Happy Birthday, Windows

Liebes Windows,

nun wirst du 25 Jahre alt. Jetzt kannst du zusammen mit Hannes Wader singen: “Schön war die Jugend, so sorglos und frei. Gottseidank ist sie endlich vorbei und sie kommt zum Glück auch nie mehr zurück.” Auch wenn du noch jung an Jahren bist, hast du doch bereits ein ereignisreiches Leben hinter dir, das ich kurz skizzieren möchte.
Das Licht der Welt erblicktest du im Sommer 1985, als Microsoft die ersten Testversionen von Windows 1.0 auslieferte. Vielleicht weißt du gar nicht mehr, wie zerknautscht du damals aussahst.

Endgültig abgenabelt hast du dich dann allerdings erst im November 1985, als die erste endgültige Version veröffentlicht wurde. Damit hattest du auch bereits deinen ersten Wettbewerb gewonnen: Die Infoworld verlieht deinem Vater Bill Gates den “Golden Vaporware Award”. Du siehst, du hast von Anfang an für Furore gesorgt. Dementsprechend hat auch dein anderer Vater Steve Ballmer deine Geburt gefeiert:

Na ja, bei dem Preis musste man doch zuschlagen, oder? Den Europäern warst du übrigens noch deutlich mehr wert: der Listenpreis in Deutschland betrug 499 DM.

Damit warst du anfangs doch etwas gierig. Nicht nur der Kaufpreis war für den durchschnittlichen deutschen Rechnernutzer zu hoch, auch deine Anforderungen an die Hardware waren doch etwas happig. Nicht nur, dass die Festplatten nicht nur klein, sondern auch noch ein echter Luxus waren. Auch die XT-Prozessoren mit 7 Kilohertz sowie die üblichen 64 kb Arbeitsspeicher hast du ganz schön ausgereizt. Und dich von einer 5,25 Zoll-Diskette auszuführen war auch nicht wirklich der Hit. Außerdem gab es noch keine ernstzunehmenden Windows-Anwendungen. Die erste Version von Excel erschien 1987 zusammen mit Windows 2.0, zwei Jahre später folgte Word für Windows.

Erstmals wirklich ernst wurdest du im Mai 1990 genommen, als deine Version 3.0 erschien. Inzwischen hatte sich die Hardware weitgehend an deine Anforderungen angepasst. In der Regel wurden damals Rechner mit der AT-Reihe von Intel verkauft. Bei Vobis kostete ein 286er Rechner-Komplettsystem mit einer 16 Kilohertz-Taktung, 1 MB RAM, Schwarzweiß-Monitor und 9-Nadel-Drucker 2000 DM. Darauf liefst du schon recht rund. Damals setztest du noch auf dem 8-Bit-DOS auf, hattest VGA-Unterstützung, Icons, 3D-Schaltflächen und auch im eingeschränktem Maße Multitasking.

Im März 1992 warst du auf einer Schönheitsfarm und hast dich runderneuern lassen. Das Ergebnis war Windows 3.1. Hinterher liefen zwar einige für Windows 3.0 geschriebene Anwendungen nicht mehr, aber der Sinn einer Erneuerung ist es ja gerade, für die Zukunft gerüstet zu sein und weniger, die Vergangenheit zu bewahren. Wenn ich mich richtig erinnere, war das auch die Version, die in der Presse am wenigsten kritisiert wurde. Dafür hast du uns ja auch mit der Soundkartenunterstützung und mit der Unterstützung von CD-ROM-Laufwerken entschädigt. Viele Anwender werden gar nicht bemerkt haben, dass du mit dieser Version auch die ersten Schritte in die 32-Bit-Welt gewagt hast und dass auch OLE und DDE nun endlich verwendbar waren. Das du zu diesem Zeitpunkt auch mit TrueType angefangen hast, sei hier nur am Rande erwähnt. Außerdem wagtest du hier mit Windows for Workgroups auch einen ersten Schritt in die Unternehmens-IT.

