatware.com), das Upgrade von früheren Versionen ist kostenlos. Für PenCommander ist auch ein deutsches Languagepack verfügbar.

FireFox 3.0: Bug 432467

FireFox 3.0 enthält einen Bug, der im schlimmsten Fall dazu führen kann, dass der Browser auf Tablet PCs abstürzt. Mittlerweile wurde ein Patch veröffentlicht, der diesen Bug beseitigen soll. Es gibt aber bereits Berichte, dass die Browserabstürze zwar seltener vorkommen, aber immer noch vorhanden sind, beispielsweise beim Einloggen in Adsense. Wenn Sie mit FF arbeiten, ist es empfehlenswert, auf die Version 3.0.1 upzudaten, um die Zahl der Abstürze zu minimieren, aber regelmäßig zu kontrollieren, ob ein neues Update verfügbar ist, das dieses Problem beseitigt.

Eingabeformulare erstellen (nicht nur) für Entwickler

Bereits seit fünf Jahren vertreibt die Fa. Active Ink Software mit Sitz in Del Rio in Kalifornien seine Produkte für die Entwicklung von Formularen für den Tablet PC. Ich habe die Software selbst noch nicht im Einsatz, aber bereits die Videos auf der Website des Unternehmens (www.activeinksoftware.com) zeigen erstaunliches: Lassen Sie von Ihrem Designer ein Office-Formular erstellen, drucken Sie es mit einem Druckertreiber von Ink Software und verwenden Sie die damit erstellte Datei in Ihrer Anwendung als Dateneingabeformular. Wenn die Software nur halb so viel leistet wie die Videos versprechen sind die Bibliotheken auf jeden Fall einen Blick wert.

GIGABYTE veröffentlicht Notebook mit Tablet PC-Funktionalität

Gigabyte plant, im weiteren Verlauf dieses Monats sein neues Notebook M912V auf dem europäischen Markt zu veröffentlichen. Das Gerät ist mit einem berührungsempfindlichen 8,9 Zoll-LCD-Bildschirm mit einer Auflösung von 1280/768, 1 GB RAM sowie einer 160 GB-Festplatte ausgestattet und wiegt lediglich 1,3 kg. Das Notebook wird wahlweise mit Windows XP, Windows Vista Home oder Linux mit einem silbernen oder oder schwarzen Gehäuse ausgeliefert. Es soll um 450 Euro kosten.

Bei dem Gerät handelt es sich nicht um einen Tablet PC oder UMPC, sondern um ein Notebook mit berührungsempfindlichem Bildschirm. Die Tastatur lässt sich nicht abnehmen, da sich die Rechnertechnik unterhalb der Tastatur befindet (beim Tablet PC befindet sie sich hinter dem Monitor). Außerdem fehlen die Tablet PC-Tasten, die erst ein sinnvolles Arbeiten mit dem Tablet PC ermöglichen. Andererseits lässt sich der Bildschirm um 180° drehen, so dass sich das Gerät zumindest teilweise wie ein Tablet PC/UMPC verwenden lässt. Es handelt sich also um einen Kompromiss, für den es sicher auch Einsatzgebiete gibt.

Bill Gates äußert sich zur Zukunft des Tablet PCs

Auch wenn Bill Gates sich kürzlich in die lange Schlange der Arbeitslosen eingereiht hat ;-) können wir wohl mit Fug und Recht davon ausgehen, dass seine Stimme nach wie vor viel Gewicht bei Microsoft hat. Am 27. Juni dieses Jahres veröffentlichte The Seattle Times ein Interview mit Bill Gates. Darin äußert er sich an zwei Stellen über die Zukunft des Tablet PCs, auch ohne dass er explizit danach gefragt wurde.

Er stellt dabei fest, dass es Millionen Nutzer von Tablet PCs gibt und dass sich die Nutzerzahlen nicht im achtstelligen Bereich bewegen. Es sei aber nur eine Frage der Zeit ist, bis sich dies ändert. Er führt weiter aus, dass Aktivitäten in der visuellen Oberfläche bislang noch Investitionen in Nischenbereiche sind. Innerhalb der nächsten zehn Jahre wolle Microsoft aber erhebliche Summen in diesen Bereich stecken, da das Unternehmen davon ausgehe, dass dies der Mainstream der Zukunft sei. Microsoft würde Aufgaben tendenziell länger als andere Firmen bearbeiten.

Im weiteren Verlauf des Interviews äußerte sich Bill Gates zuversichtlich, dass Steve Ballmer und andere Führungspersönlichkeiten bei Microsoft diesen Kurs beibehalten, auch wenn er selbst er selbst das Unternehmen verlassen habe.

Hoffen wir das beste, liebe Leser und glauben wir ihm diesmal, auch wenn wir in der Vergangenheit mit Microsoft schon so manche Überraschung erlebt haben. Woher ich diese Zuversicht nehme? Nachdem in den ersten Jahren nur wenige Unternehmen Tablet PCs produziert haben, wird die Zahl der Anbieter dieser Technologie immer größer; seit diesem Jahr ist mit Dell auch der Größte der Branche mit einem Tablet PC auf dem Markt vertreten. Gleichzeitig werden Tablet PCs inzwischen auch immer preisgünstiger angeboten, so dass die Geräte für immer mehr Anwender interessant werden. Und wenn Microsoft wirklich so gierig ist wie dem Unternehmen häufig vorgeworfen wird, dann wird es sich diesen Kuchen nicht entgehen lassen und das Feld den Linux-Companies überlassen, oder was meinen Sie?

Das vollständige Interview mit Bill Gates lesen Sie unter http://seattletimes.nwsource.com/html/businesstechnology/2008020141_webgatesqa27.html