Diesen Schritt hast du 1993 mit Windows NT weitergeführt, dem ersten “echten” Windows-Betriebssystem. Schließlich setztest du damit erstmals nicht mehr auf dem mittlerweile in die Jahre gekommenen DOS auf. Dadurch waren dir auch viele neue Sicherheitsfunktionalitäten möglich, vielleicht war es auch das erste Mal, dass du dich überhaupt um die Sicherheit ernsthaft gekümmert hast. Schade nur, dass dieses Thema der breiten Öffentlichkeit nicht wirklich promotet wurde. Auch die Profis nahmen deine Bemühungen anfangs nicht richtig ernst und wollten lieber auf ihrem geliebten Unix bleiben.

Ich habe nie richtig verstanden, weshalb du nicht gleich auf der DOSlosen Schiene geblieben bist. Stattdessen erschien 1995 Windows 95. Dies war vermutlich die Version traurigste Periode deines bisherigen Lebens. Ständig stürzte es ab, vermutlich um den “Blue Screen of Death” zu promoten. Plug-and-Play funktionierte nicht zuverlässig… Die Qualität von Windows 95 war für mich der Grund, auf NT umzusteigen, auch wenn es damals als relativ langsam verschrien war, was ich allerdings so nicht unterschreiben würde.

Dann bist du aber kräftig vorgeprescht. Neben mehreren Server-Betriebssystemen hast du eine ganze Reihe Serverprodukte wie Exchange und den SQL Server herausgebracht. Damit ist es dir Stück für Stück gelungen, dich weiter in der Unternehmens-IT auszubreiten.

1998 erschien deine neue Version Windows 98, das sich von Windows 95 vor allem durch ein neues Treibermodell (WDM, Windows Driver Model) unterschied, während du gleichzeitig noch das alte Treibermodell unterstütztest.

Zu dieser Zeit wurde auch das Internet bekannter und viele Anwender begannen, dieses neue Medium zu entdecken. Daher hattest du erstmals den Windows Explorer, diesmal in der Version 4.0, integriert. Auch wenn uns die Oberfläche dieser Version heute antiquiert erscheint, bist du mit deiner Version 98 mal wieder der Zeit voraus gewesen. Das glaubst du nicht? Dann verrate mir doch einmal, weshalb kaum ein Anwender deinen Active Desktop aktiviert hatte. Du weist schon: das war die Oberfläche, bei der wir eine beliebige Website als Hintergrund einstellen konnten, der wir noch aktive und frei verschiebbare Elemente hinzufügen konnten. Eigentlich ist die Antwort doch ganz einfach: Zum einen waren die meisten Rechner wieder einmal nicht stark genug für dieses Feature und zum anderen erforderte der Active Desktop eine ständige Internetverbindung. Die gab es aber noch nicht zu einem tragbaren Preis und war, wenn überhaupt, nur in Unternehmen ab einer bestimmten Größe vorhanden, in der Regel damals noch über eine Standleitung. Für den Normalanwender war das einfach nicht finanzierbar.

Zusätzlich konnten wir dich in einem “Webstil” bedienen, statt Objekte per Doppelklick zu starten, konnten wir auf diese Weise die Objekte, wie auf einer Webseite, per einfachen Klick ausführen. Damals sahst du so aus:

Ach ja, dann war da ja auch noch die erste Version von Outlook Express:

Zu Windows 98 SE und ME sage ich jetzt mal nichts, das waren ja nun wirklich Notversionen, die außer Microsoft wohl niemand benötigte. Interessant wurde es erst 2001 wieder, als Windows XP erschien. Endlich hatten auch die Privatanwender ein Windows, das ein echtes Betriebssystem war und das nicht lediglich einen grafischen Aufsatz auf MS DOS bildete. Mit seiner Stabilität, den Sicherheitsfeatures, den Multimediafähigkeiten und der Netzwerkunterstützung entwickelte es sich zum bestverkauften Windows aller Zeiten. Kein Wunder, dass zwei Jahre später der Windows Server 2003 erschien, der Server für XP, den es von der Version für kleine Office-Server bis hin zum Rechenzentrum gibt.

Im Jahr 2006 kamst du dann mit Vista auf den Markt. Diese Version von dir wurde von der Presse verrissen und die Anwender glaubten den Zeitschriften. Ich persönlich habe nur bedingtes Verständnis für das schlechte Image von Vista. OK, deine Hardwareanforderungen waren reichlich hoch, so dass es kaum eine XP-Maschine gab, auf der auch Vista lief. Vielleicht hast du auch zu viele Sicherheitsmechanismen auf einen Schlag eingeführt. Vor allem die User Account Control war unbeliebt. Vor allem unmittelbar nachdem du auf einem Rechner installiert wurdest, kam die Abfrage nach dem Admin-Passwort sehr häufig. Aber im Leben gibt es schließlich nichts umsonst, auch nicht in der IT und ganz bestimmt nicht bei der Sicherheit. Da mussten wir diese kleine Unannehmlichkeit halt in Kauf nehmen. Nach einiger Zeit kommt die Abfrage ja auch immer seltener, so dass ich zumindest damit gut leben konnte. Wirklich ärgerlich war aber, dass etliche Anwendungen, die unter XP entwickelt wurde, auf Vista nicht liefen oder zumindest angepasst werden mussten. Vor allem in Visual FoxPro entwickelte Anwendungen sahen unter Vista wirklich grausig aus und es bedurfte großer Anstrengungen der Community, um diese Anwendungen fit zu machen für Vista. Das war wirklich nicht nett von dir. Die Downgradeoption auf XP war da auch nur ein Notbehelf.

Aber immerhin hast du aus diesem Fehler gelernt und bringst in deiner neuesten Version eine virtuelle Maschine mit dem XP-Modus mit, so dass auch ältere Anwendungen ausgeführt werden können. Außerdem hast du deine Hardwareanforderungen in beeindruckender Weise zurückgefahren, so dass Windows 7 auch auf Maschinen läuft, die für Vista zu schwach waren. Ansonsten kennst du deine aktuelle Version besser als ich, so dass ich auf eine weitere Beschreibung verzichten kann.

Jetzt warten alle mehr oder weniger gespannt auf deine nächste Version. Ich werde hier nichts dazu schreiben, auch wenn trotz NDA viele Informationen an die Öffentlichkeit gelangt sind. Feier deinen 25. Geburtstag nicht zu dolle, so dass du ausreichend Energie für die Weiterentwicklung übrigbehältst.

Darauf hat die Welt gewartet – die Wiedergeburt der Schreibmaschine

Es gibt ja alle möglichen und unmöglichen Gadgets für den Anschluss per USB – von der Briefwaage über den Ventilator bis zur Kügelchenkanone. Aber diese Neuentwicklung stellt wohl den Gipfel der unnützen Geräte dar. Jack Zyklin verkauft bei Etsy eine mechanische Schreibmaschine, die er mit einem USB-Anschluss ausgerüstet hat und die als Tastatur für den Tablet PC oder das iPad dient. Das Gerät kostet nur 550 Dollar. Wenn Sie noch solch ein altes Schätzchen im Keller stehen haben, können Sie es ihm auch schicken und er baut es Ihnen für 200 Dollar um. Wollen Sie lieber selbst Hand anlegen, können Sie bei ihm für 75 Dollar ein USB-Kit für Ihre Schreibmaschine erwerben, so dass Sie sie selbst umbauen können. Na ja, wer’s braucht…

Microsoft veröffentlicht außerplanmäßiges Update

Gestern abend hat Microsoft ein außerplanmäßiges Sicherheitsupdate veröffentlicht, das eine Sicherheitsanfälligkeit in der Windows Shell beseitigt. Das Update betrifft alle unterstützten Versionen von Windows (Windows XP SP2 und höher). Anwender, die Windows Update aktiviert haben, müssen sich um nichts kümmern, da in diesem Fall das Update automatisch installiert wird. Allen anderen Anwendern empfiehlt Microsoft, das Update möglichst sofort zu installieren. Informationen zu diesem Update finden Sie auf Technet.

Auf dem JooJoo läuft auch Windows 7

Auf diesem Youtube-Video sehen Sie ein JooJoo, auf dem Windows 7 läuft. JooJoo ist aus dem Crunchpad-Projekt hervorgegangen. Im letzten Jahr war das Projekt mit dem Ziel gestartet, einen Tablet PC unter Linux für weniger als 100 Dollar zu erstellen. Das Preisziel wurde zwar deutlich verfehlt, aber herausgekommen ist trotzdem ein Lowcost-Tablet PC, der für die Arbeit eine durchaus ausreichende Leistung mitbringt.

Gizmodo.de berichtet, dass das JooJoo mit einer Akkuladung unter Windows 7 vier Stunden läuft. Leider funktioniert unter Windows 7 der Beschleunigungssensor nicht, was aber wohl ein Treiberproblem ist, das auch noch gelöst wird. Außerdem schreibt Gizmodo, dass das Gerät im Betrieb sehr warm wird. Das ist vor allem für Anwender ärgerlich, die lange am Stück mit dem Gerät arbeiten.

Microsoft Outlook Social Connector für Facebook und Windows Live verfügbar

Ab sofort können die Nutzer von Facebook und Windows Live ihre Profile und Newsfeeds innerhalb ihres eigenen Outlook-Accounts verwalten. Über die neueste Version des Microsoft Outlook Social Connector werden die Informationen aus den sozialen Netzwerken direkt mit den Daten von Outlook 2003, 2007 und 2010 synchronisiert. Outlook wird so zur persönlichen Nachrichtenzentrale, die über sämtliche Aktivitäten in den sozialen Netzwerken auf dem Laufenden hält und Kontaktinformationen automatisch abgleicht.

Die Mitglieder von Facebook und Windows Live erhalten durch die neue Anbindung an Outlook eine Vielzahl von Informationen auf einen Blick. Wer seinen digitalen Bekanntenkreis erweitern und Freunde hinzufügen möchte, kann dies künftig ganz simpel über die so genannte People Pane (einen neuen Outlook Kontaktbereich) vornehmen. Durch die Integration der verschiedenen Accounts werden Zusatzinformationen wie Profilbilder, Netzwerk-Updates und Statusnachrichten der jeweiligen Mail-Kontakte ständig aktualisiert angezeigt.

“Das Bedürfnis, digitale Informationen über verschiedene Kanäle mit anderen zu teilen, wächst stetig, ganz gleich ob in der privaten oder beruflichen Sphäre”, erklärt Christian Mehrtens, Direktor Business Group Information Worker der Microsoft Deutschland GmbH. “Durch die Verbindung von Outlook mit Windows Live und Facebook verfügen unsere Anwender jetzt über eine Kommunikationszentrale zur Pflege und Weiterentwicklung ihrer digitalen Identität.”

Der Outlook Social Connector ist fester Bestandteil der aktuellen Version von Outlook 2010 und erstmals auch als Einzeldownload für Outlook 2003 und 2007 verfügbar. Die neueste Version bietet automatische Echtzeit-Updates und steht seit heute unter www.microsoft.com/downloads/de-de zum Download bereit. Die Plug-ins der Provider findet der Anwender auf der Outlook Social Connector Provider Page: http://office.microsoft.com/en-us/outlook/outlook-social-connector-partner-listing-FX101812910.aspx. Für geschäftliche Kontakte stellt Deutschlands größtes Business-Netzwerk XING in Kürze ein Plug-in zur Verfügung.

Steve Ballmer kündigt Ankündigungen für Windows 7-Slates an

Bereits im Jahr 2001 stellte Microsoft den ersten Tablet PC vor. Leider wurden die PCs mit diesem neuen Formfaktor vom Markt nicht so angenommen wie sie es verdient hätten. Auch Microsofts Marketing ließ den Tablet PC weitgehend links liegen. Erst als in diesem Jahr Apple mit dem iPad auf den Markt kam, reagierte der Markt.

Auch Microsoft bleibt nicht untätig und will den Markt Apple und den Android-Nachbauten nicht kampflos überlassen. Auf der Keynote der Worldwide Partner Conference teilte Steve Ballmer am Montag den 14.000 Partnern mit, dass in den nächsten Monaten neue Slates mit Windows 7 auf den Markt kommen werden. Microsoft plant zusammen mit seinen PC-Partnern Asus, Dell, Samsung, Toshiba und Sony neue Tablet PCs auf den Markt zu bringen. Diese Geräte sollen eine breite Preisspanne sowie unterschiedliche Formfaktoren umfassen – mit Tastatur sowie reine Touch-Geräte – die mit digitaler Tinte arbeiten. An der Liste der PC-Hersteller ist interessant, dass Ballmer HP nicht erwähnte.

Fast ein Jahrzehnt lang passierte nur wenig. Auch wenn die Leistungsfähigkeit des iPads ansonsten enttäuscht, hat Apple es immerhin geschafft, Microsoft aus der Lethargie zu wecken, so dass dieser Formfaktor endlich einmal weiter in Richtung auf den Mittelpunkt der Entwicklung und des Marketings rückt. Aus gewöhnlich gut informierten Quellen ist zu hören, dass der Formfaktor Slate einen der Schwerpunkte bei der Entwicklung von Windows 8 bildet. Dies wird bislang noch nicht offiziell von Microsoft kommentiert, aber diese Quellen haben sich in der Vergangenheit als recht zuverlässig erwiesen. Aber Windows 8 ist ein anderes Thema.

Und wer Steve noch nicht kennen sollte, kann sich hier ein typisches Video von ihm ansehen:

CIO: iPad nicht Business-tauglich

Die Zeitschrift CIO hat ihre Leser gefragt, ob sie das iPad für geeignet im geschäftlichen Einsatz halten. 760 Leser haben geantwortet und ein klares Statement abgegeben: 65 % waren der Meinung, dass das iPad nicht Business-tauglich ist, 25 % meinten, dass sich das Gerät in die IT-Struktur einpasst und 10 % der Leser hatten keine Meinung. Über den Nutzen dieser Umfrage lässt sich sicher streiten, da sie nicht repräsentativ und daher das Ergebnis wohl eher zufällig ist.

Da der Umfrage klare Kriterien für die Business-Tauglichkeit fehlten, ist das Ergebnis zunächst einmal durch die Phantasie der antwortenden IT-Leiter geprägt. Im besten Fall geben die Antworten wieder, ob das iPad für das entsprechende Unternehmen interessant sein könnte.

Dabei entspricht das Ergebnis aber durchaus der Meinung vieler Journalisten, die sich mit dem iPad beschäftigt haben. Die FTD fasst es gut zusammen: “Wer arbeiten muss, braucht mehr.”

Nebenbei bemerkt häufen sich im Netz Berichte über Probleme mit dem iPad. Angeblich werden die Geräte zu heiß, das WLAN funktioniert nicht, wenn das iPad auf dem Tisch liegt usw. Irgendwie macht das iPad noch keinen wirklich ausgereiften Eindruck.

Heise stellt Tablets mit Windows 7 vor

Der Heise-Verlag hat sich auf der Computex umgesehen und dabei auch einige Tablet PCs mit niedrigem Preis gefunden, die in einem Onlineartikel vorgestellt werden. Dabei werden auch die Geräte einiger Hersteller beschrieben, die bislang noch nicht auf dem eurpäischen Markt vertreten sind, die aber in naher Zukunft ihren Markteintritt planen.

Offensichtlich mag der Redakteur Tablet PCs nicht und bleibt lieber bei der herkömmlichen Bedienung mit Tastatur und Maus. Er macht auch kaum Anstalten, seine Abneigung gegen eine natürlichere Bedienung mobiler Rechner zu verbergen.

Andererseits drängt sich auch die Frage auf, weshalb die Hersteller Geräte designen, die so schwach auf der Brust sind, dass sie kaum das Betriebssystem vernünftig zum Laufen bringen und aus Kostengründen einen reinen Touchscreen einbauen. Dass ein solches Gerät nur schwierig zu bedienen ist, dürfte jedem klar sein. Ob die Hersteller sich und ihren Kunden einen Gefallen mit diesen Geräten tun bleibt wohl abzuwarten.

MSN stellt zwei Tablet PCs vor

Wie Engadget meldet hat MSI auf einer Pressekonferenz zwei unterschiedliche Tablet PCs vorgestellt.

Das WindPad 100 ist mit einem Intel Atom-Prozessor ausgestattet, das WindPad 110 mit einem Tegra-2-Prozessor von Nivida mit integriertem Grafikkern. Beide Tablet PCs sind mit USB und HDMI ausgestattet und eignen sich daher auch für die externe Wiedergabe DRM-geschützter Videos. Das WindPad 100 wird mit Windows 7 Ultimate ausgeliefert, das WindPad 110 mit Googles Betriebssystem Android. Als Preis nennt MDI 499 Dollar für das WindPad 100 und 399 Dollar für das WindPad 110.

Kommt der 100 Dollar-Tablet PC im Jahr 2011?

Die Organisation One Laptop Per Child (OLPC) ist durch die Konstruktion sehr preisgünstiger Laptops für die dritte Welt bekannt geworden. Bereits seit längerer Zeit arbeitet die Organisation an einem kindgerechten Tablet PC, der nicht mehr als 100 Dollar kosten soll. Wie das Nachtrichtenportal IDG jetzt bekanntgab, soll es im Frühjahr 2011 vorgestellt werden und im Laufe des nächsten Jahres auf den Markt kommen.

Hauptinitiator Nicholas Negroponte sagt, dass diese erste Version noch aus Metall und Glas hergestellt wird, dass OLPC aber im weiteren Verlauf eine Outdoor-Version anstrebt, die vollständig aus Plastik besteht. Dadurch soll das Gerät bruchfest werden. Außerdem geht er davon aus, dass das Gerät auch in den hochentwickelten Industrieländern reißenden Absatz finden wird. Durch die hohen Stückzahlen soll ein Preis von lediglich 75 Dollar möglich sein.

Ein auf YouTube veröffentlichtes Video stellt einen Prototypen des 100-Dollar-Tablet PCs vor. Nach dem Video scheint das Gerät dem iPad eindeutig überlegen zu sein. Mit Linux verfügt es über ein vollwertiges Betriebssystem und es soll auch über eine Outdoor-Anzeige verfügen, die selbst im Sonnenlicht eine gute Lesbarkeit der Anzeige gewährleistet.

Ob der angestrebte Preis von 75 Dollar erreicht werden kann bleibt abzuwarten. Das Marktforschungsunternehmen iSuppli hat ausgerechnet, dass die im iPad verbauten Hardwarekomponenten 219,35 Dollar kosten. Dieser Preis beinhaltet aber lediglich die reinen Materialkosten ohne die Kosten für die Montage und den Vertrieb. Und dann soll ein vermutlich überlegenes Gerät für 75 Dollar auf den Markt kommen?

Hier noch das YouTube-Video: